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InfoBrief 2011-1



Nr. 2011-1

03. März 2011

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde der Gesellschaft, chers amis,


 

IN MEMORIAM

 

Unser Mitglied Dirk Decker ist am 7. Februar 2011 im Alter von 86 Jahren verstorben.

Herr Decker gehörte von 1996 bis 2001 dem Vorstand unserer Gesellschaft an, wo er sich mit stets wachsamem und kritischem Geist engagierte. Dank seinem Einfühlungsvermögen, seinem Sinn für Pflicht und Verantwortung und seinem feinen Humor war er ein sehr geschätzter Berater bei schwierigen Fragen. Dirk Decker konnte mit einem Wort Mut machen und jeder wusste, dass ein Lob von ihm immer wirklich gemeint und keine Redefloskel war. Er wird uns als der liebenswürdige Grandseigneur, der er war, in Erinnerung bleiben.

 

Mit diesem ersten INFO-BRIEF in diesem Jahr berichten wir Ihnen wieder über Neues aus dem Leben der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg.

 

Rückschau

 

Matinee 2011 am 16. Januar 2011 : Proust und die Musik

Die Einladung zur Matinee fand ein besonders erfreuliches Echo: 170 Mitglieder und Gäste nahmen teil. Sich mit Proust, diesem unglaublichen literarischen Genie, zu beschäftigen, mag anmaßend erscheinen: Proust mit dem 1 240 000 Wörtern der Endfassung der „Recherche du temps perdu“ stellt eine wirkliche Herausforderung für den Leser dar, der sich linear an die Lektüre des Werks heranwagt. Er wird Ausdauer und Konzentration brauchen, um mit den endlos langen Sätzen fertig zu werden, die stets Mikrowelten eröffnen, in denen sich jeder verirren kann. Ob man ihn mag oder nicht, die Faszination bleibt.

Deshalb haben wir versucht, uns seinem Werk zu nähern wie an ein Spiel, mit der Musik als Passwort.

Die Musik spielt in der Tat eine große Rolle bei Proust. In der „Recherche du temps perdu“ gibt es über 300 Textstellen, die sich mit Musik und Komponisten beschäftigen. Liest man seine Korrespondenz oder andere Werke, entdeckt man, dass er ein großer Musikkenner und –liebhaber war. Er ging oft in die Oper und ins Konzert, veranstaltete Konzerte in seiner Wohnung, manchmal für sich allein. Reynaldo Hahn, Komponist und intimer Freund Prousts, unterstrich gern, mit welcher bebenden Emotion Proust die Musik seiner Zeit erlebte. Er kannte, wahrscheinlich durch Reynaldo Hahn, die

Werke von César Franck, sowie die von Maurice Ravel und Gabriel Fauré, eine Seltenheit in der Welt, in der er lebte.

Aber das Faszinierende ist, dass dieser Musikliebhaber in seinem Roman keine wirkliche Musik beschreibt, sondern eine Musik ersinnt, die nur im Roman existiert. So kann man etwas provozierend sagen, dass Proust sich als Komponist betätigte.

Dank der Magie des Wortes glaubt der Leser, eine Musikstück zu hören, das er kennt: Ist es von Saint-Saëns, von Debussy, von Fauré oder vielleicht von Franck? Er lässt sich von der Fiktion fangen und sucht in den eigenen Musikkenntnissen, woran Proust ihn sich wohl erinnern lässt, und fällt in die Falle des Zauberers Proust, denn er ist mitten in der Fiktion, die Melodie existiert nur in seinem Kopf, in den eben gelesenen Zeilen.

In diese musikalisch-literarische Falle fielen die zahlreichen Zuhörer, die sich in das Spiel des Marcel Proust eingelassen hatten. Die Texte wurden wechselnd in französischer und deutscher Sprache vorgetragen.

