Der InfoBrief 2012-5 steht Ihnen auch als PDF zur Verfügung!

InfoBrief 2012-5



Nr. 2012-5

15. Dezember 2012

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde der Gesellschaft, chers amis,


 

zum Jahresende informieren wir Sie über Aktuelles aus dem Leben der Gesellschaft und legen Ihnen das Programm für die Monate Januar bis Juni 2013 vor. Wir hoffen, dass Sie wieder Interessantes finden und wir Sie zahlreich auf unseren Veranstaltungen begrüßen dürfen.

Sie werden sicherlich im Programm für das erste Halbjahr 2013 die Mitgliederversammlung vermisst haben. Wir werden sie einberufen, sobald die eingesetzte Findungskommission eine geeignete Persönlichkeit für das Amt des Präsidenten vorgeschlagen hat.

 

Ehrung

 

Unser Präsident Dr. Wolfgang Linckelmann hat das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland vom Bundespräsidenten verliehen bekommen.

Am 7. Dezember überreichte die Auszeichnung der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises und Vorsitzender des Beirates der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg, Frithjof Kühn, im Rahmen einer bewegenden Feier im Haus des Geehrten, begleitet von ausgesuchter Klaviermusik seines Freundes Dr. Wolfram Schött.

Selbstlos und von hohem Anspruch an sich selbst ist sein mehr als 40 – jähriges Engagement für die deutsch-französische Verantwortung gegenüber Europa und gegenüber der Jugend geprägt. Seine besondere Fähigkeit auf Menschen zuzugehen und zu motivieren, hervorzuheben, ist uns ein großes Anliegen. Das reiche und maßgebende Programm und die daraus erreichte Anerkennung der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg unter seinem Vorsitz, die hohe Wertschätzung seiner Leistung als langjähriger Vizepräsident der Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften für Europa (VDFG) von 2002 bis 2010, die Innovationen innerhalb des deutsch-französischen Jugendwerkes in seiner Amtszeit als stellvertretender Generalsekretär, seine internationalen Funktionen im Familienministerium und das Direktorat der Abteilung „Wohlfahrtspflege und bürgerschaftliches Engagement“, all dies sind nur einige Facetten seines nimmermüden Wirkens.

Kraft dazu gab ihm stets seine Frau Françoise, die Dr. Linckelmann als seine beste Ratgeberin bezeichnet. Dr. Linckelmann bedankte sich ausdrücklich bei seinem Vorstand und den zahlreich erschienenen persönlichen Freunden und Weggefährten. Gereon Fritz überbrachte die Glückwünsche der VDFG.

 

Foto: von links nach rechts: Karsten Fehr, Bürgermeister von Unkel; Dr. Wolfgang Linckelmann; Frithjof Kühn, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises.

Foto: Klausdieter Hübschmann

 

Partnerschaft

 

Anlässlich des Jubiläums der Unterzeichnung des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages hat die Bundesstadt Bonn mit unserer Gesellschaft eine Jahrespartnerschaft vereinbart. Diese Partnerschaft bietet unserer Gesellschaft vielfältige Synergien in der Planung und Durchführung unserer Aktivitäten. Als Auftaktveranstaltung wird unsere Matinee am 20. Januar 2013 einen besonderen Rahmen bieten.

 

Rückschau

 

Am 6. Oktober 2012 fuhren wir nach Essen zur Ausstellung „Im Farbenrausch – Munch, Matisse und die Expressionisten“ im Museum Folkwang. Wir hatten eine ausgezeichnete Führerin, die klar und verständlich die gemeinsamen Ursprünge, die Entwicklung, die gegenseitige Beeinflussung und die jeweils spezifischen gesellschaftlichen Einbindungen des Fauvismus und des Expressionismus und die Sonderstellung Edvard Munchs darstellte. Sie machte uns auf die Maltechnik aufmerksam, zeigte uns die Auslassungen (les blancs), der Hintergrund mit oder ohne Grundierung bleibt hier und da sichtbar, die Farbe ist keine Lokalfarbe, sondern Ausdruck einer Vision, alles Komponenten, die neu sind und den Betrachter von der Oberfläche des Bildes lösen und ihn zwingen, durch die Oberfläche hindurch zu schauen, seine angewohnte Betrachtungsweise zu hinterfragen und für sich neue Horizonte zu entdecken, sich mit einer neuen Ästhetik auseinanderzusetzen.

