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InfoBrief 2013-1



Nr. 2013-1

29. April 2013

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, chers amis,


 

der Tod unseres langjärigen und verdienten Präsidenten Dr. Wolfgang Linkelmann hinterließ ein riesiges Vakuum. Der weiterhin arbeitende Vorstand hat sich – seiner Verantwortung bewußt – allen Aufgaben mit Verve gestellt. Dadurch ist manches Wünschenswertes leider immer wieder nach vorne gerückt worden, so daß Einiges immer noch auf Erledigung wartet. So war es möglich, alle termingebundenen Vorbereitungen und Entscheidungen wahrzunehmen, die sich aus den eingegangenen Verpflichtungen ergaben: zum Beispiel die Vorbereitungen zum 58. Jahreskongress im September, das Frankreichjahr der Stadt Bonn und die Jahrespartnerschaft mit der Stadt Bonn, das Programm für die zweite Jahreshälfte, Durchführung des laufenden Halbjahrsprogramms, Vorbereitung der ordentlichen Mitgliederversammlung … etc.

Wie an dieser Stelle üblich, möchten wir auch wieder über Neues aus unserer Gesellschaft berichten und Sie möglichst umfassend informieren.

 

 

Nachruf

Gedächtnis für Dr. Wolfgang Linckelmann

 

Unsere Gedanken sind bei einem liebenswürdigen Begleiter unseres Lebens, einem lieben Freund.

„Bei der Freundschaft“, beobachtete schon nachdenklich Michel de Montaigne, „bei der Freundschaft umfaßt uns eine durchdringende, dabei gleichmäßige und wohlige Wärme, beständig und mild, ganz Innigkeit und stiller Glanz“. In dieser Haltung wollen wir hier nur einige wenige Aspekte der Persönlichkeit Wolfgang Linckelmanns ansprechen.

Im Jahr der 50 Jahrfeier des Deutsch-Französischen Vertrages über die Zusammenarbeit möchte ich besonders zwei Wegmarken seines Lebens festhalten: das deutsch-französische Verhältnis und die deutsche Einigung.

Wolfgang Linckelmann hat nicht nur persönlich durch seine eindrucksvoll gelebte Ehe mit Françoise zur grundlegenden Veränderung zwischen Frankreich und Deutschland beigetragen, sondern auch als Ministerialbeamter, stellvertretender Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks und als Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg seinen Teil geleistet. Er hatte die Freude, vieles mitgestalten zu können. Er sah die Verpflichtung, deutsch-französische Verletzungen zu erkennen und durch mutiges, beherztes Handeln neue Horizonte zu erschließen, die allen offenstehen, besonders aber der Jugend beider Länder. Er mahnte, nicht zu jeder Zeit unter Beifall, die europäische Verpflichtung der deutsch-französischen Kooperation deutlicher wahrzunehmen und praktisch umzusetzen.

Das Wesentliche der Einigungsidee bestand für ihn als Juristen darin, eine gemeinsame Rechtsordnung und Gestaltungsfreiheit zu ermöglichen und zu entwickeln. Für ihn als aktiven Bürger und Citoyen bedeutete es aber auch, Gemeinsames in der Vielfalt und Unterschiedlichkeit zu gestalten. Die deutsche Wiedervereinigung nach dem Fall der Mauer sah ihn dafür unerschrocken wirken.

Bei der Entwicklung einer neuen Außenpolitik der jungen Bundesrepublik Deutschland spielte sein Beitrag zur internationalen Jugendpolitik sowohl in

den bilateralen Beziehungen mit den Nachbarländern wie auch auf den europäischen Ebenen in Strasbourg und Brüssel eine wichtige Rolle. Seine Vorfeldarbeit im vertrauensvollen Zusammenwirken mit den vielgestaltigen Kräften und Verbänden der Jugendarbeit stieß in Europas Osten und Westen viele Türen für die junge Generation und dadurch auch für die Regierungen auf. Dies gelang, bei aller gebotenen Nüchternheit, durch seine mitreißende Begeisterungsfähigkeit und seine liberale, offene und großzügige Haltung, die Respekt einflößte. Auch in schwierigen Momenten sah er die positive, entwicklungsfähige Seite der Dinge und kümmerte sich immer auch unaufdringlich um die Andern, die Mitwirkenden.