Françoise Linckelmann, Sylvie Tyralla-Noel und Johannes Prill ließen die Sprache von Proust, die langen Sätze, die Proust spezifischen Stilmittel – Substantive mit drei Adjektiven u. a. – so singen, dass Form und Inhalt in enger Symbiose standen und Musik wurden. Es wurden Briefauszüge gelesen, in denen Proust definiert, was Musik für ihn bedeutet und wie er sie empfindet, als Vermittlerin „jenes geheimnisvollen Grundes der Seele“, den weder die Literatur noch die bildenden Künste ausdrücken können. Dann folgten Auszüge aus „Du côté de chez Swann“ und „La Prisonnière“, in denen Proust „la petite phrase“, die kleine Melodie von Vinteuil , zum Leben erweckt und allmählich zu einem triumphalen Septett entwickelt. Die Auszüge wurden jeweils durch einen Kommentar von Jutta Menzel eingeführt.

Das Spiel wäre nicht vollständig gewesen, wenn die fiktionale Musik nicht von „handfester“ Musik unterstützt worden wäre. Proust hat Maurice Ravel geschätzt, an César Franck gedacht, als er seinen Komponist Vinteuil erfand: So war es selbstverständlich, dass Ravels Sonatine pour le piano und Francks Sonate in A Dur für Violine und Klavier zwischen den Texten erklangen.

Wolfram Schött, ein Freund der Gesellschaft und hochbegabter Amateur-Pianist, interpretierte die beiden Sätze der Sonatine von Maurice Ravel feinfühlig und eindringlich. Den schwierigen Klavierpart der Franck-Sonate meisterte er bravourös und so war er Markus Linckelmann ein kongenialer Partner. Markus Linckelmann begeisterte die Zuhörer mit seinem ebenso beseelten wie kraftvollen Violinspiel. Eine Franck-Violin-Sonate wie man sie vollkommener kaum hören kann.

Insgesamt kehrten die Zuhörer nach anregenden Gesprächen bei dem anschließenden Empfang wie viele es ausdrückten „bereichert und bezaubert“ nach Hause. Einige Tage später gab es auch ein erfreuliches Echo im Bonner Generalanzeiger (siehe Homepage).

Sylvie Tyralla-Noel

 

Mitwirkende der literarisch-musikalischen Neujahrsmatinee

Bericht über das Finale des Debattierwettbewerbs in französischer Sprache am 20. Januar 2011 im Haus der Geschichte

 

Zum Deutsch-Französischen Tag fand am 20. Januar 2011 das Finale des Debattierwettbewerbs in französischer Sprache im Haus der Geschichte statt. Drei Gruppen von je 4 Schülerinnen und Schülern debattierten unter der Moderation unseres Vorstandsmitglieds Caroline Montexier zu drei verschiedenen Themen: „Faut-il, au début du XXIème siècle, inventer un nouveau type de jour férié en Europe ?“, „Faut-il encourager les filles à choisir une carrière scientifique?“, „Faut-il instaurer la Journée Franco-allemande comme jour férié en France et en Allemagne?“.

Die Jury, bestehend aus

 

- Hugues Nordi, französischer Generalkonsul, Düsseldorf

- Dr. Catherine Robert, Leiterin des Robert-SchumaN-Instituts Bonn, Hochschulattaché der französischen Botschaft (NRW und Hessen)

- Dr. Wolfgang Linckelmann, Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg

- Alexander Arfert, Student, (Deutsch-Französisches Recht, Master 2, Universität Düsseldorf,

wählte die drei Besten aus.