Nachmittags fuhren wir zur Gartenstadt Margarethenhöhe. Dort hatten wir eine sehr ausführliche Führung über die Gründung der Siedlung und die Ziele der Stifterin. Die Siedlung ist keine Arbeitersiedlung sondern wurde für Angestellte und Handwerker gebaut, für Familien, die heute noch als Mieter in einer Art Erbpacht dort wohnen dürfen.

 

Am 12. Oktober luden wir zu einer Weinprobe im Podium 49 ein. In der schönen Räumlichkeit des Podiums 49, ursprünglich wohl eine Weinhandlung, aber heute eher ein elitärer Raum für Kunst und Kultur, stellte uns Herr Joachim Beilfuß ausgezeichnete Weine aus dem nördlichen Rhônetal vor.

 

Am 23. Oktober 2012 trafen wir uns zum Vortrag „Frankreich nach den Wahlen – Konsequenzen für Deutschland“ von Dr. Günter Müchler im Universitätsklub.

Vor einem sachverständigen und interessierten Publikum hat der Journalist Dr. Müchler, Hörfunkdirektor bei DLF und DLRadio Kultur am 23. Oktober einen bewertenden Überblick über die gegenwärtigen Pläne und Probleme des französischen Staatspräsidenten François Hollande und seiner Regierung vor dem Hintergrund der Krise in Europa gegeben.

 

Wo stehen wir in Europa heute? Diese Frage stellt sich nicht nur regelmäßig den Akteuren der französischen Politik, sondern auch ihren Partnern in Deutschland und der EU. Die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU zeigt beides: es wurde viel erreicht, zuweilen mehr als die „Gründerväter“ in absehbarer Zeit erwartet hatten, es liegen aber noch wichtige Aufgaben vor uns und sind erhebliche Probleme zu meistern. Der Fortschritt des „europäischen Projekts“ hat immerhin so etwas wie eine europäische Innenpolitik entstehen lassen, die dabei hilft und von uns fordert, im deutsch-französischen Verhältnis mehr übereinander zu wissen und mehr als bisher gemeinsame Lösungen für gemeinsame Probleme zu suchen. Andererseits werden Struktur- und Mentalitätsunterschiede in Staat und Gesellschaft deutlicher, insbesondere unterschiedliche Baustellen und Geschwindigkeiten bei notwendigen Reformbemühungen. In der öffentlichen Debatte über Krisenbewältigung und Reformanstrengungen wird Deutschland nach wie vor häufig zu Vergleichszwecken herangezogen. In dieser Umgebung entfaltet sich die Aktion des Präsidenten und seiner Regierung.

 

Im Zentrum der Regierungstätigkeit und auch der öffentlichen Debatte stehen die Wiederherstellung der vollen Wettbewerbsfähigkeit der französischen Industrie und die Beherrschung der öffentlichen Ausgaben. Zu ersterem Thema soll Anfang November eine neue umfassende Strategie verkündet werden („Rapport Gallois“). Fast zwanghaft wird in der Diskussion nach wie vor die verhältnismäßig günstige deutsche Situation herangezogen, also die deutschen Exportüberschüsse, die noch zufrieden stellenden Wachstumsaussichten, die mit 6,5 % vergleichsweise niedrige Arbeitslosigkeit und die bisherige Widerstandskraft gegen Rezessionstendenzen. Da Hinweise auf ein angebliches „Modell Deutschland“ verständlicherweise gelegentlich zu Unmut führen und kontraproduktiv wirken können, stellen sich Besonnene die Frage: „Wie viel Deutschland verträgt Frankreich?“

Der Präsident (und vorher der Wahlkämpfer) Hollande hat sich zwar rhetorisch vom „Modell Deutschland“ abgewandt, die Zahlen sprechen aber für sich, und eine alternative motivierende Strategie ist noch nicht sichtbar, trotz Ermunterung durch andere europäische Sozialdemokraten. Das eingeleitete Zurückdrehen von Maßnahmen der Sarkozy - Administration, etwa im Bereich der Sozialversicherung, sowie der „andere Regierungsstil“ der neuen Administration sind zwar folgerichtig, werfen aber keine politische Dividende ab, wie Umfrageergebnisse zeigen (kaum noch 40 % der Befragten stimmen heute der Politik Hollandes und seiner Regierung zu).

