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InfoBrief 2006-1



Nr. 2006-1

10. Januar 2006

Sehr geehrte Mitglieder, liebe Freunde, chers amis,


 

mit diesem ersten Info-Brief im neuen Jahr überreichen wir Ihnen für das erste Halbjahr 2006 das Programm, das

der Vorstand wieder mit großem Engagement erarbeitet hat und das Sie sicherlich zur Teilnahme an unseren Veranstaltungen anregen wird.

 

Rückschau

 

Vom 27. bis 29. Oktober führte unsere Gesellschaft – wie im letzten Jahr – eine Schüler- und Studentenreise zum Besuch des 7. Deutsch-Französischen Forums - Studienmesse und Stellenbörse - nach Straßburg durch. Die Teilnehmer, Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12/13 und Studenten und Studentinnen aus den Anfangssemestern, die eine Studien- und Berufsorientierung im deutsch-französischen Kontext anstreben, konnten wichtige Informationen über die binationalen Studiengänge erhalten und individuelle Gespräche mit Personalchefs von Unternehmen über Ausbildungsanforderungen und Berufsaussichten führen (z.B. Mehrsprachigkeit). Zum Kontext interessante Themata wurden darüber hinaus in Podiumsdiskussionen behandelt. Unsere Gruppe fuhr unter der Leitung unseres Vorstandsmitglieds Dietlinde Hurtig und wurde zunächst von der Europaabgeordneten Ruth Hieronymi im Europäischen Parlament (EP) empfangen. Sie gab einen Überblick über die Funktion und Arbeit des EP, an dessen Sitzung unsere Reisegruppe teilnehmen durfte.

Eine Stadtbesichtigung rundete den Besuch in Straßburg ab. Die Teilnehmer kehrten mit neuen Eindrücken und Ideen für ihren weiteren Berufsweg zurück. Wir danken für die Unterstützung durch die Firma Knauber und das Robert-Schuman-Institut und für das Engagement von Dietlinde Hurtig für die Vorbereitung und Durchführung der Reise.

Im Jahr 2006 wollen wir wieder jungen Menschen die Gelegenheit bieten, sich auf dem 8. Deutsch-Französischen Forum über den gleichen Themenkreis zu informieren.

 

Am 28. Oktober 2005 stellte unser Mitglied Ute Raschpichler-Saad den Roman „Je l’aimais“ von Anna Gavalda vor. Nach einer kurzen Einführung gelang es Ute Raschpichler-Saad, anhand von ausgesuchten, eindrucksvoll vorgelesenen Textpassagen, einen aufschlussreichen Einblick in das Werk zu vermitteln. Nach der Lesung kam es zu einer lebhaften Diskussion über die Qualitäten und Mängel des Romans.

 

Am 5. November 2005 fuhren wir nach Düsseldorf zur Matisse - Ausstellung, die erste umfassende Ausstellung zum Werk des französischen Malers in Deutschland seit über zwanzig Jahren. Mit etwa 200 Werken zeigt die Ausstellung Matisses Kunst in allen Schaffensphasen, von den kleinen dunklen und kraftvollen Bildern der Frühzeit über die meisterlichen Kompositionen der fauvistischen und der experimentellen Phase bis zu den intimen Bildschöpfungen der sog. Nizza-Periode und den strahlend hellen und schwebend leichten Papierschnitten des Spätwerks. Das Motto der Ausstellung „Figur Farbe Raum“ hätte man mit Baudelaires „Luxe, Calme et Volupté“ vielleicht noch prägnanter definieren können! Uns wurde erklärt, wie Matisse die Perspektive aufhebt, sowie die kompositorische Hierarchie, die zwischen Haupt- und Nebensachen unterscheidet. Die Räume, das Innen und das Außen gehen ineinander über, alle Elemente sind auf den Bildern bis an die Ränder teppichhaft miteinander verwoben. Verschränkung der Flächen nannte unsere Führerin das Verfahren. Besonders deutlich zeigt sich auf den letzen Bildern die immer größere Rolle der Oberfläche. Die gesamte Fläche strahlt einen erotischen Zauber aus, der nicht auf die Frauenfiguren konzentriert ist. Zitate aus dem eigenen Werk, Bronzeplastiken, Bildausschnitte, das Spiegelbild des Malers an der Arbeit, lassen immer wieder die Grenzen zwischen Kunst und Leben verschwimmen. Die hervorragende Führung war natürlich viel zu kurz, aber jeder von uns hatte anschließend die Möglichkeit, noch einmal langsam durch die Ausstellung zu gehen.

 

Am 9. November 2005 hielt Eleftheria Wollny-Pópota M.A., Präsidentin der Deutschen Hellas - Gesellschaft, im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung einen Vortrag mit Bildern und Musik zum Thema „Das Griechenlandbild von Napoleon Bonaparte“. Dieser Vortrag fand im Rheinischen Landesmuseum Bonn statt.

Ursprünglich soll die Familie Bonaparte von Griechenland nach Korsika ausgewandert sein. Am Ende des Vortrages gab es aber zu den verschiedenen Thesen keine klare Antwort.

