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InfoBrief 2008-1



Nr. 2008-1

12. Februar 2008

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde der Gesellschaft, chers amis,


mit diesem ersten Info-Brief des Jahres 2008 informieren wir Sie wieder über die letzten Neuigkeiten aus unserer Gesellschaft.

 

Rückschau

 

Am 11. November 2007 luden Sylvie Tyralla-Noel und Peter Andersch zu einer Lesung mit dem Thema „Ernst Moritz Arndts Frankreichreise im Jahr 1799“ in das Ernst-Moritz-Arndt-Haus ein. Der junge Arndt unternahm 1798 eine Reise, die ihn über Österreich und Italien nach Frankreich führte. Unvoreingenommen erlebt er das Frankreich des „Directoire“, das er akribisch, aber nicht humorlos, beschreibt, z.B., die sehr undeutsche Art, wie die Séances in der Académie Française gehalten werden, das Treiben vom frühen Morgen bis späten Abend in den Gärten des Palais Royal. Ihn erstaunen - und erfreuen - die Klagen der Franzosen über die Zerstörungen der Revolution, sowie ihre Meinung über die Deutschen. Tyrallas Meinung nach ist Arndt wohl einer der wenigen Deutschen, die den französischen Geist zu dieser Zeit verstanden haben (Schiller nicht, Goethe am allerwenigsten).

 

Am 23. November 2007 trafen wir uns zu unserem traditionellen Dîner amical dieses Mal im Günnewig Hotel Résidence. Der Präsident Dr. Wolfgang Linckelmann nahm in seiner Begrüßungsrede die Gelegenheit wahr, unserem Mitglied Angelika Schwering zum frisch gekürten Chevalier dans l'Ordre des Palmes Académiques, zu ehren. Gleichzeitig verabschiedete er mit herzlichen Dankesworten die bisherigen Vorstandsmitglieder Dietlinde Hurtig und Sylvie Tyralla-Noel für ihr besonderes Engagement.

 

Am 5. Dezember 2007 lud unsere Vizepräsidentin Lyliane Kempen zum traditionellen Adventskaffee mit Harfenmusik auf die Godesburg ein. In schöner Atmosphäre spielten Josiane Straub und ihre Schülerin Karuna Koch u.a. eine Fantaisie von Saint Saens und besinnliche und vorweihnachtliche Stücke. Lyliane Kempen las aus dem Buch von Hans Eckart Rübesamen „Adventszeit – Stille Zeit“. Als Überraschung erfreuten uns Wolfgang Linckelmann und seine Musikfreunde mit einem Klavierquartett von Beethoven.

 

Am 13. Januar 2008 veranstaltete die Gesellschaft ihre jährliche Neujahrsmatinee – dieses Mal in einem anderen Gewand. Das Salonorchester Fascination sowie drei französische und drei deutsche Sprecher boten eine schwungvolle Darbietung im Stile der 20er und 30er Jahre.

 

Dr. Wolfgang Linckelmann am 13. Januar 2008

 

 

Leichtsinnig, tiefgründig und aufrührerisch – von Morgenstern, Ringelnatz, Prévert und Pellerin u.a.m. provozierten Doris Crampen, Ursula Klein, Clotilde Lafont-König, Sylvie Tyralla-Noel, Olivier Duchatelle und Hermann Müller-Solger ihre Zuhörer. Die Bereiche „Musik und Tanz, „Menschen und Milieu“, „Tierallegorien“ und „Liebe und Eifersucht“ wurden stimmungsvoll eingeleitet von den sechs Musikern Klaus Altmann, Violine, Ulrike Küßner, Violine, Michael Küßner, Violine, Gabriele Altmann, Klavier, Gisela Mettig, Kontrabass und Volker Mettig, Violoncello. In seiner Begrüßungsrede zu Beginn der Veranstaltung verwies der Präsident auf einige Punkte des neuen Programms, insbesondere auf die im Monat Mai stattfindende Podiumsdikussion mit dem Frankreichkorrespondenten des Bonner Generalanzeigers Joachim Rogge über das erste Regierungsjahr des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Wolfgang Linckelmann bedankte sich im Namen der Gesellschaft für die Arbeit der beiden langjährigen Leiter der französischen Konversationskreise Doris Crampen und Georg Bodin mit einem Buchgeschenk. Weiter dankte er Olivier Duchatelle für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Robert-Schuman-Institut.