 

Die angekündigten Maßnahmen im Bereich der Steuergesetzgebung (Stichwort „Reichensteuer“), der inneren Sicherheit (Brennpunkte Marseille und Amiens), der Energiepolitik (kaum Veränderungen im Bereich der Kernenergie) und des Erziehungswesens (Kampf dem „échec scolaire“, mehr Lehrerstellen) sind nicht alle stark umstritten, haben aber das überwiegend negative Erscheinungsbild der neuen Regierung nicht nachhaltig ändern können. Der Referent ordnete seine Beobachtungen während des Wahlkampfs und in den ersten 5 Monaten der neuen Administration in ein Vier-Phasen –Modell ein:

 

Phase 1: Leugnung der Krise, das „A-Wort“(austérité) ist verpönt, es wird eine „mystification de l’électorat“ betrieben, wie es Balzac in anderem historischen Kontext beobachtet hat.

 

Phase 2: Ende August wird „die Krise ausgerufen“, ein Kampfhaushalt 2013 mit 10 Mrd € Einsparungen und 20 Mrd € neuer Steuern wird vorgelegt. Wird er ausreichen, das Defizit-Kriterium der EU-Verträge von 3% in 2014 einzuhalten, bei Null-Wachstum in 2012 und abzusehenden 0,4 % in 2013? Krisen-Symptome: große Vermögen wandern nach Belgien und das Vereinigte Königreich aus, die Unternehmen beklagen „feindselige Stimmung“ von Regierung und Öffentlichkeit (Zitat: „wie Kuba, nur ohne Sonne“), wachsende Arbeitslosigkeit, Verschwinden der égalité aus dem republikanischen Wertebewusstsein;

 

Phase 3 sollte nun energische und tief greifende Maßnahmen zum „redressement industriel“ bringen. Vieles aus dem Rapport Gallois wird stark umstritten sein, etwa die Entlastung der Unternehmen von Soziallasten (charges familiales u.a.) und die Gegenfinanzierung durch Steuererhöhungen etwa im Bereich der Mehrwertsteuer. Auf die Unternehmen kommt ferner ein Investitionsschub im Bereich der automatisierten industriellen Fertigung zu, der wohl nicht gegen die Gewerkschaften durchgesetzt werden kann.

 

Phase 4 könnte lang erwartete Strukturreformen, etwa auf der Ebene der Gemeinden bringen; davon gibt es in Frankreich fast 36 000, mehr als in den anderen EU-Staaten zusammen.

Bei diesen „großen Sprüngen nach vorn“ müssen nicht nur die Sozialpartner, sondern muss auch die Öffentlichkeit mitgenommen werden.

 

Die auf EU-Ebene beschlossenen Maßnahmen zur Hilfe an überschuldete Staaten im Euro-Raum (Stabilitätsmechanismen, Fiskalpakt, Wachstums-maßnahmen) sind trotz anfänglicher Widerstände gesetzlich umgesetzt worden. Für die nahe Zukunft ist allerdings zu erwarten, dass Frankreich im Hinblick auf eigene Schwierigkeiten die Appelle an andere Mitgliedstaaten, besonders Deutschland zu mehr „intégration solidaire“ fortsetzen wird, also zu weiteren Schritten auf dem Weg zu solidarischem Einstehen aller für die Schulden einzelner Euro-Staaten. Dabei wird das Verständnis für das Bestreben und die Verpflichtung der Bundesregierung, auch kleinere Schritte der Garantie- und Schuldenübernahme der Kontrolle des Bundestages und des Bundesverfassungsgerichts zu unterwerfen, begrenzt bleiben. Der Referent erklärt diese Einschätzung mit dem „anderen Staatsverständnis“ Frankreichs, das das in Deutschland institutionell gefestigte Misstrauen in die Ausübung staatlicher Macht nicht kenne.

 

Ausblick für das deutsch-französische Verhältnis:

 

Von Deutschland wird erwartet, dass es Frankreich auch weiterhin als gleichberechtigten und gleichwertigen Partner auch dort behandelt, wo wirtschaftliche Ungleichgewichte zu Alleingängen einladen könnten. Ein einvernehmliches partnerschaftliches Handeln werde, so der Referent, allerdings auch davon abhängen, dass Frankreich bei weiteren Richtungsentscheidungen in der Union in geeigneten Fällen bereit sei, auch politisch unbequeme Positionen Deutschlands und anderer Euro-Staaten mit zu tragen.

 

In der Aussprache über den Vortrag fehlte es nicht an Stimmen, die das gezeichnete Bild Frankreichs für zu düster hielten und von Deutschland mehr proaktive Maßnahmen erwarteten, um die wirtschaftlichen Ungleichgewichte im Verhältnis beider Staaten abzubauen.

