Der InfoBrief 2007-3 steht Ihnen auch als PDF zur Verfügung!

InfoBrief 2007-3



Nr. 2007-3

09. August 2007

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde der Gesellschaft, chers amis,


 

nach der Sommerpause möchten wir Sie mit den aktuellsten Informationen aus unserer Gesellschaft bedienen. Insbesondere empfehlen wir Ihnen die Lektüre des neuen Programms für die zweite Jahreshälfte 2007 und hoffen auf Ihre rege Teilnahme an den vorgeschlagenen Veranstaltungen.

(Am besten notieren Sie die Termine gleich in Ihren Kalender)

 

Rückschau

 

Am 19.06.2007 luden das Robert-Schuman-Institut Bonn und die Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V. zu einer Nachlese der Präsidentschaftswahlen und der Wahlen zur Nationalversammlung in Frankreich ein. Redner war Professor Henri Ménudier, der eine große Zuhörerschaft vorfand, die sich am Ende auch zu einer lebhaften Diskussion anregen ließ.

Ménudier hob zunächst die überragende Rolle des Präsidentenamtes in Frankreich hervor und zeigte auf, wie es unter De Gaulle und seinen Nachfolgern zu dem Machtzuwachs gekommen ist. So schlug sich auch in der hohen Wahlbeteiligung an der Wahl des Präsidenten die Bedeutung dieses Amtes im Bewusstsein der Franzosen nieder, zumal zwei besonders attraktive Kandidaten, der konservative Sarkozy und die linke Ségolène Royal als Spitzenkandidaten um das Amt kämpften. Der Redner hob hervor, dass sich die rechte UMP nach dem Sieg Sarkozys zum Präsidenten bei der Wahl zur Nationalversammlung zu sicher fühlte, viele Anhänger nicht mehr mobilisierte und dadurch die 2/3 Mehrheit der Stimmen verfehlte, während die PS und ihre Verbündeten gegen den "umgekehrten Robin Hood" kämpften und rund 50 Sitze dazu gewannen. Ménudier findet es gut, dass Sarkozy eine nicht zu große Machtfülle durch die Wähler zugewiesen bekam und den Dialog mit den Linken bei seinen Reformvorhaben suchen müsse. Geplant sind unter anderem Steuererleichterungen für die Industrie, Abschaffung der 35-Std.-Woche, Verschärfung des Einwanderungsgesetzes, Reformen zur inneren Sicherheit und eine Universitätsreform.

Der Redner betonte, dass Sarkozy auch für die europäische Einigung eintritt, aber eine besonders enge Beziehung zu Deutschland für überholt hält. Da der kluge Taktiker Sarkozy Frankreich ernsthaft reformieren wolle, sagte Ménudier, brauche er die Zustimmung des Volkes und müsse deshalb verschiedenste Bevölkerungsgruppen zu gewinnen suchen. Hinsichtlich der europäischen Verfassung sei Sarkozy lernfähig und visiere einen Vertrag an, der auf das Wichtigste reduziert ist. Ménudier hält es auch für möglich, dass der Gedanke eines "Kerneuropas" wieder auflebt. Als Beitrag zur europäischen Bewusstseinsbildung begrüßt Ménudier deutsch-französische Geschichtslehrbücher für weiterführende Schulen und wünscht sich auf diesem Gebiet auch eine Zusammenarbeit mit Polen. (Ursula Klein)

 

Wegen der Nachfrage einiger Mitglieder veröffentlichen wir den Text des Briefes des jungen Angehörigen der Résistance Guy Môquet:

 

DOCUMENT

Lors d'une cérémonie au Monument de la Cascade du Bois de Boulogne, Nicolas Sarkozy a annoncé que sa "première décision" de président sera de faire lire chaque année dans tous les lycées la dernière lettre du jeune résistant Guy Môquet, fusillé à 17 ans en 1941.