Nach den letzten Klängen des Salonorchesters bat der Präsident zum Sektempfang.

 

Zum deutsch-französischen Tag hatten wir uns in diesem Jahr vor dem Hintergrund, dass sich Bonn mit seinen hier ansässigen öffentlichen und privaten Organisationen zu einem Nord-Süd-Zentrum entwickelt, ein etwas ausgefallenes, aber hochinteressantes Thema ausgewählt: „Humanitäre Hilfe aus deutscher und aus französischer Sicht – wie engagiert sich die Jugend?“ In einem Podiumsgespräch im Haus der Geschichte diskutierten am 21. Januar 2008 Vertreter des deutschen und französischen Roten Kreuzes, der Generalsekretär der Welthungerhilfe und der stellvertretende Geschäftsführer des Deutschen Entwicklungsdienstes unter der umsichtigen Moderation von Gérard Foussier über aktuelle Herausforderungen der humanitären Hilfe in beiden Ländern wie über Möglichkeiten des Jugendengagements. Deutlich wurden die unterschiedlichen Traditionen und Hilfsmöglichkeiten einer regierungsnahen Organisation wie des Roten Kreuzes mit Partnern in fast allen Ländern der Welt – deren Handeln noch immer von den Prinzipien seines Gründervaters Henri Dunant geprägt ist - und einer unabhängigen Organisation wie der Welthungerhilfe (inzwischen nach den kirchlichen die drittgrößte Hilfsorganisation in Deutschland).

Die hohe Bereitschaft der Jugend zum Engagement in Entwicklungsländern kam in einer Reihe von Erfahrungsberichten von Schülern und Studenten zum Ausdruck, die den Abend besonders bereicherten.

Um dieser Engagementbereitschaft entgegenzukommen hat das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit neben der Entsendung von Experten über den DEED und die GTZ eine neues Jugendprogramm „Weltwärts“ geschaffen, über das in den nächsten Jahren bis zu 10.000 Jugendliche einjährige Einsätze in Entwicklungsländern absolvieren Mit einer Auswahl von Gedichten – humorvoll, skurril, können. Insgesamt nach Ansicht der zahlreichen Besucher ein rundum gelungener Abend. (W.L.)

 

Eröffnung des Frankreich-Jahres NRW

In einer großen Veranstaltung in Düsseldorf am 22. Januar 2008, zu der u.a. alle Vorstände der DFG’s von NRW eingeladen waren, eröffnete Ministerpräsident Rüttgers im Beisein des französischen Europaministers Jean Pierre Jouyet das Frankreich-Jahr NRW 2008/2009.

Eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft zur Zukunft der deutsch-französischen Zusammenarbeit in und für Europa verlieh dem Abend eine besondere Note. NRW will mit dem Frankreichjahr vor allem der kulturellen Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Organisationen in NRW und Frankreich neue Impulse verleihen. Für die Ausrichtung des Tages der deutschen Einheit in Frankreich ist NRW in diesem Jahr zudem Partnerland der Deutschen Botschaft in Paris. Bis zu 2000 Französisch lernende Schülerinnen und Schüler sollen im Oktober Paris besuchen können. Man wird im Laufe des Jahres sicher noch von den Frankreichinitiativen hören. (W.L.)