Klaus Unger

 

Am 6. November 2013 baten wir gemeinsam mit der Schweizerischen-Deutschen Gesellschaft und dem Colloquium Humanum zu dem gut besuchten Vortrag von Frau Prof. Dr. Ursula Reitemeyer-Witt zum Thema „Das Problem Jean-Jacques Rousseau“ in den Großen Sitzungssaal des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Die Referentin räumte mit allen Vorurteilen auf und zeichnete ein sehr klares Bild der politischen Philosophie des Genfers Aufklärers.

 

Am 16. November 2012 trafen wir uns zum jährlichen Dîner Amical im Restaurant der Bundeskunsthalle.

 

Am 23. November 2012 luden wir zum Salon Littéraire ein. Françoise Linckelmann stellte das Buch „Portrait d’un homme heureux – André Le Nôtre » von Eric Orsenna vor. Nach einer kurzen Einführung in die Biographie des Autors - Orsenna studierte Philosophie und Politologie, er ist Mitglied der Académie française seit 1998. 1983 wurde er Kulturberater des Präsidenten Mitterrand und 1985 Mitglied des Conseil d’État. 1988 bekommt er den Prix Goncourt für seinen Roman L’exposition coloniale. Fünf Jahre lang ist er Leiter der Ecole nationale du paysage in Versailles.

Nun widmete sich Françoise Linckelmann dem Werk von Eric Orsenna: Ein Buch, das alle Genregrenzen springen lässt, das weder ein Roman, noch eine historische Studie ist. Der Autor erzählt ein außergewöhnliches Leben, das André Le Nôtres, der 35 Jahre lang als Gärtner des Sonnenkönigs, 35 Jahre lang an der Darstellung der Macht des Königs, der Vision des Absolutismus, des Mythos Louis XIV. gearbeitet hat und schließlich, wenn das überhaupt möglich ist, der Freund des Königs wurde. Das Buch liest sich im Rhythmus eines Spaziergangs durch die Gärten von Versailles. « A Versailles, souvent je tends l’oreille pour retrouver une amitié, une conversation quotidienne qui dura 35 ans entre Louis XIV et Le Nôtre. Le monarque le plus puissant à qui tout doit céder, même le temps. Et l’homme de la terre, le saisonnier, celui qui reste du côté de la nature, même s’il la force comme personne avant lui. »

Eine reich gedeckte Tafel rundete den Abend ab.

 

Am 1. Dezember 2012 trafen wir uns zu unserem traditionellen Adventskaffee auf der Godesburg. Frau Straub hatte zwei junge Harfenistinnen mitgebracht, Josefine Pechan und Hannah Hetgens, die Fantasia und Choral von Johann S. Bach (1685 – 1750) (Arrangement : Josiane Straub), Adagio aus Grand Duet von John Thomas (1826 - 1913) und Tango & Rumba von Carlos Salzedo (1885 – 1961) für uns spielten. Wofür wir uns mit viel Applaus bedankten, sowie die Bitte, das Adagio von Thomas noch einmal zu spielen, was die beiden jungen Damen mit sehr viel Anmut auch taten! Irmgard Hübschmann las zwei sehr unterschiedliche Weihnachtstexte vor: Ein Gedicht von Joseph Freiherr von Eichendorf: Weihnachten und einen Prosatext von Gert Heidenreich.

 

Vorschau

 

Am Sonntag, 20. Januar 2013 laden wir zur Neujahrsmatinee ein. Unsere Matinee wird dieses Jahr auch der Auftakt der Jahrespartnerschaft sein, die die Bundesstadt Bonn im Rahmen des Frankreichjahrs mit der DFG Bonn und Rhein-Sieg geschlossen hat. Das diesjährige Thema lautet „Paris im 18. Jahrhundert – Verführung und Aufruhr“. Es werden Texte von Voltaire, Diderot, Sophie de La Roche, Seume, Arndt u. a. vorgelesen.

Die Veranstaltung findet im Gemeindesaal der Erlöserkirche, Kronprinzenstrasse 31 in Bad Godesberg um 10.30 Uhr statt. Wir bitten um Ihre verbindliche Anmeldung beim Generalsekretär und Überweisung des Kostenbeitrags von 10,00 € auf das Konto der Gesellschaft bis zum 14. Januar 2013. Siehe besondere Einladung!