 

"Ma petite maman chérie,

mon tout petit frère adoré,

mon petit papa aimé,

Je vais mourir ! Ce que je vous demande, toi, en particulier ma petite maman, c'est d'être courageuse. Je le suis et je veux l'être autant que ceux qui sont passés avant moi. Certes, j'aurais voulu vivre. Mais ce que je souhaite de tout mon cœur, c'est que ma mort serve à quelque chose. Je n'ai pas eu le temps d'embrasser Jean. J'ai embrassé mes deux frères Roger et Rino. Quant au véritable je ne peux le faire hélas ! J'espère que toutes mes affaires te seront renvoyées elles pourront servir à Serge, qui je l'escompte sera fier de les porter un jour. A toi petit papa, si je t'ai fait ainsi qu'à ma petite maman, bien des peines, je te salue une dernière fois. Sache que j'ai fait de mon mieux pour suivre la voie que tu m'as tracée.

Un dernier adieu à tous mes amis, à mon frère que j'aime beaucoup. Qu'il étudie bien pour être plus tard un homme. 17 ans 1/2, ma vie a été courte, je n'ai aucun regret, si ce n'est de vous quitter tous. Je vais mourir avec Tintin, Michels. Maman, ce que je te demande, ce que je veux que tu me promettes, c'est d'être courageuse et de surmonter ta peine.

Je ne peux en mettre davantage. Je vous quitte tous, toutes, toi maman, Serge, papa, en vous embrassant de tout mon cœur d'enfant. Courage !

Votre Guy qui vous aime.

Guy

Dernières pensées : Vous tous qui restez, soyez dignes de nous, les 27 qui allons mourir !"

 

Am 29. Juni 2007 luden wir zu unserem jährlichen Grillabend ein. Das vorherrschende nass-kalte Wetter hielt nur wenige vom Kommen ab. Die Besucher durften sich an Gegrilltem und den mitgebrachten Salaten, Vor- und Nachspeisen laben. Der Durst konnte wieder mit Wein, Bier und anderen Getränken gelöscht werden. Wer des süßen Weines voll war wusste anschließend mit leichter Zunge ein Lied zu trällern…..

 

Vorschau

 

Am Dienstag, dem 18. September 2007 treffen wir uns zu einem Leseabend in französischer Sprache im Hause Tyralla, Deutschherrenstrasse 90, Bad Godesberg, Beginn um 19.30 Uhr. Unser Vorstandsmitglied Caroline Montexier stellt das Buch von Amélie Nothomb „Ni d’Eve ni d’Adam“ vor: Eine exzentrische Schriftstellerin, die erst im 17. Lebensjahr ihre Heimat (Belgien) kennen lernt. Welche Erfahrungen die junge Schriftstellerin geprägt haben, erfahren wir durch viele Ihrer Romane. Die jüngste Publikation ist der Rückkehr nach Japan, wo Amélie Nothomb geboren ist und mehrere Jahre gelebt hat, gewidmet.

Ihre Anmeldung erbitten wir bis 13.9.2007 beim Generalsekretär.

 

Am Dienstag, dem 25. September 2007 laden wir zu einem Vortrag von der Kunsthistorikerin Regine Wernicke (Berlin) „Cafés littéraires de Paris“ ein. Künstler aller Couleur strömten Anfang des 20. Jahrhunderts in die Welthauptstadt der Moderne nach Paris. Die Cafés waren beliebte Treffpunkte der intellektuellen Szene und künstlerischen Avantgarde. Wo sonst wurden die Künstlermanifeste erdacht, die Ismen der Moderne kreiert, Skandale provoziert, als in diesen "Freien Akademien"? Seit 1700, dem Zeitalter der Pariser Salons, hält sich die Faszination der Literaturcafés bis heute. Wie verlief die turbulente Geschichte der Kultstätte des freien Geistes, der berühmte Dichter - von Voltaire über Apollinaire bis Sartre - literarische Weihen verliehen haben?