Seine elementare, fast kindliche Lust an der Anstrengung, an der Bewährung und der Entdeckung hat seit seinen Tiroler Tagen nie nachgelassen. Kein Turm war zu hoch, kein Berg zu steil und keine Mühe zu schwer. Seine Mutter faßte diese Gesinnung 1951 in einem geistlichen Gedicht so zusammen:

 

Mut und Gottvertraun zusammen

Helfen wie zwei lichte Flammen

Euch zu leuchten und zu schützen

In Verlassenheit zu stützen

Daß die Kraft sich stark erhalte

Daß die Wärme nicht erkalte

Daß ein einzig Herz kann wagen

Eine Welt zu Gott zu tragen.

 

Der Sohn einer lutherischen Pastorentochter hat die Ökumene sehr bewußt gelebt. Er war sich gewiß, daß die „Civitas Dei“, wie sie der Kirchenvater Augustinus entworfen hat, mehr als einen Eingang bietet.

Dies alles geschah in einer Haltung, die nobel und behutsam zugleich genannt werden kann. Vielleicht kam sie aus seiner Freude am Musizieren mit Andern. Er als Bratschist hatte diesen besonderen Klang seines Instruments in sich aufgenommen, der so voll, weich, melancholisch und etwas dunkel ist. Das Streichquartett war für ihn Ausdruck des Zusammenwirkens des Besonderen und Unterschiedlichen mit dem Ziel, ein gemeinsames Werk zu schaffen. Jedes Instrument hat einen anderen Schlüssel auf dem Notenblatt und doch ist das Gemeinsame in gegenseitigem Respekt möglich. Damit gehört Wolfgang zu der großen Tradition der Juristen, die über ihr berufliches Handwerk hinaus , noch wissen, wie Musik lustvoll und mühevoll hergestellt wird, nicht nur, wie sie vertraglich vermarktet werden kann.

Angedeutet sei die ästhetische Grundlinie, die Liebe zur Schönheit, die Wolfgang Linckelmanns ganzes Tun durchzieht und ihn zu einem ständigen Entdecker von Menschen und künstlerischer Produktion in allen ihren Formen in beiden Ländern gemacht hat. Die gegenseitige Erhellung der Künste, wie sie Lessing empfahl, war ihm lieb und vertraut. Eine Kunst beherrschte er besonders. Er war ein großzügiger Gastgeber und begabter Organisator, den Improvisation nicht erschrecken konnte.

Die Regierungen Frankreichs und Deutschlands haben ihren Dank mit Verdienstorden abgestattet. Die Deutsch-Französische Gesellschaft, deren dynamischer Präsident er war, wird ihm durch entschlossenes Wirken ihren Dank ausdrücken. Eines ist gewiß, er wird aus dem Zimmer nebenan, von dem Charles Péguy spricht, alles mitverfolgen.

Rudolf Herrmann

 

Vorschau

 

Am Samstag, dem 4. Mai 2013 von 11 bis 16 Uhr präsentieren wir uns mit einem Informationsstand im Alten Rathaus anlässlich des Europatages 2013. Kommen Sie zu einem Glas Wein vorbei!

 

Am Montag, dem 6. Mai 2013, laden wir gemeinsam mit dem Wohnstift Augustinum zu einer digitalen Bilderschau mit Rals Petersen ein.

Thema: Marseille – Kulturhauptstadt Europas 2013

Marseille ist nicht nur Frankreichs älteste und zweitgrößte Stadt, sondern auch eine fazinierende Metropole am Mittelmeer. Frisch herausgeputzt präsentiert sich Marseille als eine Stadt mit vielen Gesichtern und Gegensätzen: Mal traditionell uind dörflich, mal modern und multikulturell, mit einem reichen historischen und architektonischen Erbe und vielen bekannten und unbekannten Sehenswürdigkeiten. Stationen des Bilderreise sind unter anderem der Alte Hafen, das Château d’If, Notre-Dame de la Garde, die Calanques, la Cité Radieuse von Le Corbusier und das neue Hafengebiet Euroméditerranée.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Wohnstift Augustinum, Römerstrasse 118, 53111 Bonn.

 

Am Donnerstag, dem 23. Mai 2013 findet die ordentliche Mitgliedeversammlung 2013 statt; siehe besondere Einladung.