 

Am Dienstag, 22. Januar 2013 findet das Finale des Debattierwettbewerbs 2012/2013 statt. Schülerinnen und Schüler debattieren in französischer Sprache zu aktuellen Themen. Eine Jury ermittelt den/die Sieger/-in des Wettbewerbs. Die Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Institut Français Bonn findet im Haus der Geschichte, Willy-Brandt-Allee 14, um 14 Uhr statt.

 

Am Mittwoch, 23. Januar 2013 laden wir zu einer Ausstellung und einer Podiumsdiskussion mit Gérard Foussier und Siebo Janssen ein, zum Thema: 50 JAHRE ÉLYSÉE-VERTRAG – 50 JAHRE DEUTSCH-FRANZÖSISCHE FREUNDSCHAFT: NUR GRUND ZUR FREUDE? Moderation: Jochen Leyhe. Die Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Clara-Schumann-Gymnasium, der Konrad-Adenauer-Stiftung und Europedirect Köln findet in der Aula des Clara-Schumann-Gymnasiums, Loestrasse 14, in 53113 Bonn, um 19 Uhr statt.

 

Am Freitag, 1. Februar 2013 treffen wir uns zu einem neuen Salon Littéraire. Jutta Menzel nous présentera le nouveau roman de l’enfant terrible de la littérature française, Michel Houellebecq, « La carte et le territoire ».

Si Jed Martin, le personnage principal de ce roman, devait vous en raconter l’histoire, il commencerait peut-être par vous parler d’une panne de chauffe-eau, un certain 15 décembre. Ou de son père, architecte connu et engagé, avec qui il passa seul de nombreux réveillons de Noël. Il évoquerait certainement Olga, une très jolie Russe rencontrée au début de sa carrière. Il parlerait de ses portraits de personnalités de tous milieux (dont l’écrivain Michel Houellebecq), saisis dans l’exercice de leur profession. Il devrait dire aussi comment il aida le commissaire Jasselin à élucider une atroce affaire criminelle dont la terrifiante mise en scène marqua durablement les équipes de police…

Rendez-vous à 19 heures 30 chez nos amis Crampen, Drachenfelsstr.31 à 53343 Wachtberg-Niederbachem.

 

Am Montag, 11. Februar 2013 beteiligen wir uns am Bonner Rosenmontagsumzug! Wir (l’Union des Français à l’étranger, der Deutsch-Französische Chor Bonn, das Institut Français und die DFG) haben einen tollen Motivwagen zum Motto „Deutsch-Französische Freundschaft“. Charles de Gaulle und Konrad Adenauer reichen sich die Hände. Wir gehen kostümiert mit einer blau-weiß-roten und gold-rot-schwarzen Tunika oder einem T-Shirt mit einem deutsch-französischen Herzen oder weiß mit einer Kokarde und einer Jakobinermütze. Es kostet Sie 20 € pro Familie um die Kamellenkosten mit zu tragen und ein paar Euro für das Kostüm. Wenn Sie mitgehen möchten, melden Sie sich schnellstens bei Frau Tyralla-Noel, die Ihnen gern mehr Informationen geben wird.

 

 

Am Dienstag, 5. März 2013 besuchen wir die Ausstellung „Lichtgestöber. Der Winter im Impressionismus“ im Arp-Museum Rolandseck. Wir haben eine anderthalbstündige Führung bestellt.

Wir treffen uns um 10.45 Uhr vor dem Museum. Wir bitten um Ihre verbindliche Anmeldung beim Generalsekretär und Überweisung des Kostenbeitrags von 11 € auf das Konto der Gesellschaft bis 28.02.2013

Nach dem Besuch des Museums besteht die Möglichkeit im Restaurant „Bellevuechen“ Bonner Straße 68, 53424 Remagen, das Mittagessen einzunehmen. Interessierte vermerken ihre Teilnahme bei der Anmeldung zur Führung.

 

Am Montag, 25. März 2013 treffen wir uns zum ersten Mal zu einem internationalen Clubabend im Oxford-Club ab 19.00 Uhr. Der Clubabend wird künftig an jedem 4. Montag im Monat stattfinden. Eingeladen sind die Mitglieder aller bilateralen Gesellschaften in Bonn und Rhein-Sieg. Kosten nach individuellem Verzehr vor Ort zahlbar. Der Oxfordclub befindet sich in der Adenauerallee 7 in 53111 Bonn.

Bitte im Kalender vormerken!