Während der Beratung der Jury stellten Schülerinnen und Schüler des Beethoven-Gymnasiums, Bonn, den von ihnen entwickelten Chanson „Au revoir les clichés“ vor, der beim Wettbewerb FrancoMusique 2009/2010 den 2. Platz erhielt und begeisterten damit die zahlreiche Zuhörerschaft. Die Preise mit Urkunden wurden im Anschluss von Ministerialrätin Henny Rönneper aus Düsseldorf (Ministerium für Schule und Weiterbildung, NRW) und Generalkonsul Hugues Nordi verliehen. Der erste Preis in Form eines kostenlosen Besuchs eines Sprachkurses in Nizza ging an Marc Björn Koepp vom Collegium Josephinum Bonn, der zweite Preis in Form eines Praktikum-Stipendiums für Frankreich an Léa Friker vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bonn, und der dritte Preis, ebenfalls ein Praktikum-Stipendium für Frankreich, an Ramona Raabe von der Christophorusschule, Königswinter. Alle 12 Final-Teilnehmer erhielten eine Einladung zu einer Begegnungsreise nach Paris, die von der DFG Bonn und Rhein-Sieg gemeinsam mit dem Maison de l’Europe des Yvelines in Le Chatou organisiert wird. Außerdem gab es für die Schülerinnen und Schüler, die sich als Stellvertreter qualifiziert hatten sowie für die Lehrerinnen und Lehrer der 11 teilnehmenden Schulen Bonns und der Region Buchpreise.Dr. Linckelmann und Dr. Robert dankten allen Beteiligten, vor allem dem engagierten Team um Sevrine Ketterer vom Robert-SchumaN-Institut, das die Hauptlast der Organisation des Debattierwettbewerbs 2010/2011 getragen hatte, sowie Caroline Montexier von der DFG und den Sponsoren für die Preise: Deutsch-Französisches Jugendwerk, Fondation Entente Franco-Allemande, Fa. Knauber, Bonn W.L.

 

Vortrag „Napoleon und die Deutschen“

 

Am 10. Februar 2011 hatten wir zu einem Vortrag von Johannes Willms zum Thema „Napoleon und die Deutschen“ eingeladen. Mit Witz und enormer Sachkenntnis berichtete Willms von den Höhen und Tiefen der Begeisterung der Deutschen oder ihrer Ablehnung, von dem Einfluss des Kaisers und Kriegsherrn, der sich in der Tat bis zum Reichsgründung durch Bismarck verfolgen lässt. Wenn einerseits die Abschaffung der Kleinstaaterei, die Gründung des Rheinbundes ein erster Schritt in Richtung Einheit gewesen ist, hat andererseits die Ablehnung der französischen Herrschaft sicherlich die Geburt eines deutschen Nationalbewusstseins vorangetrieben und auch so zur Einheit Deutschlands geführt.

 

Am 19. Februar 2011 trafen wir uns in der Bundeskunsthalle zu einer Führung in französischer Sprache durch die Ausstellung Napoleon und Europa – Traum und Trauma. Besonders hervorgehoben wurden dabei der Werdegang des Sprosses einer aufgeklärten korsischen Adelsfamilie, die Suche nach Legitimität und Legitimation des Herrschers, die Symbolik seiner Darstellung, auch der Selbstdarstellung, bis hin zur Geburt des Mythos Napoleon. Als Kehrseite wurden Napoleons unersättlicher Drang nach Macht und seine Folge, der Krieg, präsentiert, die ganz Europa erzittern ließ und die alte Ordnung zerstörte. Die Frage, ob das Besetzen alle Throne Europas mit Geschwistern als Weg zur europäischen Einigung betrachtet werden kann, bleibt ohnehin offen!

 

 

Weitere Informationen, Bilder und Berichte zu unseren durchgeführten Veranstaltungen finden Sie auf unserer Internetseite www.dfg-bonnrheinsieg.de im Menü „Berichte und Hinweise“ und im Archiv.

 

 

Und noch ein Hinweis: Zu den ärmsten frankophonen Ländern gehört das vom Erdbeben schwer getroffene Haiti. Wir erlauben uns daher im Zusammenhang mit dem Vortrag zur Frankophonie und mit dem beigefügten Informationsblatt für die Unterstützung eines humanitären Projekts, einer Schule und Waisenhaus im Norden Haitis, zu werben. Es wird in Bonn von der Haitianerin Marie José Franz, der Schwester der Schulleiterin und Freundin der DFG vertreten.

 

 

Vorschau

 

Am Freitag, dem 11. März 2011 laden wir zu einem Salon Littéraire in französischer Sprache ein.

