InfoBrief 2012-3



Nr. 2012-3

15. August 2012

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, chers amis,


über Aktuelles aus dem Leben der Gesellschaft und das neue Programm für die kommenden Monate informiert Sie dieser INFO – Brief.

 

Rückschau

 

Am 19. Mai 2012 wanderten bei schönstem Wetter einige Wackere durch das Gerolsteiner Land. Zunächst erblickten wir - nach einer gemütlichen Bahnfahrt - unser Ziel von unten, die Gerolsteiner Dolomitenfelsen. Es ging an der Kyll entlang zur Helenenquelle und von dort zu den Ausgrabungen der römischen „Villa Sarabodis“, die entdeckt wurde, als die Erlöserkirche (Einweihung 1913 in Anwesenheit Kaiser Wilhelms II.) gebaut wurde. Nach einem steilen Anstieg durch verschiedene Felsformationen (Dolomitenfelsen und Lavaströme) entlang der Munterley erreichten wir das Plateau und konnten den schönen Blick auf Gerolstein genießen und uns etwas ausruhen! Dann ging es weiter zur Buchenlochhöhle, in der während der und zwischen den Eiszeiten Menschen (Neandertaler) und Tiere Zuflucht suchten, und von dort zur Papenkaule, einem der vielen Krater auf der Munterley. Nach einer Mittagspause auf einer schönen Wiese gingen wir zu der keltisch-römischen Kultstätte, Judde-Kirchhof genannt, wo man die Fundamente eines Weihetempels der Göttin Caiva sehen kann. An der Kasselburg vorbei stiegen wir herunter zum Tal und kamen genau rechtzeitig am Bahnhof an, wo der Zug schon auf uns „wartete“.

 

aus Wikipedia

 

Vom 3. bis zum 9.Juni 2012 fuhren wir nach Lyon. (Bericht im nächsten Info-Brief)

 

Am 29. Juni 2012 luden wir zum traditionellen Grill-Abend auf dem Grillplatz der „Waldfreunde“ ein. Familie Hübschmann hatte für Fleisch, Getränke und Grillmeister gesorgt, die Teilnehmer für pikante Salate, süße Nachspeisen sowie Durst und Hunger. Das Ergebnis war ein fröhliches und vergnügtes Beisammensein. Vielen Dank an alle, die mitgeholfen und mitgewirkt haben!

 

Vorschau

 

 

Am Mittwoch, 5. September 2012 laden wir zum Bürgerfest der Stadt Bonn zur Eröffnung des Frankreichjahrs ein. Sie erinnern sich, dass am 5. September 1962 der französische Präsident, Charles de Gaulle, eine viel beachtete Rede an die Bonner Bürger auf der Rathaustreppe hielt. Vielleicht waren Sie dabei! Besuchen Sie unseren Stand auf dem Markt und bringen Sie auf einem DIN A4 Bogen, ein Bild, eine Zeichnung, einen Text zum Thema „meine schönsten Frankreicherlebnisse“ mit und heften Sie es an die vorbereitete Wand. Gegen 15 Uhr werden der deutsche und der französische Außenminister, Guido Westerwelle und Laurent Fabius, über den Platz gehen.

 

Der 57. Deutsch-Französische Kongress der VDFG und der FAFA findet von Donnerstag, dem 27. bis Sonntag, dem 30.September 2012 in Nancy statt.

 

Am Sonnabend, 6. Oktober 2012 fahren wir mit dem Bus nach Essen. Dort besichtigen wir vormittags die Ausstellung „Im Rausch der Farben“ im Museum Folkwang und nachmittags die Gartenstadt „Margarethenhöhe“, jeweils mit einer Führung.

Das Museum Folkwang widmet einem der spannendsten Kapitel der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts eine einzigartige Ausstellung. Sie stellt erstmals die „Fauves“, die sogenannten Wilden in der französischen Kunst – Henri Matisse, André Derain, Maurice de Vlaminck –, den Norweger Edvard Munch und die jungen deutschen und russischen Expressionisten wie Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und Franz Marc einander gegenüber. Die Fauves vollzogen eine grundlegende Neuerung, sie definierten in ihren Bildern das Verhältnis zwischen Natur und Kunst neu und ließen den Bildraum aus dem kraftvollen Zusammenwirken der Farben entstehen.

