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InfoBrief 2012-1



Nr. 2012-1

01. Februar 2012

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, chers amis,


 

mit diesem ersten INFO - Brief im neuen Jahr berichtet Ihnen der Vorstand über Neuigkeiten aus dem Leben der Gesellschaft

 

Rückschau

 

Am 21. Oktober 2011 trafen wir uns im Sankt Anno – Parkrestaurant zu unserem traditionellen Dîner Amical.

 

Am 26. Oktober 2011 luden wir zu einem Vortrag von Johannes Kindler zum Thema: „Nach der Energiewende in Deutschland – Wie geht es weiter mit Frankreich und Europa?“ Sein hochkompetenter Vortrag traf auf ein interessiertes Publikum aus den Mitgliedern und Freunden der Deutsch-Französischen Gesellschaft und des Colloquium Humanum Bonn. Johannes Kindler bewertete die Risiken des Atomausstiegs bis 2022 als beherrschbar, die Energieversorgung sei gesichert, notfalls durch weitere Importe aus dem Ausland, z.B. aus Österreich. Erforderlich sei ein schneller Ausbau der Netze mit einem sehr hohen Investitionsbedarf, geprüft werde auch die parallele Nutzung von Oberleitungen der Bahntrassen. Um den Sorgen der Nachbarn, insbesondere Frankreich, Polen und Tschechien zu begegnen, sei eine verstärkte bilaterale und europäische Zusammenarbeit notwendig. Auch in Frankreich habe ein Umdenken von der beherrschenden Atomkraft zur Entwicklung von erneuerbaren Energien begonnen. Bisher war Deutschland im europäischen Energieverbund Nettoexporteur, ob das Verhältnis sich jetzt umkehre und Deutschland mehr Energie aus dem Ausland importieren müsse, könne erst nach einer längeren Beobachtungszeit gesagt werden. Dem Vortrag folgte eine rege, fast einstündige Diskussion, der sich Johannes Kindler mit Engagement stellte.

 

Am 29. Oktober 2011 fuhren wir mit der DFG Köln nach Lüttich und besichtigten dort den neu gestaltete Museumskomplex „Le Grand Curtius“ besichtigten. Das Museum besitzt eine reichhaltige Sammlung antiker, religiöser und maasländischer Kunst von der Römerzeit bis ins hohe Mittelalter. Dieser Sammlung galt unsere besondere Aufmerksamkeit. Besonders hervorragend:

Die gallo-römische Vase von Jupille mit den sieben Köpfen, von denen nicht genau bekannt ist, was sie darstellen, Götter oder Himmelskörper, das Evangeliar von Notger und die Madonna von Dom Rupert. Nachmittags trafen wir uns in der Kirche St. Barthélemy, um uns das berühmte Taufbecken von Reiner von Huy erklären zu lassen. Danach fuhren wir zu dem 2009 fertig gestellten Guillemins-Bahnhof, ein Meisterwerk aus Glas und Weißbeton des spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava.

 

Am 10. November 2011 luden wir zu einer Table Ronde mit Dr. Angelika Schwall-Düren, Ministerin für Bundes-angelegenheiten, Europa und Medien, Jerzy Kranz, ehemaligem polnischem Botschafter, Prof. Jérôme Vaillant, Universität Lille, und Gert Kolbe, Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung, als Moderator. Das Thema war: Politische Impulse und praktische Auswirkung des Weimarer Dreiecks. Es lohnt sich, nach 20 Jahren nachzuspüren, was aus den hehren Absichten der Außenminister Frankreichs, Polens und Deutschlands damals im August 1991 in Weimar geworden ist. Die unmittelbaren Ziele von 1991, die Einbettung Polens in die NATO und der Eintritt Polens in die Europäische Union sind inzwischen erreicht; aber war das Alles, wurde gefragt. Professor Vaillant wies daraufhin, dass das Dreieck nicht nur als “vertrauensbildende Maßnahme“, sondern auch als Katharsis der deutsch-französischen Beziehungen zu verstehen ist. Die Gleichwertigkeit der Drei in Zukunftsfragen wird durch die Umsetzung der Ausgangsintention erreicht, „Grundlagen für Treffen zu schaffen, die dem Aufbau Europas nutzen“(Außenminister Roland Dumas). Neben dem Bogen zwischen Paris, Berlin und Warschau ist jedoch auch an das Dreieck Deutschland, Polen und Russland zu denken, mahnte Professor Kranz an.