Sylvie Tyralla-Noel wird Eric Fottorinos autobiographisches Werk „Questions à mon père“ präsentieren. Neben seiner journalistischen Tätigkeit - Fottorino war bis Dezember 2010 Direktor der Zeitung „ Le Monde“ - schreibt er Romane. In seinen zwei letzten Büchern, „L’homme qui m’aimait tout bas“ und „Questions à mon père“ , reflektiert er über das Dilemma seines Lebens:

„Longtemps je me suis interdit d’aimer deux pères à la fois. Michel, celui qui m’adopta à l’âge de dix ans, me donna son nom de Méditerranée, son temps infini, une affection aussi discrète que démesurée. En aimer un autre eût été à mes yeux une trahison. Pourtant j’avais bien sûr un père naturel, un père biologique : Maurice Maman, médecin accoucheur, Juif du Maroc, dont je crus pouvoir nier l’existence après l’avoir vu à ma demande, l’année de mes dix-sept ans.

Michel et Maurice se sont rencontrés une fois, le jour de mon mariage. Puis Michel s’est donné la mort. Le moment était venu de me retourner vers mon « vrai père », d’autant qu’une maladie menaçait de l’emporter à tout instant. Au fil de nos conversations, je suis remonté à l’oasis du Tifilalet, au sud du Maroc, source de nos origines. J’ai découvert le visage de ses parents disparus. Et aussi la dignité dont il fit preuve comme Juif tout au long de sa vie, au Maroc et en France.

Pour étrange que cela paraisse, c’est parfois le rôle d’un fils reconnaître son père. « Comme on peut aimer deux enfants, on peut aimer deux pères », m’a écrit Maurice. A présent je le sais.“

Die Veranstaltung findet im Hause Linckelmann, Platanenweg 4, in Rheinbreitbach, um 19.30 Uhr statt. Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 8. März 2011 beim Generalsekretär.

 

30. März 19.30 Uhr wird Christophe Büchi, Korrespondent der Neuen Züricher Zeitung und Buchautor aus Lausanne im Universitätsclub sprechen zum Thema:

"Asterix und das Imperium Americanum - Zur politischen und kulturellen Dimenson der Organsiation frankophoner Länder" (Frankophonie)

Hierzu laden wir gemeinsam mit dem Universitätsclub, der Schweizerisch-Deutschen Gesellschaft und dem Robert-SchumaN-Institut ein.

Christophe Büchi wird die wechselvolle Geschichte der Frankophonie skizzieren, auf die Ambivalenzen der Frankophonie eingehen und einen Blick auf den letzten Gipfel in Montreux werfen (politisches Netzwerk oder kulturelle Agentur? Verteidigung der französischen Kultur oder Einsatz für die Sprachenvielfalt in der Welt). Schließlich wird er einige sehr persönliche Überlegungen zur Frage anstellen, wie sich die Frankophonie entwickeln könnte - und was die "Germanophonia" von der Frankophonie lernen könnte.

 

Am Mittwoch, dem 6. April 2011 bietet Prof. Dr. Franz Rudolf Weller einen heiteren Abend mit seinem Vortag zum Thema „Über das Fortleben der Sprichwörter – les proverbes, aujourd’hui“ in deutscher und französischer Sprache. Die gemeinsame Veranstaltung mit dem Romanischen Seminar der Universität Bonn findet im Hauptgebäude der Universität, Regina-Pacis-Weg 3 statt und beginnt um 20 Uhr in Hörsaal 5.

 

Am Freitag, dem 15. April 2011 findet die Mitgliederversammlung 2011 mit Neuwahl des Vorstandes statt. Dazu werden Sie zeitgerecht eine Einladung erhalten.

 

Am Freitag, dem 6. Mai 2011 laden wir gemeinsam mit dem Robert-SchumaN-Institut zu einem Abend mit dem Ensemble Caf’Conf ein, das einen Aragon–Abend in französischer Sprache bietet:

Caf'Conf Aragon, une rencontre avec l'univers poétique d'Aragon dans une partition contée et chantée à trois voix qui transporte le public bien au delà des mots dans un espace temps chargé d'émotion : "Que serions nous, sans Aragon?"