Anschließend wird die Ausstellung „Pariser Zeichnungen“ von Klaus Meier-Pauken eröffnet.

Diese Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Robert-Schuman-Institut beginnt um 19.30 Uhr in der Adenauerallee 35 in Bonn.

 

Am Dienstag, dem 2. Oktober 2007 verkosten wir eine Weinauswahl der Zielregion unserer Exkursion im nächsten Jahr. Martin Henseler, Leiter der Filiale Fegers Und Berts (FUB), Haufeld 2a, Siegburg, stellt uns dort um 19.30 Uhr Weine des mittleren Loire-Tales vor. Ihre Anmeldung beim Generalsekretär und Überweisung des Kostenbeitrages von € 15.00 erbitten wir bis zum 13.09.2007 auf das Konto der DFG.

 

Am Sonnabend, dem 6. Oktober 2007 laden wir ein zu einer Tagesexkursion auf den Spuren von Konrad Adenauer und Robert Schuman nach Bassenheim und zum Kloster Maria Laach. Siehe besondere Einladung!

 

Am Dienstag, dem 23. Oktober 2007 veranstalten wir anlässlich des 150. Todestages des Dichters Joseph von Eichendorff einen Liederabend, zu dem wir den Bariton Ulrich Schütte und den Pianisten Dominikus Burkhardt gewinnen konnten.

Der Liederabend beginnt um 19.30 Uhr im Wohnstift Augustinum Bonn, Römerstrasse 118. Der Eintritt beträgt € 10,00 und ist nur vor Ort zahlbar.

Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Augustinum Bonn, dem Colloquium Humanum e.V. und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft e.V.

 

HINWEIS

 

Die VDFG, die FAFA pour l’Europe und die DFG Wetzlar laden Mitglieder und Gäste ganz herzlich ein zum

Jubiläumskongress der VDFG / FAFA zum 50 jährigen Bestehen der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften in Deutschland und Frankreich in der Gründungsstadt Wetzlar:

„Von der bilateralen Versöhnung zur multilateralen Zukunftsgestaltung in Europa“ vom 27. – 30. September 2007 Wetzlar, Hôtel Mercure

In den 4 Arbeitsgruppen stehen folgende Themen an:

1. Zukunft gestalten – neue Aufgaben durch europäische Öffnung

2. Jugend in den Deutsch-Französischen Gesellschaften – Ideenwettbewerb mit Impulsen aus dem Jugendseminar

3. Sprachen öffnen KulTüren und Chancen für den Beruf

4. Migration, Integration und Mobilität – eine Herausforderung für unsere Gesellschaften

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung am 30. September wird der mit

10.000,- € dotierte Elsie Kühn-Leitz-Preis verliehen.

 

Das mit dem Kongress verbundene deutsch-französische Jugendseminar widmet sich dem Thema „Interkulturalität als Chance“ und findet vom 23. – 30. September in Limburg und Wetzlar statt.

Programme und Anmeldebogen bitte beim Generalsekretär anfordern.

Darüber hinaus können von der Homepage der VDFG www.vdfg.de unter „Termine“ und von der Homepage unserer Gesellschaft www.dfg-bonnrheinsieg.de ebenfalls Programme und Anmeldebogen heruntergeladen werden.

W.L.

 

Sonstiges

 

Am Sonntag, dem 26. August 2007 veranstalten die Goethe-Gesellschaft e.V. und das StadtMuseum Bonn eine Matinee: Eichendorff im Gespräch von Peter Andersch und mit Sylvie Tyralla-Noel. Beginn 11.30 Uhr im Ernst-Moritz-Arndt-Haus; Eintritt: € 5,00

 

A vos Casseroles

 

Courgettes rondes à la brouillade

6 courgettes rondes (de la taille de balle de tennis)

9 œufs

1 gros bouquet de basilic

30 cl de crème liquide

80 g de parmesan

40 g de beurre

Sel, poivre

Laver les courgettes, découper les chapeaux en corolles sans les détacher, blanchir 8 à 10 mn. Passer à l’eau froide, égoutter, sécher. Détacher les chapeaux, creuser avec une cuiller à café, retourner et égoutter. Tenir au chaud.