 

Vorschau

 

Am Dienstag, 26. Februar 2008, laden wir zu einem Leseabend in französischer Sprache ein. Sylvie Tyralla-Noel wird Patrick Modianos Roman „Dans le café de la jeunesse perdue“ vorstellen. Selon « Le Point » c’est l’un des vingt meilleurs romans de la rentrée littéraire de l’automne 2007. Le roman se passe dans le Paris des années 60, un Paris plein de contrastes, de zones d’ombre et de clarté que l’art poétique de Modiano révèle avec autant de précision que de flou… Quant à l’action, il s’agit de l’apparition subite et énigmatique d’une jeune femme et de sa disparition tout aussi subite du champ visuel des trois narrateurs. Der Abend findet im Haus Tyralla, Deutschherrenstr. 90 in Bad Godesberg, um 19.30 Uhr statt. Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 23. Februar 2008 beim Generalsekretär.

 

Am Freitag, 7. März 2008, kommt der neue französische Botschafter Bernard de Montferrand nach Bonn.

Er hält im Internationalen Club in der Redoute, Bonn-Bad Godesberg um 19.30 Uhr einen Vortrag zum Thema: „45 Jahre deutsch-französischer Beziehungen“. Der Vorstand des Internationalen Clubs lädt alle Mitglieder der DFG herzlich hierzu ein. Ihre Anmeldung beim Generalsekretär ist bis 27.02.2008 erforderlich (siehe beigefügtes Anmeldungsblatt).

 

Am Donnerstag, 13. März 2008, gibt die in Frankreich lebende Pianistin Anna Kashchenko im Universitätsclub, Konviktstraße 9 ein Konzert, zu dem wir gemeinsam mit dem Robert-Schuman-Institut und dem Universitätsclub einladen; Beginn 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Pianistin Alla Kashchenko wurde in Russland geboren. Zurzeit ist sie Professorin an der National Academy of Music in der Ukraine und unterrichtet Studenten aus allen Ländern Europas. Sie studierte Musik in Perm und

Kiew, sowie in Moskau und Lyon. Ihre Tourneen beschränkten sich vorerst auf den europäischen Raum

(Moskau, St.Peterburg, Paris...), doch seit einigen Jahren tritt sie auch in den USA auf. Ihr sehr vielseitiges Repertoire beinhaltet Kompositionen des Barocks und der Romantik, sowie solche zeitgenössischer Komponisten. Für ihren Auftritt in Bonn sieht sie ein deutsch-französisches Programm vor. U. a. wird sie die Ouverture française von Bach spielen. Sie hat sich aber auch vorgenommen, dem deutschen Publikum die Musik der französischen Komponisten Debussy, Ravel und Frank näher zu bringen.

Die Einführung hält der Direktor des Robert-Schuman-Instituts, Dr. Olivier Duchatelle.

 

Aus Anlass des 60. Todesjahres von Abbé Franz Stock erinnern wir am Dienstag, dem 15. April 2008 mit einem Vortrag von Dr. Valerie Lemonnier-Mönig im Robert-Schuman-Institut an das Wirken des großen katholischen Geistlichen in Paris und Chartres als ein Wegbereiter der deutsch-französischen Aussöhnung. Seit 1934 war er mit einer kurzen Unterbrechung bis 1940 Pfarrer der deutsch-sprachigen Gemeinde in Paris und leistete als Anstaltsgeistlicher der Pariser Wehrmachtsgefängnisse – oft unter eigener Lebensgefahr – den Geiseln und den zu Gefängnis oder Tod Verurteilten Beistand.

1945-1947 leitete er das sog. „Stacheldrahtseminar“, in Le Coudray bei Chartres, in dem deutsch-sprachige Priester und Seminaristen in einem Kriegsgefangenenlager fortgebildet wurden. An seinem 60.Todestag, dem 24. Februar wird in der Kathedrale von Chartres ein deutsch-französisches Pontifikalamt im Beisein von MP Rüttgers gefeiert.

 

Am Freitag, 25. April 2008, findet die ordentliche Mitgliederversammlung 2008 in den Räumen der evangelischen Kirche Endenich statt. Die besondere Einladung wird Sie rechtzeitig mit separater Post erreichen.