 

Am Sonntag, 14. April 2013, planen wir – zusammen mit der DFG Köln - einen Opernbesuch in Brüssel. Zur Aufführung kommt Pelléas et Mélisande von Claude Debussy im Théâtre de la Monnaie um 15.00 Uhr in französischer Sprache. Die Kosten betragen je nach Kategorie: € 115; € 86; € 76; € 47; € 22 und € 10. Die Kosten für die Fahrt im Bus betragen € 35. Da die Karten 8 Wochen im Voraus bestellt werden müssen, bitten wir um Ihre verbindliche Bestellung beim Generalsekretär und Überweisung der Kosten für die Eintrittskarten und die Fahrtkosten in einer Summe bis 8. Februar 2013. Wir planen so rechtzeitig in Bonn abzufahren, dass wir in Brüssel das Mittagessen einnehmen können. Die Rückfahrt ist unmittelbar nach dem Ende der Vorstellung vorgesehen.

* * * *

 

„Vielfalt des Poitou“

(Vorläufiger) Vorschlag für eine Exkursion in das Poitou mit Ausklang in der Touraine

 

vom Sonntag, dem 9. Juni bis Samstag, dem 15. Juni 2013

Sonntag, den 9. Juni

8 h Abfahrt Bonn und Fahrt (mit großem, modernem Bus) nach Poitiers; Ankunft 19 h; Abendessen im Restaurant “Le Poitevin“; Übernachtung im „Hôtel de l’Europe“***

Montag, den 10. Juni

Stadtbesichtigung von Poitiers mit Église Notre Dame la Grande, la Cathédrale St. Pierre und Saint Hilaire le Grand; am Nachmittag evt. Informationsbesuch in Nouaillé-Maupertuis bzw. Villedieu du Clain (Partnerschaft mit Wachtberg) oder Besuch der Benediktiner-Abtei Ligugé; Rückfahrt nach Poitiers und Übernachtung in Poitiers wie am 9. 6.

Dienstag, den 11. Juni

Vormittags Besuch des Museums ‚Sainte Croix“ mit archäologischen Funden aus der Region und Kunstwerken vom 14. bis zum 20. Jahrhundert (insbesondere einer Sammlung von Werken Camille Claudels). Am frühen Nachmittag Weinprobe im Weingut „Ampelidae“ (Marigny-Brizay nördlich von Poitiers; biologisch produzierte Weine des Haut-Poitou). Danach Fahrt zum Parc du Futuroscope. Besichtigung mit „La Vienne dynamique“ und futuristischen Spektakeln wie „Cyberworld“, le Petit Prince in 4 Dimensionen und dgl. je nach Geschmack. Übernachtung im „Ibis-Futuroscope“.

Mittwoch, den 12. Juni

Fahrt vom Parc du Futuroscope nach Niort (Stadtspaziergang). Weiterfahrt nach Coulon, Bootsfahrt durch den Marais Poitevin („marais mouillé“) mit Führung und Informationen über Umweltaspekte dieser Landschaft. Abendessen in Coulon (Hotel-Restaurant „Le Central“). Übernachtung in Coulon ( „Le Central“ und „Hotel au Marais“).

Donnerstag, den 13. Juni

Fahrt von Coulon nach Melle: (Saint Hilaire und Museum zu den Silberminen aus fränkischer Zeit); von Melle zur Hügelgrabanlage in Bougon. Weiterfahrt nach Curzay-sur Vonne zum Musée du Vitrail; dann nach Chauvigny (Spaziergang zur Collégiale Saint Pierre und zum Donjon de Gouzon). Abendessen und Übernachtung in Chauvigny (Hotel „Lion d’Or“).

Freitag, den 14. Juni

Fahrt von Chauvigny nach Saint Savin zur dortigen Abtei (Fresken). Von dort nach Angles sur Anglin (Spaziergang durch das malerische Dorf mit Schlossruinen). Weiterfahrt nach Azay-le-Rideau mit Besichtigung des Schlosses am Nachmittag. Weinprobe mit Weinen der Touraine. Abendessen und Übernachtung im Hotel „Des Châteaux“.

Samstag, den 15. Juni

Rückfahrt von Azay-le-Rideau nach Bonn: Ankunft in Bonn bis 22 h.