 

Am 19. November 2005 trafen wir uns zu unserem traditionellen Déjeuner amical, diesmal im Restaurant des ARP MUSEUM im Bahnhof Rolandseck. Die restaurierten Wartesäle des historischen Bahnhofs der 1. und 2. Klasse bieten einen sehr großzügigen Rahmen - nicht nur für Konzerte und Autorenlesungen. Nach dem Sektempfang, der Begrüßung durch Dr. Linckelmann und der Vorstellung von Olivier Duchatelle, dem neuen Leiter des Robert-Schuman-Instituts, der sich für eine verstärkte Zusammenarbeit der DFG und des Instituts in der Zukunft aussprach, gingen wir zu Tisch. Während des Essens bekamen wir interessante Erläuterungen von Johannes Wasmuth zur Geschichte des Bahnhofs, zu seiner Rettung vor dem Abriss und zum aktuellen Ausbau des ARP MUSEUMS. Und wir hatten selbstverständlich viel Zeit für interessante Gespräche.

 

Am 27. November 2005 hatten wir zu einer szenischen Lesung mit Sylvie Tyralla-Noel und Dr. Peter Andersch im Arndt-Haus eingeladen, zum Thema „Schiller und Frankreich“. In einem lebendigen Dialog unterrichte Schiller seine französische Besucherin und Schiller-Kennerin über seine geistige Teilnahme an der großen Revolution und seine Zweifel daran, über seine Beschäftigung mit der französischen Geschichte und seine ästhetischen Bedenken zum französischen Drama, und musste dabei selbst etwas Neues erfahren, und zwar Madame de Staëls bewundernde Darstellung ihrer Begegnungen und Gespräche mit Schiller. Der große Salon des Arndt-Hauses bietet einen idealen Rahmen für Veranstaltung dieser Art und wir danken dem StadtMuseum für die Zusammenarbeit.

 

Advent, Stimmung, gemütliches Ambiente, herrlicher Ausblick, wunderbare Harfenmusik und besinnliche Texte … erlebten am 8. Dezember 2005 die Besucher unseres traditionellen Adventskaffees. Lyliane Kempen ist auch dieses Jahr wieder ein wunderbarer Adventskaffee auf der Godesburg gelungen. Die rege Beteiligung unserer Mitglieder spricht für sich. Wir danken für den wunderschönen Nachmittag auch den jungen Künstlerinnen Sonia Schwarz und Karuna Koch mit ihren Müttern und ebenso ihrer Harfenlehrerin Josiane Straub.

 

Am 15. Dezember 2005 konnte der Rilke-Experte Dr. Johannes Heiner, Poxdorf/Franken, in einem Vortrag über die späten Gedichte Rainer Maria Rilkes in französischer Sprache zeigen, dass der Dichter hier, geschult an Paul Valérie und durch seine frühen langen Aufenthalte in Paris vorbereitet, eine neue dichterische Freiheit in der fremden Sprache genießt. Rilkes letzte Jahre in der Schweiz bringen nach Vollendung seiner Hauptwerke für ihn eine Hinwendung zu einer „Poesie des einfachen Lebens“ (so auch ein neues Rilke-Buch des Referenten), in der zahlreiche Themen seines Hauptwerkes wieder aufscheinen und oft in spielerischer Freiheit vollendet werden. Zahlreiche Rückfragen der Rilke-Kenner und –Liebhaber im Publikum belohnten den Vortragenden.

 

Vorschau

 

Am Sonntag, dem 15. Januar 2006 laden wir zur Neujahrsmatinee in das Rheinhotel Dreesen ein, Rheinstrasse 45-49, Bad Godesberg, Beginn um 10.30 Uhr. Die Einladung mit dem Anmeldebrief (Anmeldung bis 10. Januar 2006) und das Programm wurden bereits versandt.

 

Am Dienstag, dem 7. Februar 2006 laden wir zu einem Vortrag mit Wolfgang Schwarzer ein. Wolfgang Schwarzer ist ein profunder Kenner der französischen Kriminalliteratur, er wird den 1939 erschienenen Roman von Gaston Leroux „Das Phantom der Oper“ vorstellen und analysieren. Stehen vielleicht wahre Gegebenheiten am Anfang? Spielt die Zeit eine Rolle? Wer sind die mysteriösen Protagonisten?

Beginn: 19.30 Uhr im Robert-Schuman-Institut, Bonn, Adenauerallee 35

 

Am Samstag, dem 4. März 2006 treffen wir uns in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 4, zu einer Führung durch die Ausstellung „Französische Meisterwerke des 17. und 18. Jahrhunderts aus deutschen Sammlungen. Anhand von ca. 150 repräsentativen Gemälden bietet sie eine facettenreiche Darstellung der französischen Malerei von den Caravaggio-Nachfolgern bis zu den Klassizisten um 1800. Gleichzeitig spiegelt sie die Entstehungs-geschichte wichtiger deutscher Gemäldesammlungen sowie die Rezeption französischer Kunst in Deutschland wieder. Die Ausstellung war bis vor kurzem im Pariser Grand Palais zu sehen und entwickelte sich dort zum Publikumsmagnet.