 

Am Samsatg, dem 25. Mai 2013 wandern wir im Siebengebirge nach dem Motto „Harte Steine und sanfte Rheinromantik“. Wir trefffen uns auf dem Parkplatz bei Kloster Heisterbach 14.30 Uhr. Wir wandern auf folgender Route: Kloster Heisterbach - Weilbergsteinbruch – Stenzelberg – Einkehrhaus – Klosterruine Heisterbach (ca. 6 km).

Wir bitten um Anmeldung bis 23. Mai 2013 beim Generalsekretär.

 

Vom 9. bis 15. Juni 2013 erkunden wir anlässlich unserer Jahresexkursion das Poitou.

 

Am Sonntag, dem 7. Juli 2013 laden wir zu unserem tradtionellen Grillabend ein. Die Familie Hübschmann organisiert wieder Gegrilltes und Getränke. Alle Teilnehmer werden herzlich gebeten, das Buffet mit Salaten, Beilagen und den Nachtisch mit eigenen Köstlichkeiten zu ergänzen. Wir beginnen um 18.00 Uhr auf dem Grillplatz der Waldfreunde Bonn bei jedem Wetter, Wesselheideweg (Auf dem Hardtberg im Kottenforst).

Bitte parken Sie Ihr Fahrzeug auf den offiziellen Parkplätzen am Eingang des Fußweges zum Grillplatz.

Wir bitten um Ihre verbindliche Anmeldung und Überweisung des Kostenbeitrages von € 14,00 bis zum 29. Juni 2013.

 

A vos Casseroles

 

FARCI POITEVIN

 

Temps préparation : 35 min.

Temps cuisson : 190 min.

Difficulté : Moyenne.

 

Cette recette de farci poitevin est un régal sans égal. Cette terrine se mange froide en entrée et est d'une extraordinaire finesse. Elle est très goûteuse.

Spécialité de la région de Civray. II existe une poche à farci spéciale, sorte de grande poche en filet se fermant par une ficelle, mais on peut très bien préparer le farci en l'enveloppant dans un morceau de mousseline à beurre, ou même dans un torchon. Traditionnellement, on cuit le farci dans un pot-au-feu.

 

INGREDIENTS POUR 4 PERSONNES

- 1 chou pommé d'environ,

- 500 g de lard de poitrine maigre, demi-sel,

- 1 kg de joutes (bettes),

- 100 grammes d'oignons,

- 4 gousses d'ail,

- 250 grammes d'épinards,

- 250 grammes d'oseille,

- 1 petit bouquet de persil plat,

- 1 petite touffe d'appétit (ciboulette),

- 200 grammes de mie de pain rassis,

- 6 œufs frais,

- 2 branches de thym,

- 1 feuille de laurier,

- Poivre noir en grains du moulin,

- Sel

- Cognac.

 

Préparation et cuisson:

 

Éplucher le chou en coupant le trognon. Détacher le maximum de grandes feuilles, retirer les grosses nervures. Plonger les feuilles et le cœur du chou dans un faitout d'eau bouillante salée. Le laisser blanchir 5 minutes, puis égoutter délicatement sur un linge.

Plonger le lard dans une casserole d'eau froide, porter à frémissement en écumant, le laisser blanchir 5 minutes, égoutter, rafraîchir, couper en petits dés.

Éplucher les bettes, garder les feuilles et éventuellement quelques côtes, nettoyer. Peler les oignons et l'ail.

Trier les épinards et l'oseille, couper les queues en n'en conservant que 2 cm.

Trier et laver les herbes.

Ciseler le tout grossièrement au couteau, ainsi que le cœur du chou blanchi.

Tapisser un grand saladier avec une mousseline à beurre, en la faisant largement dépasser.

Recouvrir entièrement la mousseline avec les feuilles de chou blanchies, en les faisant se chevaucher légèrement pour ne laisser aucun interstice.

Dans un autre saladier, préparer la farce : mélanger tous les légumes ciselés avec les dés de lard, la mie de pain émiettée et légèrement humectée d'eau ou de cognac, les œufs entiers, sel et poivre.

Verser la farce sur les feuilles de chou, en tassant un peu. Rabattre les feuilles de chou sur la farce, puis la mousseline.

Ficeler en ballot. Faire bouillir de l’eau dans une casserole, y plonger le chou.

Le maintenir sous l'eau à l'aide d'une spatule pendant les 5 premières minutes, puis couvrir et laisser cuire 3 heures à petit frémissement.