Die Künstler in Deutschland verfolgten aufmerksam die neue Malerei in Frankreich und machten sie zum Ausgangspunkt ihrer eigenen revolutionären Entwicklung. Auch Edvard Munch kam hierbei eine zentrale Rolle zu.

Hartwig Fischer, Direktor des Museum Folkwang: „Mit der Ausstellung führen wir die Arbeit Karl Ernst Osthaus’ fort, der ab 1906 Werke der Fauves, der Expressionisten und Edvard Munchs zeigte und für die Sammlung erwarb. Diese frühe Förderung durch das Museum Folkwang mündet jetzt in der Ausstellung Im Farbenrausch – Munch, Matisse und die Expressionisten, in der wir anhand von Schlüsselwerken die besondere Rolle des Fauvismus aufzeigen. Sie erschließt eine für die künstlerische Entwicklung in Frankreich und vor allem Deutschland prägende Epoche neu. Dabei kann das Museum Folkwang wichtige Werke aus der eigenen Sammlung in das Projekt einbringen.“

(Museum Folkwang)

Die Gartenstadt Margarethenhöhe, benannt nach der Stifterin Margarethe Krupp, galt schon während ihrer Entstehungszeit zwischen 1909 und 1920 als Paradebeispiel einer zweckmäßigen und zugleich menschenfreundlichen Siedlungsbauweise. Noch heute üben die Häuser, von denen kaum eines dem anderen gleicht, nicht nur auf architektonisch Interessierte eine starke Anziehungskraft aus. Geschwungene Giebel und Laubengänge, Erker, Holzfensterläden und Natursteinsockel prägen den liebenswerten Gesamteindruck. Für einen Blick hinter die Fassaden wurde in der Stensstraße eine Museumswohnung eingerichtet. (Stiftung Ruhr Museum)

Wir haben außerdem ein Buffet (Vorspeise, Hauptgang, Nachtisch und einen Soft-Drink) im Hirschland-Saal des Museums bestellt, Kosten: 20 €.

Wir bitten um Ihre Anmeldung beim Generalsekretär bis zum 2. Oktober 2012, Ihre verbindliche Zusage

zur Teilnahme am Buffet und Ihre Überweisung des

 

Kostenbeitrages für Fahrt und Führungen von 40 €. Da die Teilnehmerzahl auf 20 Personen begrenzt ist, entscheidet der Eingang der Anmeldung.

Die Kosten von 20 € für das Buffet sind vor Ort zu zahlen

Abfahrt: 8.30 Uhr auf der Rigal’schen Wiese in Bad Godesberg; Rückfahrt: ca. 18 Uhr.

 

Am Freitag, 12. Oktober 2012 laden wir zu einer Weinprobe ein. Herr Beilfuß Junior wird uns Weine aus dem nördlichen Rhônetal vorstellen.

Das Klima des nördlichen Rhônetals stellt eine Mischung kontinentaler und mediterraner

Einflüsse dar. Die Sommer sind heiß und trocken, lediglich Gewitter bringen Niederschläge. Das Mikroklima der Côte-Rôtie, des Hermitage und des Saint Joseph besitzt zwei Besonderheiten: Bedingt durch den Verlauf der Rhône von Nordosten nach Südwesten besitzt sie eine ganze Reihe amphitheaterartig nach Süden ausgerichteter Lagen. Ein regelmäßig auftretender lokaler Nordwind, die „Bise“, schützt die Reben jedoch vor zu großer Hitze.

Die Veranstaltung findet im Podium 49, Schlossstrasse 49 in 53115 Bonn statt und beginnt um 19.30 Uhr.

Wir bitten um Ihre Anmeldung beim Generalsekretär und Überweisung des Kostenbeitrages von 15 € bis zum 8. Oktober 2012.

 

Hinweise

 

Alkoholtestgeräte werden zur Pflicht in Frankreich

Seit dem 1. Juli 2012 ist für alle Personen das Mitführen eines Alkoholtestgerätes gesetzlich vorgeschrieben, die auf Frankreichs Straßen und Autobahnen ein Fahrzeug führen.

Nach einer Übergangszeit wird ab 1.11.2012 ein Bußgeld von 11 Euro fällig, wenn bei Kontrollen das Testgerät nicht vorgewiesen werden wird. Das Gerät kann u. a. an allen Tankstellen in Frankreich erworben werden.