Wir treffen uns in der Kunsthalle um 10.45 Uhr. Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 01. März 2006 beim Generalsekretär. Preis:10 € bei 20 Personen.

 

Vom Montag, dem 13. März bis zum Donnerstag, dem 16. März 2006 fahren wir zu einem Seminar der Karl-Arnold-Stiftung „EUROPA VOR ORT“ nach Straßburg.

Siehe Programm und Anmeldeformular, das mit getrennter Post bereits im Dezember 2005 versandt wurde. Anmeldungsfrist: 20. Januar 2006 bei der Karl-Arnold-Stiftung !! (Kopie an Generalsekretär erbeten)

 

Wir können Sie schon jetzt auf den

51. Kongress der VDFG/FAFA hinweisen, der vom 7. bis 10 September 2006 in St. Etienne (Loire) stattfinden wird!

 

 

Anecdote

 

L’humour du Roi Henri IV

 

Un jour, à la chasse, le Roi s’arrête dans une auberge de village. On lui prépare à souper, et Henri IV demande qu’on lui envoie l’homme le plus spirituel du pays pour se distraire avec lui pendant le repas. Cet homme est un nommé Gaillard. Le Roi le fait venir, l’accueille joyeusement et l’assied à sa table, puis lui demande : « Quelle différence y a-t-il entre gaillard et paillard ? » Le villageois lui répond hardiment : « Il n’y a que la largeur d’une table. » Henri IV, ravi, s’exclame en riant : « Ventre Saint Gris ! Je ne pensais pas trouver si grand esprit dans si petit coin ! »

Se rendant une fois au Louvre, à pied dans les rues de Paris, avec un cortège de nobles qui le suivent, il croise une femme qui conduit une vache. Il lui en demande le prix, la femme le lui indique. Henri IV répond : « C’est trop, mais je vous en donnerai tant. » La paysanne, désignant d’un geste large sa suite chamarrée : « Vous n’êtes pas marchand de vaches, Sire, je le vois bien. » Henri IV, alors, de rétorquer : « Pourquoi ne le serais-je pas, ma commère ? Voyez-vous pas tous ces veaux qui me suivent ? »

 

A vos casseroles !

 

Poule au Pot

 

Une poule de 2 kg

1 cœur de céleri coupé en deux

4 poireaux nettoyés et coupés en quatre dans le sens de la longueur

500 g de carottes coupées dans le sens de la longueur

1 gros navet coupé en quatre

2 oignons coupés en quatre

1 bouquet garni

cerfeuil frais ciselé

 

Farce

500 g de pain de seigle rassis et coupé en petits morceaux

2 gousses d’ail

200 g de grattons d’oie (facultatif) (Gänsegrieben)

200g de lard coupé en petits morceaux

2 cuillers à soupe de persil ciselé

sel et poivre

noix de muscade

3 œufs

sauce

2 oeufs

le jus et le zeste d’un citron

15 cl de yaourt entier

3 cuillers à soupe d’huile

1 cuiller à soupe de cerfeuil et de ciboulette ciselés

1 cuiller à café d’estragon ciselé

sel et poivre

 

Mélanger dans un saladier le pain, l’ail, les grattons, le lard et le persil. Epicer avec le sel, le poivre et la noix de muscade. Ajouter les oeufs et bien mélanger. Remplir la poule de cette farce, coudre l’ouverture.

Mettre la poule dans une cocotte, couvrir d’eau. Porter à ébullition et écumer. Laisser bouillir doucement environ deux heures. Après une heure et demie de cuisson ajouter les légumes attachés en bouquet et le bouquet garni.

Pour la sauce, faire cuire les oeufs à la coque 3 1/2 à 4 minutes. Séparer les blancs des jaunes, mélanger les jaunes encore chauds avec quelques gouttes de jus de citron. Incorporer ensuite le yaourt, l’huile et le reste du jus de citron. Battre jusqu’à ce que la sauce ait une consistance veloutée. Ajouter les fines herbes, le zeste finement haché, le sel, le poivre et les blancs d’œufs écrasés à la fourchette.

Garnir une passoire d’un torchon plié qu’on aura mouillé et essoré. Y passer le bouillon et le servir parsemé de cerfeuil en entrée.

Après trancher la poule et la dresser sur un plat, garnir avec la farce coupée en tranches et les légumes.

Verser la sauce dans une saucière et servir.

 

Eh ! Monsieur Ravaillac, où courez-vous ainsi !

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Sylvie Tyralla-Noel

Wolfgang Linckelmann

 

 

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Impressum:

 

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V., Am Gärtchen 31; 53347 Witterschlick;

??0228 9863654 FAX: 0228 9863655

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de

Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvie Tyralla-Noel;

Dr. Wolfgang Linckelmann : E-Mail: wf.linckelmann@t-online.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

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BLZ: 3805000