Auf diesem Hintergrund erinnerten die Diskutanten nicht nur an einzelne missglückte Kooperationsmöglichkeiten (z.B. Ostseepipeline, Libyen), sondern loteten auch die Zukunft anhand von zwei anstehenden Problemen aus: der Beitritt Polens in die Eurozone, was mehr Ordnung in der Eurozone voraussetze, und die weitere Sicherheitspolitik der Drei. Professor Kranz trat vehement für die Schaffung eines gemeinsamen militärischen Hauptquartiers in Europa als Ausdruck einer „ Sicherheitspolitik in geteilter Souveränität“ ein.

Frau Ministerin Schwall-Düren hob im Einklang mit den anderen Gesprächsteilnehmern die Notwendigkeit vieler, auch kleiner Schritte hervor. Sie konnte darauf verweisen, dass die Bürger in den drei Ländern schon verstanden hätten, dass sie das Fundament der offiziellen Ebene seien. Die Partnerschaften von NRW, Oberschlesien und Nord-Pas de Calais sowie von Brandenburg, Ile de France und Masowien funktionieren und zeigen überdies, dass die nicht-gesamtstaatlichen Gesprächsebenen und die zivilgesellschaftlichen Verbindungen immer wichtiger werden. Sie empfahl, nicht auf Sterne zu warten, sondern Impulsthemen zu setzen.

 

Die anschließende Diskussion befasste sich in großer Lebhaftigkeit mit den sicherheitspolitischen Aussagen und auch mit den Aufgaben der zivilgesellschaftlichen Akteure. (Rudolf Herrmann)

 

Am 18. und 19. November 2011 fuhren wir mit 61 Schülern und Studenten zum 13. Deutsch-Französischen Forum – deutsch-französische Hochschulstudienmesse nach Straßburg. Am ersten Tag standen Informationsbesuche beim Europäischen Bürgerbeauftragten und beim Europarat auf dem Programm, danach folgte eine Altstadtbesichtigung zu Fuß. In der Jugendherberge übernachteten alle Fahrtteilnehmer, die begleitenden Lehrer und das Ehepaar Plümmer; hier nahmen alle das gemeinsame Abendessen ein. Der Folgetag galt dem Besuch der Studienmesse. Es präsentierten sich nicht nur viele deutsche und französische Universitäten mit binationalen oder sogar trinationalen (beziehungsweise bilingualen) Studiengängen, sondern auch viele verschiedene Unternehmen, die international arbeiten. Darüber hinaus wurde über notwendige Ausbildungen oder über mögliche Berufsaussichten nach dem Studium informiert. Außerdem gab es viele Stände, die über berufliche Auslandserfahrungen, Auslandspraktika oder auch ausländische Freiwilligendienste Auskunft gaben. Wir danken dem Ehepaar Plümmer und den begleitenden Lehrern für ihr Engagement.

 

Am 26. November 2011 trafen wir uns zum Adventskaffee auf der Godesburg. Kaffee und Kuchen trugen zu einem angenehmen vorweihnachtlichen Treffen bei. Birgit Bodens, Flöte, Jutta Menzel, Violine, Wolfgang Linckelmann, Viola, und Hans Engelke, Cello, spielten ein Flötenquartett von Mozart, und Reiner Bodens brachte seine Zuhörer mit einer makabren ironischen Weihnachtsgeschichte zum Schmunzeln. Jutta Menzel las einen Auszug aus “L’Amerloque“ von Susie Morgenstern vor.

 

Am 2. Dezember 2011 präsentierte Thérèse Pacqueteau den Roman « Le Testament français » von Andreï Makine. Makine ist 1957 in Sibirien geboren und lebt in Frankreich seit 1987. Frau Pacqueteau erzählte von Makines anfänglichen Schwierigkeiten, einen Verlag zu finden. Keiner wollte riskieren, einen französisch schreibenden russischen Autor zu drucken. Erst als er seine Werke als Übersetzungen aus dem Russischen deklarierte, war Robert Laffont bereit, Makines ersten Roman zu veröffentlichen! Da der Autor sehr diskret mit seiner Biographie umgeht, ist es schwierig, genau zu sagen, wo autobiographische Aspekte aufhören und wo die Fiktion anfängt. Man kann nur bewundern, mit welcher sprachlichen Eleganz Makine Geschichte (die große und die kleine) auferstehen lässt, Landschaften beschreibt, für das Unmenschliche Worte findet und mit welcher Emotion und Zärtlichkeit er seinen Figuren begegnet. Frau Pacqueteau las einige Passagen aus dem Roman vor, die diese Aspekte deutlich zeigten. Es kamen viele Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum. Danach gab es noch Gelegenheit zum Gespräch. Danke an alle, die das Büffet so reichlich bestückt hatten!