 

A vos Casseroles

 

Far breton

 

Ingrédients

200g de pruneaux, 75 g de farine, 3 œufs, 0,5 l de lait,

un petit verre de rhum, 50 g de beurre

Mélanger la farine de sucre et les œufs. Ajouter le lait, le rhum. Beurrer un plat allant au four. Disposer les pruneaux dans un plat, verser le mélange dessus, répartir le reste du beurre sur la surface. Mettre au four environ 40 minutes à 180°. Servir tiède ou froid.

 

Le coin littéraire

 

Mon ami, je vous aime !

Huit heures et demie, 1773.

Mon ami, je ne vous verrai pas, et vous ne direz que ce n’est pas votre faut ! mais si vous aviez la millième partie du désir que j’ai de vous voir, vous seriez là ; je serais heureuse. Non, j’ai tort, je souffrirais ; mais je n’envierais pas les plaisirs du ciel. Mon ami, je vous aime comme il faut aimer, avec excès, avec folie, transport et désespoir. Tous ces jours passés, vous avez mis mon âme à la torture. Je vous ai vu ce matin, j’ai tout oublié, et il me semblait que je ne faisais pas assez por vous, en vous aimant de toute mon âme, en étant dans la disposition de vivre et de mourir pour vous. Vous valez mieux que tout cela ; oui, si je ne savais que vous aimer, ce ne serait rien en effet ; car y a-t-il rien de plus doux et de plus naturel que d’aimer à la folie ce qui est parfaitement aimable ? Mais, mon ami, je fais mieux qu’aimer : je sais souffrir ; je saurais renoncer à mon plaisir pour votre bonheur. Mais voilà quelqu’un qui vient troubler la satisfaction que j’ai à vous prouver que je vous aime.

Savez-vous pourquoi je vous écris ? c’est parce que

cela me plaît : vous ne vous en seriez jamais douté, si je ne vous l’avais dit. Mais, mon Dieu ! où êtes-vous ? Si vous avez du bonheur, je ne dois plus me plaindre de ce que vous m’enlevez le mien.

1774.

Bonjour, mon ami. Avez-vous dormi ? comment êtes-vous ? vous verrai-je ? ah ! ne m’ôtez rien : le temps est si court, et je mets tant de prix à celui que j’emploie à vous voir ! Mon ami, je n’ai plus d’opium dans la tête, ni dans le sang : j’y ai pire que cela, j’y ai ce qui ferait bénir le ciel, chérir la vie, si ce qu’on aime était animé du même mouvement ; mais mon Dieu ! ce qu’on aime est justement fait pour faire le tourment et le désespoir d’une âme sensible. Bonjour, je veux vous voir. Vous auriez dû venir dîner avec moi chez madame Geoffrin. Je n’osai pas vous le dire hier au soir. Oui, vous devriez m’aimer à la folie ; Je n’exige rien ; je pardonne tout, et je n’ai jamais un mouvement d’humeur, mon ami ; je suis parfaite, car je vous aime en perfection.

De tous les instants de ma vie, 1774

Mon ami, je souffre, je vous aime, et je vous attends.

 

Trois lettres de Julie des Lespinasse au Comte de Guibert

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Sylvie Tyralla-Noel

Klausdieter Hübschmann

 

n.b.: Unsere Schatzmeisterin, Frau Hilde Schwadorf, ist ab sofort nur unter Telefonnummer 0160 8814 000 (mobil) zu erreichen.

 


 

Impressum:

 

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V., Am Gärtchen 31; 53347 Witterschlick;

????Tel. : 0228 9863654 FAX: 0228 9863655

Die Gesellschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nr. 3999 eingetragen und als gemeinnützig vom FA St. Augustin anerkannt, Steuernummer 222/5733/0775.

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de

Internet: www.dfg- bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvie Tyralla-Noel;

Dr. Wolfgang Linckelmann : E-Mail: wf.linckelmann@t-online.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn, Kontonummer 6999,

BLZ: 370 501 98