Die Kosten werden bei einer Kalkulation von 26 Mitreisenden voraussichtlich 675 € pro Person im DZ betragen (EZ-Zuschlag 140 €) und beinhalten: Busfahrt, vier Übernachtungen mit Abendessen, zwei Übernachtungen nur mit Frühstück; alle Eintrittspreise und Führungen für die Gruppe sowie die Bootsfahrt in Coulon. Verbindliche Anmeldung bitte schriftlich oder per e-mail bis 26. Januar 2013 an: Burkart Beilfuß. Kasseler Weg 36, 53639 Königswinter;

e-mail: burkart.beilfuss@t-online.de

Mit der Anmeldung wird eine Anzahlung in Höhe von 200 € pro Person fällig; der Rest ist spätestens bis zum 30. April zu zahlen. Alle Zahlungen bitte auf das Konto der DFG Nr. 6999 bei der Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98).Verwendungszweck:“ Poitou“

 

Sponsorensuche

 

„Die spontane Spende fällt mir leicht, weil ich es als eines der wirklich großen Ereignisse empfinde, dass Frankreich und Deutschland in Freundschaft zusammengekommen sind“. So reagiert ein prominenter Bonner Spender auf die Bemühungen, Sponsoren für den Kongress der Deutsch-Französischen Gesellschaften aus Deutschland und Frankreich im September 2013 zu finden. Doch dies ist jetzt - Anfang Dezember - die erste positive Antwort auf etwa 40 Anfragen, die ich im Auftrag des Vorstands in den letzten vier Wochen auf den Weg gebracht habe.

Ich appelliere daher an die Mitglieder, selbst auch zu einer einmaligen und zusätzlichen Spende bereit zu sein. Auch Hinweise auf Unternehmen oder Personen, die wegen Ihres besonderen Frankreichbezugs angesprochen werden könnten, sind mir willkommen. Wie Sie wissen, kann die Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg steuerwirksame Spendenquittungen ausstellen. Die Bankverbindung ist: Sparkasse KölnBonn Konto 6999, BLZ 37050198.

Ich ende mit dem Satz, mit dem ich auch das Schreiben zur Sponsorenwerbung beende: „Die wunderbare deutsch-französische Verständigung und Zusammenarbeit hat unser wie auch Ihr Engagement verdient. Das 50jährige Jubiläum des Elysée-vertrages gerade in Bonn zu feiern, ist ein Zeichen, das nicht nur der Geschichte, sondern auch der Bedeutung unserer Stadt und Region gerecht werden soll.“

 

Dr. Hermann Müller-Solger

Henri-Spaak-Straße 47

53347 Alfter

Tel: 0228 646248

Email: hermann@ms-site.de

 

Verschiedenes

 

Die Gesellschaft für Internationalen Kulturaustausch lädt zu einem Vortrag von Dr. Ekkehart Gabelmann zum Thema „Deutsche Entwicklungsarbeit“ im Haus der Ev. Kirche, An der Evangelischen Kirche 6, Bonn, am 19. Februar 2013 um 19.30 Uhr, ein. Eintritt frei

 

A vos casseroles

 

Bûche de Noël au caramel salé

 

150 g de beurre salé

150 g de sucre

100 g de beurre doux

1 cuil. à soupe de crème fraîche

100g de mascarpone

Pour le biscuit :

6 œufs

180 g de sucre

100g de farine

30 g de noisettes en poudre

10 cl de sirop de sucre de canne

10 cl de chartreuse ou autre liqueur

Sel

Pour la finition :

150 g de sucre glace

50 g de beurre mou

3 cuil. à soupe de jus d’orange sanguine

Petits sujets en sucre (champignons, etc.)

 

Préchauffer le four à 200°, tapisser la plaque du four d’une feuille de papier sulfurisé anti adhérent (30x40 cm).

Préparer le biscuit : séparer les jaunes d’œufs des blancs. Dans une jatte fouetter les jaunes et le sucre jusqu’à ce que le mélange blanchisse puis ajouter la farine et les noisettes. Battre les blancs en neige très ferme avec une pincée de sel et mélanger délicatement à la pâte. Etaler sur le papier sulfurisé et enfourner pour 10 min.

Dans une casserole mettre le beurre salé, 150 g de sucre et une cuillerée à soupe d’eau, laisser caraméliser sur feu vif. Hors du feu ajouter la crème fraîche. Laisser tiédir.

Sortir le biscuit du four et le retourner sur un torchon humide, enlever le papier sulfurisé puis couvrir d’un autre torchon humide, réserver.

Ajouter au beurre caramélisé tiède le beurre doux coupé en parcelles en remuant jusqu’à ce qu’il soit fondu, puis le mascarpone. Remuer au fouet à main et laisser raffermir au frais.