 

Zur französischsprachigen Eröffnungspremiere der 43. Spielzeit des E U R O THEATER CENTRAL

lädt die Direktion am Donnerstag, dem 6. oder Freitag dem 7. September 2012 zu dem Stück von Molière ein:

Le malade imaginaire

Kartenreservierungen bis 2.9.2012 in der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen unter 0228 652951 von montags bis freitags von 16 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 13 Uhr.

 

A vos casseroles

 

Clafoutis aux reines-claudes

Ingrédients :

1 kg de reines-claudes bien mûres

125 g de farine

80 g de sucre

4 œufs

0,5 l de lait environ

 

Préparation :

Préchauffer le four à 210°. Dénoyauter les reines-claudes. Les mettre dans un plat à gratin beurré.

Mélanger les autres ingrédients dans une jatte. La préparation doit avoir la consistance d’une pâte à crêpes. Verser sur les prunes, mettre au four pendant environ 45 minutes. Servir tiède.

 

Coin littéraire

 

Jean-Jacques Rousseau (1712-1778)

 

Maurice Quentin de La Tour (1704–1788)

 

Fragments sur la liberté (1753 ?)

Une des plus grandes chimères de la philosophie est d’avoir voulu chercher quelque forme de gouvernement dans laquelle par la seule force des lois les citoyens pussent être libres et vertueux. Ce n’est que dans la vie solitaire qu’on peut trouver la liberté et l’innocence, et l’on doit tenir pour certain que l’époque du premier établissement des sociétés a été celle de la naissance du crime et de l’esclavage. Depuis que le monde a des maîtres, la corruption est devenue générale ainsi que la servitude, et c’est celle-ci qui a amené l’autre.

C’est donc une chose bien terrible que dans quelque recoin de la terre qu’un homme veuille se réfugier contre l’oppression, il aperçoive partout au-dessus de sa tête une main menaçante toujours prête à l’écraser.

Il n’est plus de région où ce ne soit un crime d’oser réclamer les droits de la nature, et il n’est permis d’être homme nulle part. Sans doute nos tyrans ont raison de couvrir ainsi tout l’univers de leurs chaînes. S’il restait un seul désert où l’on put être libre impunément, il deviendrait bientôt la patrie du genre humain et c’est alors que l’on verrait à la honte de tous nos législateurs, que leurs lois ont pu faire quelques hypocrites, mais qu’il n’y a que celles de la nature qui fassent des gens de bien.

Ecoutez raisonner nos politiques. Ils n’ont en vue que la défense et l’avantage des peuples ; voyez-les agir, ils ne travaillent qu’à leur oppression. Qui défendrait,

disent-ils, les faibles s’ils n’étaient protégés par le souverain ; et c’est contre le souverain seul qu’ils ont besoin de protection. Qui garantirait les peuples de l’invasion des ennemis, et quel ennemi leur a jamais fait tant de mal que leur maître. Ils font, disent-ils, observer la justice et toute leur conduite n’est qu’injustice, violence et cruauté. Ils font semblant de nous défendre de mal faire et nous empêchent réellement de faire le bien. Pour maintenir la paix entre leurs sujets, ils leur font une guerre continuelle et les détruisent à force de les protéger. Je leur conseille de ne plus se servir de toutes ces maximes ridicules dont ils croient bercer la bêtise des peuples. Il y a longtemps que personne n’en est la dupe. Tous les sujets tremblent à la moindre déclaration du prince en leur faveur, et ils se sentent perdus aussitôt qu’il parle de leur faire quelque bien.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Sylvie Tyralla-Noel

Klausdieter Hübschmann

 


 

Impressum:

 

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V., Am Gärtchen 31; 53347 Witterschlick;

Tel. : 0228 9863654 FAX: 0228 9863655

Die Gesellschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nr. 3999 eingetragen und als gemeinnützig vom FA St. Augustin anerkannt, Steuernummer 222/5733/0775.

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt:

Sylvie Tyralla-Noel; Dr. Wolfgang Linckelmann E-Mail: wf.linckelmann@t-online.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn, Kontonummer 6999, BLZ: 370 501 98

Die Deutsch-Französische Gesellschaft ist Mitglied der Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften für Europa (VDFG)

 

Foto: Hübschmann