 

Am 15. Januar 2012 trafen wir uns zu unserer Neujahrsmatinee im Gemeindesaal der Erlöserkirche in Bad Godesberg.

„Mit DADA ins Neue Jahr!“, hieß unser Motto. Schwungvoll und keck begann für unsere Gesellschaft das Jahr 2012. Nach Saties „Gnossiennes“ zog das sonst erhabene Quintett (Clotilde Lafont-König, Sylvie Tyralla-Noel, Burkart Beilfuß, Rudolf Herrmann und Hermann Müller-Solger, alle Mitglieder des Vorstands, bzw. der Gesellschaft) mit Steckenpferdchen ausgerüstet, galoppierend durch den Saal ein und begann, kaum auf der Bühne angekommen, mit der entscheidenden Frage: Was ist DADA?

Die Frage hatte die Vize-Präsidentin schon in ihrer Begrüßungsrede theoretisch zu beantworten versucht. Die praktische Antwort kam sehr spontan: Gar nichts, d.h. alles! Es galt nun, den DADA-Zustand, den état d’esprit DADA aufleben zu lassen… Es wurden Manifeste, Publikumsbeschimpfungen, Gebrauchsanweisungen, Liebeslyrik, Parodien, Wortspiele, ernster „Nonsens“, skurriler Ernst, Traumgeschichten, aber keine Blödeleien vorgetragen, Texte, die die gemeinsame ästhetische DADA-Auffassung der deutschen und der französischen Dichter unterstrichen, andere hingegen, die die deutlichen Unterschiede erkennen ließen. Warum bleibt DADA in Frankreich absolut apolitisch, während es in Deutschland Revolutionsersatz ist? Warum schreiben die Franzosen keine DADA - Liebesgedichte? Keine „Anna Blume“ auf Französisch! Warum jonglieren die Deutschen mit Objekten und ihrer Dynamik, während die Franzosen eine neue emotionelle Grammatik schaffen, mit Klang und Harmonie spielen? …obwohl alle vom selben schöpferischen Prinzip ausgehen: vom Prinzip Zufall. Das heißt: Aneinanderreihung von Wortschnipseln, wie Tristan Tzara es beschreibt, Niederschrift von Träumen oder Wachträumen, „écriture automatique“ und Spiele wie die sogenannten „Cadavres exquis“, wie z.B. das Gedicht „Rattaplasma“ von Arp, Serner und Tzara.

Sind diese Unterschiede eine Frage der Mentalität oder die Auswirkung der jeweiligen politischen Lage in den beiden Ländern, oder bleiben vielleicht die Dichter, trotz ihrem Willen, mit dem Althergebrachten zu brechen, doch in ihrer eingefleischten Tradition oder Schulbildung gefangen? In Frankreich ist „Nonsens“ kartesianisch, in Deutschland herrschen Goethe und Schiller über alles, wenn auch nur parodistisch!

 

Foto: Barbara Frommann, v.l.n.r.: Clotilde Lafont-König, Rudolf Herrmann, Hermann Müller-Solger, Sylvie Tyralla-Noel, Burkart Beilfuß

 