 

« Une gageure que nous voulons réussir : vous plonger en une heure dans l'univers poétique de Louis Aragon (1897-1982). Vie, textes, chansons : tout se mêle et s'entrelace pour vous faire partager le vertige d'un chant majeur (« J'appelle poésie un conflit de la bouche et du vent la confusion du dire et du taire une consternation du temps la déroute absolue ») et d'une vie épousant son siècle, avec ses rêves et ses drames (« J'appartiens tout entier à ce troupeau grandiose et triste des hommes »).On connaît bien le chantre de l'amour d'Elsa, mais Aragon, c'est aussi une naissance dans le secret du mensonge, deux guerres dans la musette sans compter la Résistance et la guerre froide. C'est surtout une écriture magnifique : des romans inoubliables et des vers que des musiciens firent descendre dans la rue et mirent sur toutes les lèvres. Une formidable leçon d'espoir aussi : Aragon ou comment un enfant bâtard devint un écrivain à la dimension d'un Victor Hugo ! Laissez-vous gagner à cette flamme des mots qui exige la révolte de l'oreille! Place à la poésie :

« Faites entrer l'infini ». »

Die Veranstaltung findet Im Robert-SchumaN-Institut statt, Adenauerallee 35, Beginn 19.30 Uhr

 

A vos casseroles

 

Tourte bourbonnaise

 

Ingrédients

400 g de farine

200 g de beurre

1 kg de pommes de terre

1 échalote

1 œuf

¼ de litre de crème fraîche liquide

Poivre et sel

 

Faire une pâte brisée avec la farine le beurre et un peu d’eau. Laisser reposer une heure au frais.

Peler les pommes de terre, les laver et les couper en rondelles. Hacher finement l’échalote. Préchauffer le four à 200°.

Garnir un moule à tarte de la moitié de la pâte, le garnir de la moitié des rondelles de pommes de terre, ajouter l’échalote, saler et poivrer. Remettre une couche de pommes de terre, saler et poivrer. Recouvrir avec le reste de la pâte brisé en appuyant bien sur les bords et en ménageant une cheminée au milieu. Dorer à l’œuf et décorer à la fourchette. Cuire environ une heure.

A la fin de la cuisson, découper un cercle de 13 cm de diamètre dans le couvercle, verser la crème fraîche dans l’ouverture, exécuter un mouvement de rotation pour répartir la crème, remettre le couvercle, couvrir d’un linge plié en quatre pour garder la chaleur.

Servir tiède.

 

Coin littéraire

 

Duc de Saint-Simon : Le pont de Moulins

Le roi (Louis XIV), qui trouvait fort mauvais que les courtisans malades ne s’adressassent pas à Fagon (le médecin du roi) et ne se soumissent pas en tout à lui, avait la même faiblesse pour Mansart, et c’eût été un démérite dangereux à qui faisait des bâtiments ou des jardins, de ne s’abandonner pas à Mansart qui aussi s’y donnait tout entier, mais il n’était point habile. Il (Mansart) fit un pont à Moulins, où il alla plusieurs fois. Il le crut un chef d’œuvre de solidité, il s’en vantait avec complaisance. Quatre ou cinq mois après qu’il fut achevé, Charlus, père du duc de Lévi, vint au lever du roi, arrivant de ses terres tout proche de Moulins, et il était lieutenant général de la province. C’était un homme d’esprit, peu content, et volontiers caustique. Mansart, qui s’y trouva, voulut se faire louer, lui parla du pont, et tout de suite pria le roi de lui en demander des nouvelles. Charlus ne disait mot. Le roi, voyant qu’il n’entrait point dans la conversation, lui demanda des nouvelles du pont de Moulins. « Sire, répondit froidement Charlus, je n’en ai point depuis qu’il est parti, mais je le croit bien à Nantes présentement. – Comment ! dit le roi, de qui croyez-vous que je parle ? C’est du pont de Moulins. – Oui, sire, répliqua Charlus avec la même tranquillité, c’est le pont de Moulins qui s’est détaché tout entier la veille que je suis parti, et tout d’un coup, et qui s’en est allé à vau-l’eau. » Le roi et Mansart se trouvèrent aussi étonnés l’un que l’autre, et le courtisan à se tourner pour rire. Le fait est exactement vrai. Le pont de Blois, bâti par Mansart quelque temps auparavant, lui avait fait le même tour.