Présentation:

Retirer le chou du faitout, ôter sa mousseline. Le disposer sur un plat et le couper en quartiers comme un melon. Se mange chaud ou froid.

 

Coin Littéraire

 

Le neveu de Rameau imite un violoniste

 

En même temps, il se met dans l’attitude d’un joueur de violon ; il fredonne de la voix un allegro de Locatelli, son bras droit imite le mouvement de l’archet, sa main gauche et ses doigts semble se promener sur la longueur du manche ; s’il fait un faux ton, il s’arrête, il remonte ou baisse la corde ; il la pince de l’ongle pour s’assurer si elle est juste ; il reprend le morceau où il l’a laissé. Il bat la mesure du pied, il se démène de la tête, des pieds, des mains, des bras, du corps, comme vous avez vu quelquefois, au concert spirituel, Ferrari ou Chiabran, ou quelque autre virtuose dans les mêmes convulsions, m’offrant l’image du même supplice et me causant à peu près la même peine ; car n’est-ce pas une chose pénible à voir que le tourment dans celui qui s’occupe à me peindre le plaisir ? Tirez entre cet homme et moi un rideau qui me le cache, s’il faut qu’il me montre u patient appliqué à la question. Au milieu de ses agitations et de ses cris, s’il se présentait une tenue, un de ces endroits harmonieux où l’archet se meut lentement sur plusieurs cordes à la fois, son visage prenait l’air de l’extase ; sa voix s’adoucissait, il s’écoutait avec ravissement. Il est sûr que les accords raisonnaient dans ses oreilles et dans les miennes, Puis remettant son instrument sous son bras gauche de la même main dont il le tenait, et laissant tomber sa main droite avec son archet : eh bien, me disait-il, qu’en pensez-vous ?

Denis Diderot (1713-1784), le Neveu de Rameau

 

Sonstiges

 

Am Mittwoch, dem 8. Mai 2013 um 18 Uhr wird die Ausstellung „Über Grenzen“ im Haus an der Redoute eröffnet. Mit Künstlern aus Windsor & Maidenhaid, Kortrijk und Bad Godesberg.

Einführung: Clotilde Lafont-König, Musik: Josefine Pechan und Hannah Hetgens an der Harfe.

 

* * *

 

Am Sonntag, dem 30.Juni 2013 findet im Theater des Wohnstifts Augustinum ein Duoabend statt.

Michael Dinnebier, Violine, und Angela-Charlott Bieber, Klavier, spielnen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Francis Poulenc und Ludwig van Beethoven.

Beginn des Konzertes um 18.00 Uhr.

 

* * *

 

Am Sonntag, dem 14. Juli 2013 um 17.00 Uhr lädt das Ensemble van Beethoven zu einem Konzert in der Scheune Heisterbach ein:

„Märchenhafte französische Geschichten“

Französische Musik, die Poetisches, Märchenhaftes und surrealistisches erzählt – für großes gemischtes Kammerensemble

Festprogramm zum Französischen Nationalfeiertag und dem Jubuläumsjahr „50 Jahre Elysée-Vertrag“

Programm :

Pierné : « Voyage au pays du Tendre »

Roussel : « Le marchand de sable qui passe. »

Ibert : « Le jardinier de Samos »

Ibert : « Capriccio »

Groupe des Six : « Les Mariés de la tour Eiffel »

 

In Zusammenarbeit mit dem Institut Français Bonn.

Anschließend vin d`honneur und Akkordeonmusik mit Jean Perrin.

Eintrittspreis: 14 (7) € zuggl. VVKGeb.bei Bonnticket oder 16 € (8) an der Abendkasse.

 

Mit freundlichen Grüßen

Sylvie Tyralla – Noel

Klausdieter Hübschmann

 


 

Impressum:

 

Mit dem Info – Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info – Brief erscheint nach Bedarf.

Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V., Am Gärtchen 31; 53347 Witterschlick;

Tel. : 0228 9863654 FAX: 0228 9863655

Die Gesellschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nr. 3999 eingetragen und als gemeinnützig vom FA St. Augustin anerkannt, Steuernummer 222/5733/0775.

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvie Tyralla-Noel;

Layout: Klausdieter Hübschmann

Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn, Kontonummer 6999, BLZ: 370 501 98

IBAN DE 33 3705 0198 0000 0069 99 BIC COLSDE33XXX

Die Deutsch-Französische Gesellschaft ist Mitglied der Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften für Europa (VDFG)