Der Matinee hätte etwas Wesentliches gefehlt, ohne die hervorragende Leistung des Pianisten Trung Sam. Mit unglaublicher Leichtigkeit, sanfter Ironie und Sensibilität, sogar mit Zärtlichkeit spielte er „Gnossiennes“, „Les pantins dansent“, „Peccadilles importunes“, „Heures séculaires et instantanées“, „Nocturnes 1 und 3“, „Avant-dernières pensées“ und „Sonatine bureaucratique“ von Erik Satie. In seinen Kompositionen drückt Satie all seine Ängste vor dem kulturellen Bruch aus, der sich um die Jahrhundertwende ankündigt und seinen Willen, für sich einen anderen Weg zu finden. Seine Musik ist Musik im Umbruch. So sind die „Gnossiennes“ eine Musik des Schweigens und der Stille, ohne Anfang und ohne Ende. In „Heures séculaires et instantanées“ versucht Satie, eine Musik außerhalb der Zeit zu schreiben. Er verbindet drei Begriffe, heure – séculaire – instantané, die sich widersprechen und so die drei Dimensionen sprengen. Die Stunden sind überall, sie tanzen herum, aber weder in der Zeit noch im Raum. Das mindestens suggerieren die Begleittexte, die Satie auf der Partitur schreibt und vom Pianist nicht vorgelesen werden dürfen. Diese Texte erinnern an Arthur Rimbauds „ Illuminations“. Rimbaud zählt mit Baudelaire und Lautréamont ohnehin zu den Urahnen des Dadaismus. Zum dritten Satz, „ Affolements granitiques“, schreibt Satie: « L’horloge du vieux village abandonné va, elle aussi, frapper un grand coup: le coup de treize heures. Une pluie antédiluvienne sort des nuages de poussière ; les grands bois ricaneurs se tirent par les branches ; tandis que les rudes granits se bousculent mutuellement et ne savent où se mettre pour être encombrants. Treize heures vont sonner, sous les traits représentatifs de : Une heure de l’après-midi. Hélas ! ce n’est point l’heure légale ». Ob er um dreizehn Uhr dreizehn Schläge erwartet! Wohl kaum, aber er spielt mit den Worten und den Begriffen wie die Dada-Dichter es auch tun… und lässt den Zuhörer in eine andere, ver-rückte Welt eindringen und seine Sorgen und Ängste teilen und verstehen. Satie der große Exzentriker, das Multitalent, er schreibt, komponiert, zeichnet, dreht sogar einen Film, er war sicherlich der einzige französische Komponist, dessen Werk auf einer DADA-Veranstaltung gespielt werden konnte.

Trung Sam und die fünf Vortragenden wurden durch herzlichen Applaus vom Publikum verabschiedet.

(Sylvie Tyralla-Noel)

 

Vorschau

 

Am Freitag, 3. Februar 2012 laden wie zum Salon littéraire ein. Sylvie Tyralla-Noel stellt das Buch „Les Oliviers du Négus“ von Laurent Gaudé vor. Gaudé est romancier et dramaturge, il a reçu le prix Goncourt en 2004 pour son roman « Le Soleil des Scorta ». Son œuvre est traduite dans le monde entier. « Les Oliviers du Négus » est un recueil de nouvelles rassemblées autour du thème de la mort.

« Un vieil homme croit entendre chevaucher Frédéric II dans le royaume des Enfers. Un centurion marche vers une Rome gangrénée dont il devance l’agonie. Un soldat des tranchées fuit le « golem » que la terre a façonné pour punir les hommes. Un juge anti-mafia tient le compte à rebours de sa propre exécution…

Dans la proximité de la guerre ou de la mort surgissent ces quatre récits où les héros – certes vaincus, mais non déchus – prononcent d’ultimes paroles. Ils veulent témoigner, transmettre, ou sceller des adieux. Minuscules fantassins de la légende des siècles, ils affrontent une Histoire lancée dans sa course aveugle. Et ils profèrent la loi tragique – celle de la finitude – qui, au-delà de toute conviction, donne force et vérité à leur message. D’où la dimension orale de ces textes qui revisitent la scène de l’œuvre romanesque et, de Cris à La Porte des Enfers, réorchestrent les thèmes chers à Laurent Gaudé, auxquels la forme brève donne une singulière puissance. » (Actes Sud)

Der Abend findet im Hause Crampen statt, Drachenfelsstr. 31 in Wachtberg-Niederbachem um 19.30 Uhr.

Anmeldungen bis 3. Februar 2012 an den Generalsekretär erbeten.

 

Am Montag, 27. Februar 2012 treffen wir uns zu einem französischen Opernabend im Theater Augustinum. Die Sopranistin Sigrún Pálmádottir und die Mezzosopranistin Suzanne Blattert singen Arien, Lieder und Duette von Berlioz, Bizet, Delibes, Fauré, Massenet und Saint-Saëns, begleitet von der Pianistin Miho Mach. Ferdinand Kösters, Vorsitzender der Bonner Opernfreunde führt durch das Programm. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Augustinum Bonn, Römerstr. 118. Eintritt: € 15,- (nur an der Abendkasse zahlbar).

Gemeinsam mit dem Augustinum und dem Colloquium Humanum.