Faire bouillir la crème, réduire pendant 10 mn puis ajouter le basilic, le poivre et le sel. Laisser infuser pendant 15 mn, garder au chaud.

Battre les œufs en omelette, saler poivrer. Mettre 5 cl d’eau, le beurre et les œufs battus dans une casserole, laisser prendre à feu doux sans arrêter de mélanger. Briser en miettes.

Remplir les courgettes avec une couche de parmesan et une couche d’œufs brouillés. Verser un peu de crème au basilic, remettre les chapeaux, servir la crème à part.

 

Le coin littéraire

 

Les livres qui parlent, extrait du roman « Les Etats et Empires de la Lune » de Cyrano de Bergerac (environ 1645)

 

Pendant son séjour dans les Etats et Empires de la Lune le héro du roman reçoit deux étranges livres :

« Je me mis à considérer attentivement mes livres. Les boîtes, c’est-à-dire leur couverture, me semblèrent admirables pour leur richesse ; l’une était taillée d’un seul diamant, plus brillant sans comparaison que les nôtres ; la seconde ne paraissait qu’une monstrueuse perle fendue en deux. Mon démon avait traduit ces livres en langage de ce monde-là (la terre) ; mais parce que je n’ai point encore parlé de leur imprimerie (celle

des peuples de la lune), je m’en vais expliquer la façon de ces deux volumes.

A l’ouverture de la boîte, je trouvai dedans un je ne sais quoi de métal quasi tout semblable à nos horloges, plein d’un nombre infini de petits ressorts et de machines imperceptibles. C’est un livre à la vérité, mais c’est un livre miraculeux qui n’a ni feuillets ni caractères ; enfin c’est un livre où, pour apprendre, les yeux sont inutiles ; on n’a besoin que d’oreilles. Quand quelqu’un souhaite lire, il bande, avec une grande quantité de toutes sortes de clefs, cette machine, puis il tourne l’aiguille sur le chapitre qu’il désire écouter, et au même temps il sort de cette noix comme de la bouche d’un homme, ou d’un instrument de musique, tous le sons distincts et différents qui servent, entre les grands lunaires, à l’expression du langage.

Lorsque j’eus réfléchi sur cette miraculeuse invention de faire des livres, je ne m’étonnai plus de voir que les jeunes hommes de ce pays-là possédaient davantage de connaissances à seize et à dix-huit ans que les barbes grises du nôtre ; car, sachant lire aussitôt que parler, ils ne sont jamais sans lectures ; dans la chambre, à la promenade, en ville, en voyage, à pied, à cheval, ils peuvent avoir dans la poche, ou pendus à l’arçon de leurs selles, une trentaine de ces livres dont ils n’ont qu’à bander un ressort pour en ouïr un chapitre seulement, ou bien plusieurs, s’ils sont d’humeur à écouter tout un livre : ainsi vous avez éternellement autour de vous tous les grands hommes et morts et vivants qui vous entretiennent de vive voix.

Ce présent m’occupa plus d’une heure ; et enfin, me les étant attachés en forme de pendants d’oreille, je sortis en ville pour me promener…. »

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Sylvie Tyralla-Noel

Klausdieter Hübschmann

 


 

Impressum:

 

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V., Am Gärtchen 31; 53347 Witterschlick;

????0228 9863654 FAX: 0228 9863655

Die Gesellschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nr. 3999 eingetragen und als gemeinnützig vom FA St. Augustin anerkannt, Steuernummer 222/5733/0775.

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de

Internet: www.dfg- bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvie Tyralla-Noel;

Dr. Wolfgang Linckelmann : E-Mail: wf.linckelmann@t-online.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn, Kontonummer 6999,

BLZ: 370 501 98