(Mémoires, Tome 6, chapitre XII, 1708)

 

Hinweise

 

So melden Sie sich über unsere Internetseite zu Veranstaltungen an:

Auf der Eingangsseite unseres Internetauftritts, die nach Eingabe und Absenden der Adresse www.dfg-bonnrheinsieg.de erscheint, klicken Sie bitte auf den Button "ENTREE". Das Bild wechselt nun zur Menü-Übersicht, die sich links auf der Seite befindet. Auf dem rechten Seitenteil - grau/rosa hinterlegt - sind Datum und Titel der nächsten drei Veranstaltungen zu sehen.

Nach einem weiteren Klick auf das Wörtchen "mehr" Ihrer ausgewählten Veranstaltung öffnet sich in der Mitte der Seite ein Kasten mit der Detailbeschreibung dieser Veranstaltung, und gleichzeitig sehen Sie links in der Menü-Übersicht auf licht-gelbem Untergrund den Schalter "Anmeldung zu Veranstaltungen" in hellblauer Farbe.

Nach einem Klick auf diesen Schalter kommt die Anmeldemaske "Verbindliche Anmeldungen zu Veranstaltungen" zum Ausfüllen und Absenden auf Ihren Bildschirm. Wenn Sie selbst eine Kopie Ihrer Anmeldung generiert (nur als E-Mail) haben möchten, markieren Sie bitte das entsprechende Kästchen.

 

 

Am Sonntag, dem 22. Mai 2011 präsentieren Sylvie Tyralla-Noel und Peter Andersch ihre neue szenische Lesung im Ernst-Moritz-Arndt-Haus, Adenauerallee 79:

Kleist im Gespräch: "Man muß sich mit seinem ganzen Gewicht, so schwer oder leicht es sein mag, in die Waage der Zeit werfen"

Kurz vor seinem Freitod am 21. November 1811 unterhält sich Heinrich von Kleist mit Rahel Levin über sein Leben, seine Auseinandersetzungen mit den politischen und literarischen Umständen seiner Zeit, über seine Erfolge und Misserfolge.

Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr

Programmänderung

 

Die im ausgedruckten Programm für die Monate Januar bis Juli 2011 vorgesehene Veranstaltung am 13. Mai 2011 zur Europa-Woche „Table ronde mit deutschen und französischen Europa-Parlamentariern zu aktuellen Herausforderungen für Europa“ f ä l l t a u s.

 

Der 56. Deutsch-Französische Kongress der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa (FAFA/VDFG) wird vom 22. bis 25. September 2011 in Kiel stattfinden. Er widmet sich dem Thema: Europa kulturell vernetzen – Herausforderung an die deutsch-französische Zivilgesellschaft. Bitte im Kalender vormerken!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Sylvie Tyralla-Noel

Klausdieter Hübschmann

 


 

Impressum:

 

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V., Am Gärtchen 31; 53347 Witterschlick;

Tel. : 0228 9863654 FAX: 0228 9863655

Die Gesellschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nr. 3999 eingetragen und als gemeinnützig vom FA St. Augustin anerkannt, Steuernummer 222/5733/0775.

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt:

Sylvie Tyralla-Noel; Dr. Wolfgang Linckelmann E-Mail: wf.linckelmann@t-online.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn, Kontonummer 6999, BLZ: 370 501 98

Die Deutsch-Französische Gesellschaft ist Mitglied der Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften für Europa (VDFG)