 

Am Sonntag, 11. März 2012 lesen Sylvie Tyralla-Noel und Peter Andersch ausgewählte Briefe aus der Korrespondenz Friedrich II. – Voltaire, anlässlich des 300. Geburtsjahrs Friedrichs des Großen. Am 8. August 1736 wendet sich der vierundzwanzigjährige Kronprinz Friedrich von Preußen zum ersten Mal an Voltaire. Dieser Brief ist der Anfang einer freundschaftlichen (?) Beziehung mit Höhen und Niederungen. Bis zu Voltaires Tod 1778 werden sich „Mars“ und „Apoll“ 245 Briefe schreiben, in denen sie weder an Kritik noch an Lob sparen, und trotz beidseitiger Überheblichkeit immer wieder zu den gemeinsamen Interessen zurückfinden. Birgit Bodens und Christine Beilfuß gestalten die musikalische Umrahmung der Lesung. Sie werden Friedrich den Großen und sein Umfeld interpretieren. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr im Ernst-Moritz-Arndt-Haus, Adenauerallee 79. Der Eintritt beträgt 5,00 € und ist nur vor Ort zahlbar.

Gemeinsam mit dem StadtMuseum

 

Am Dienstag, 13. März 2012 laden zu einem Vortrag mit Prof. Dr. Hans Stark, Direktor des Comité d’Etudes des Relations Franco-Allemandes (CERFA) – Institut Français des Relations Internationales (IFRI), Paris. Er wird zum Thema „Frankreich vor der Präsidentschaftswahl – Zwischen Eurokrise und Globalisierungsangst“ sprechen. Ihre Teilnahmemeldung erbitten wir bis 9. März 2012 an den Generalsekretär.

Gemeinsam mit dem Universitätsclub und dem Colloquium Humanum

 

Am Sonnabend, dem 21. April 2012 findet die jährliche ordentliche Mitgliederversammlung statt. Sie erhalten dazu eine besondere Einladung.

 

A vos casseroles

 

Saucisson en brioche – recette lyonnaise

Ingrédients (8 personnes)

1 saucisson à cuire ou déjà cuit

(Si vous ne trouvez pas de saucisson à cuire, prenez environ 30 cm de Schinkenwurst du genre Krakauer !)

1 œuf pour la dorure.

Brioche :

375 g de farine

7 g de sel

30 g de sucre en poudre

3 œufs

15 g de levure de boulanger

150 g de beurre

 

PREPARATION

1.) Mise en place (la veille):

Pétrir la pâte à brioche selon la méthode habituelle. Quand elle est levée, l'entreposer au réfrigérateur jusqu'au lendemain.

Saucisson : le cuire à l'eau ou au bouillon frémissant 15 ou 20 minutes selon grosseur, le débarrasser de sa peau.

 

2.) Préparation :

Faire 2 abaisses de même dimensions avec la pâte à brioche.

Dorer l'une d'elle, envelopper le saucisson. Il ne doit pas y avoir de poche d'air. Fermer les bords, retourner sur la plaque, dorer la surface. Plier l’autre en deux sur toute la longueur, découper 7 ou 8 lanières de 1/2cm de largeur en arrêtant à 1 cm du bord pour pouvoir la déplacer, déplier, les rapporter sur le saucisson, procéder en plusieurs fois. Une fois recouvert découper l'excédent et glisser le surplus sous le saucisson.

 

3.) Cuisson :

Laisser monter et reposer 1 heure avant la mise au four, dorer la surface et cuire dans un four à 220° pendant 10 à 15 minutes le temps de cuire uniquement la brioche.

Le saucisson étant cuit, si on prolonge la cuisson, la brioche se détache et forme une poche d'air qu'il faut combler ensuite avec de la gelée, ce qui n'est pas le but recherché.

 

Coin littéraire

 

Première lettre de Frédéric de Prusse à Voltaire

A Berlin, 8 auguste 1736

Monsieur, quoique je n’aie pas la satisfaction de vous connaître personnellement, vous ne m’en êtes pas moins connu par vos ouvrages. Ce sont des trésors d’esprit, si l’on peut s’exprimer ainsi, et des pièces travaillées avec tant de goût, de délicatesse et d’art, que les beautés en paraissent nouvelles chaque fois qu’on les relit. Je crois y avoir reconnu le caractère de leur ingénieux auteur, qui fait honneur à notre siècle et à l’esprit humain. Les grands hommes modernes vous auront un jour l’obligation, et à vous uniquement, en cas que la dispute, qui d’eux ou des anciens la préférence est due, vienne à renaître, que vous ferez pencher la balance de leur côté. […]