Réunir la chartreuse et le sirop de canne. Découvrir le biscuit, le badigeonner de sirop à l’aide d’un pinceau. Etaler dessus la crème au mascarpone avec une spatule puis enrouler le biscuit sur lui-même. L’emballer de papier-film et mettre au réfrigérateur pour 12 heures.

Passé ce temps, préparer la finition : malaxer le beurre mou avec le sucre glace. Incorporer le jus d’orange. Déballer la bûche et la recouvrir de beurre à l’orange en plusieurs couches (attendre un peu entre chaque couche), puis tracer des rayures avec les dents d’une fourchette.

Décorer avec des petits sujets de Noël et remettre au frais jusqu’au moment de servir.

 

Coin littéraire

 

Denis Diderot :

Regrets sur ma vieille robe de chambre

ou

Avis à ceux qui ont plus de goût que de fortune

Pourquoi ne l’avoir pas gardée ? Elle était faite pour moi ; j’étais fait à elle. Elle moulait tous les plis de mon corps sans le gêner ; j’étais pittoresque et beau. L’autre (cadeau de madame de Geoffrin), raide, empesée, me mannequine. Il n’y avait aucun besoin auquel sa complaisance ne se prêtât ; car l’indigence est presque toujours officieuse. Un livre était-il couvert de poussière, un de ses pans s’offrait pour l’essuyer. L’encre épaisse refusait-elle de couler de ma plume, elle présentait le flanc. On y voyait tracés en longues raies noires les fréquents servies qu’elle m’avait rendus. Ces longues raies annonçaient le littérateur, l’écrivain, l’homme qui travaille. A présent, j’ai l’air d’un riche fainéant ; on ne sait qui je suis.

Sous son abris, je ne redoutais ni la maladresse d’un valet, ni la mienne, ni les éclats du feu, ni la chute de l’eau. J’étais le maître absolu de ma vieille robe de chambre ; je suis devenu l’esclave de la nouvelle.

Je ne pleure pas, je ne soupire pas ; mais à chaque instant je dis : Maudit soit celui qui inventa l’art de donner du prix à l’étoffe commune, en la teignant en écarlate ! Maudit soit le précieux vêtement que je révère ! Où est mon ancien, mon humble, mon commode lambeau de calemande (étoffe commune au 18ème siècle) ?

Mes amis, gardez vos vieux amis. Mes amis, craignez l’atteinte de la richesse. Que mon exemple vous instruise. La pauvreté a ses franchises ; l’opulence a sa gêne.

Ma vieille robe de chambre était une avec les autres guenilles qui m’environnaient. Une chaise de paille, une table de bois, une tapisserie de Bergame, une planche de sapin qui soutenait quelques livres, quelques estampes enfumées, sans bordure, clouées par les angles sur cette tapisserie ; entre ces estampes trois ou quatre plâtres suspendus, formaient avec ma vieille robe de chambre l’indigence la plus harmonieuse.

Tout est désaccordé. Plus d’ensemble, plus d’unité, plus de beauté.

[…]

Non, mon ami, non ; je se suis point corrompu. Ma porte s’ouvre toujours au besoin qui s’adresse à moi ; il me trouve la même affabilité. Je l’écoute, je le conseille, je le secours, je le plains. Mon âme ne s’est point endurcie ; ma tête ne s’est point relevée. Mon dos est bon et rond, comme ci-devant. C’est le même ton de franchise ; c’est la même sensibilité. Mon luxe est de fraîche date et le poison n’a point encore agi. Mais avec le temps, qui sait ce qui peut arriver ?

(Cette robe de chambre avait été donnée à Diderot par Mme de Geoffrin. Il en est vêtu sur le portrait de Van Loo.)

 

 

Wir wünschen Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2013 und verbleiben mit freundlichen Grüßen

 

Sylvie Tyralla-Noel

Klausdieter Hübschmann

 


 

Impressum:

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V., Am Gärtchen 31; 53347 Witterschlick;

Tel. : 0228 9863654 FAX: 0228 9863655

Die Gesellschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nr. 3999 eingetragen und als gemeinnützig vom FA St. Augustin anerkannt, Steuernummer 222/5733/0775.

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt:

Sylvie Tyralla-Noel; E-Mail: tyralla-noel@web.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn, Kontonummer 6999, BLZ: 370 501 98

Die Deutsch-Französische Gesellschaft ist Mitglied der Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften für Europa (VDFG)