La douceur et le support que vous marquez pour tous ceux qui se vouent aux arts et aux sciences, me font espérer que vous ne m’exclurez pas du nombre de ceux que vous trouvez dignes de vos instructions. Je nomme ainsi votre commerce de lettres, qui ne peut être que profitable à tout être pensant. J’ose même avancer, sans déroger au mérite d’autrui, que dans l’univers entier il n’y aurait pas d’exception à faire de ceux dont vous ne pourriez être le maître. […]

Corneille, le grand Corneille, lui qui s’attirait l’admiration de tout son siècle, s’il ressuscitait de nos jours, verrait avec étonnement, et peut-être avec envie, que la tragique déesse vous prodigue avec profusion les faveurs dont elle était avare envers lui. […]

C’est ce qui me fait désirer si ardemment d’avoir tous vos ouvrages. Je vous prie, monsieur, de me les envoyer et de me les communiquer sans réserve. […]

Je me croirai plus riche en possédant vos ouvrages que je ne le serai par la possession de tous les biens passagers et méprisables de la fortune, qu’un même hasard fait acquérir et perdre. […]

Si mon destin ne me favorise pas jusqu’au point de pouvoir vous posséder, du moins puis-je espérer de voir un jour celui que depuis si longtemps j’admire de si loin, et de vous assurer de vive voix que je suis avec toute l’estime et la considération due à ceux qui, suivant le flambeau de la vérité, consacrent leurs travaux au public, monsieur, votre ami le plus affectionné.

Fédéric, Prince royal de Prusse

 

 

Réponse de Voltaire au Prince royal de Prusse

A Cirey, le 26 août 1736

Monseigneur, il faudrait être insensible pour n’être pas infiniment touché de la lettre dont votre Altesse Royale a daigné m’honorer. Mon amour-propre en a été trop flatté ; mais l’amour du genre humain, que j’ai toujours eu dans le cœur, et qui si j’ose dire fait mon caractère, m’a donné un plaisir mille fois plus pur, quand j’ai vu qu’il y a dans le monde un prince qui pense en homme, un prince philosophe qui rendra les hommes heureux.

Soyez sûr que, si un jour le tumulte des affaires et la méchanceté des hommes n’altèrent point un si divin caractère, vous serez adoré de vos peuples et chéri du monde entier. Les philosophes dignes de ce nom voleront dans vos Etats, et comme les artisans célèbres viennent en foule dans le pays où leur art est plus favorisé, les hommes qui pensent viendront entourer votre trône. […]

Je suis avec un profond respect, de votre Altesse Royale, le plus humble serviteur.

Voltaire

 

Hinweis:

Der 57. Jahreskongress der FAFA – VDFG findet von

Donnerstag, 27. bis Sonntag, 30. September 2012 in Nancy statt.

 

La boîte aux merveilles

 

La Liseuse est froide et sa bibliothèque pleine

100.000 liseuses pourraient bien s’être vendues en France en 2011 ! Les liseuses, ces petits gilets tricotés au crochet pour tenir chaud le soir, reviendraient-ils à la mode ? Vous n’y êtes pas : la liseuse, c’est désormais le nom du livre électronique (e-book) ! (LE GENIE DE LA LANGUE, Elizabeth Antebi, le petit journal de Cologne)

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Sylvie Tyralla-Noel

Klausdieter Hübschmann

 

Matinee 2012: Trung Sam am Flügel (Foto: Barbara Frommann)

Matinee 2012: v.l.n.r. Sylvie Tyralla-Noel, Hermann Müller-Solger, Burkart Beilfuß, Landrat Frithjof Kühn (Foto: Barbara Frommann)

 


 

Impressum:

 

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V., Am Gärtchen 31; 53347 Witterschlick;

Tel. : 0228 9863654 FAX: 0228 9863655

Die Gesellschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nr. 3999 eingetragen und als gemeinnützig vom FA St. Augustin anerkannt, Steuernummer 222/5733/0775.

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt:

Sylvie Tyralla-Noel; Dr. Wolfgang Linckelmann E-Mail: wf.linckelmann@t-online.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn, Kontonummer 6999, BLZ: 370 501 98

Die Deutsch-Französische Gesellschaft ist Mitglied der Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften für Europa (VDFG)