InfoBrief 2004-4



Nr. 4 - 2004

20. Oktober 2004

Sehr geehrte Mitglieder, liebe Freunde, chers amis,


 

 

hiermit möchten wir Ihnen wieder Neues aus dem Leben der Gesellschaft mitteilen.

 

 

Rückschau

 

Am 16. September 2004 referierte Dr. Barbara Hausmanns zum Thema Die Fisimatenten der Franzosen – Die französische Besatzungszeit im Bonner Raum 1794 bis 1815. Die französischen Truppen wurden mit hohen Erwartungen in Bonn und Umgebung empfangen, verdrängten sie doch das verstaubte absolutistisch herrschende Regime. Die „Befreier“ kamen, also diejenigen, die sich „liberté, égalité et fraternité“ auf das Panier haben schreiben lassen. Die Stimmung schlug aber um, als die neuen Herren anfingen, den Bonner Raum verwaltungsmäßig neu zu ordnen und in ein neues Departement zu integrieren. Das öffentliche Leben wurde nach französischen Vorschriften geregelt. Die jungen Männer mussten in der Armee Napoleons dienen und seine Eroberungskriege mit ihrem eigenen Blut bezahlen. Auch den Bauern war es am Ende egal, ob sie den alten Herren den Zehnten ablieferten oder die neuen Herren mit ihren Produkten beliefern mussten. Als die Franzosen 1815 endlich abzogen, weinte den „Befreiern“ niemand eine Träne nach.

Der Vortrag wurde mit sehr instruktiven und qualitativ hochwertigen Bildern und Collagen wirkungsvoll unterstützt.

 

Am 30. September 2004 stellte unser Mitglied Caroline Montexier Houellebecqs Roman „Plateforme“ in französischer Sprache vor. Nach einigen Worten über die Biographie und das Werk des Autors schilderte sie kurz den Inhalt des Romans, eine Reflexion über das erotische Verhalten der Europäer, eingeklemmt zwischen den keineswegs verschwundenen Tabus des Katholizismus, den Sexualverbrechen und den Traumangeboten des Sextourismus und über die Unmöglichkeit, glücklich zu sein. Dann las sie einige Auszüge aus dem Roman. Eine rege Diskussion beschloss den Abend.

 

Am 2. Oktober 2004 fuhren wir zusammen mit der DFG Köln zum Niederrhein. In Kleve haben wir das Museum im ehemaligen Kurhaus besichtigt, das das Ewald–Mataré – Archiv beherbergt. Gezeigt wurden Matarés Arbeiten um das Thema „Kuh“, als Graphik, Holzskulptur und Bronze. Die Kuh wird zu einer in sich ruhenden Form mir klaren Linien, die mehr die ästhetische Abstraktion einer Kuh darstellen, also die Idee einer Kuh, als eine richtige Kuh. Die Ohren fehlen u.a. Dann wurde uns erklärt, warum Mataré vom Holz zur Bronze als Material für seine Skulpturen wechselte, und zwar, um die nicht gewollten zusätzlichen Effekte, die die Holzstruktur, dem Werk verleiht, zu vermeiden.

Die Maserung zum Beispiel könnte zu anderen Interpretationen verführen. Im zweiten Teil der Führung wurden Exponate des Museums gezeigt mit der Entwicklung der Stadt Kleve zur Kurstadt und den Barockgärten des Brandenburgischen Statthalters Johann Moritz von Nassau als Schwerpunkt. Anschließend berichtete Sonja Mataré, die Tochter des Künstlers, über den Aufenthalt ihres Vaters in Paris 1925 und sein zurückgezogenes Leben in Büderich.

Nach dem Mittagessen im Landhaus – Restaurant fuhren wir nach Kalkar, um die berühmten Altäre der Nicolai-Kirche zu sehen, wozu wir uns mehr Zeit gewünscht hätten.

Wir trafen uns wieder im historischen Ratskeller zu einem kleinen Abendessen. Zum Schluss lasen Sylvie Tyralla-Noel und Peter Andersch Auszüge aus dem Briefwechsel zwischen Voltaire und Friedrich dem Großen, die sich im September 1740 zum ersten Mal in der Nähe von Kleve, auf Schloss Moyland, begegneten.

Wir danken der DFG Köln, insbesondere Frau Marie-Catherine Back, für die ausgezeichnete Organisation des gemeinsamen Unternehmens.

 

Am 13. Oktober 2004 referierte der Generalanwalt

a. D. am Europäischen Gerichtshof, Prof. Dr. Siegfried Alber zum Thema „Europäische Kultur und Identität: gibt es das überhaupt?“ Er stellte unter anderem dar, dass Kultur und Identität in einem engen Zusammenhang mit der Rechtsordnung, Sprache, Religion und den ethnischen Wurzeln zu sehen sind. Die sehr große Vielfalt der Sprachen in Europa erschwert z.B. im Vergleich mit den Vereinigten Staaten von Nordamerika die Definition einer gemeinsamen europäischen Kultur und Identität Er sieht im Fehlen eines deutlichen Bezugs zu den großen Religionsgemeinschaften in der europäischen Verfassung einen Nachteil hinsichtlich einer gemeinsamen Auffassung von der Würde des Menschen. Dieses aktuelle und vielschichtige Thema regte die Zuhörer stark zum Mitdenken an.

 

Am 22. Oktober 2004 trafen wir uns im Gewölbe der Rigal’schen Kapelle zu einer Wanderung durch französische Weinlandschaften. Das Gewölbe war ein sehr passender Veranstaltungsort für das Verkosten guter Weine aus dem Jura, mit Brot und dem berühmten Käse aus der Region, dem Comté. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, die Atmosphäre ausgesprochen angenehm. Aus dem Buch „Die Literarische Weinprobe“ las Irmgard Hübschmann ausdrucksvoll und sehr unterhaltsam amüsante Texte vor. Die lehrreichen Erklärungen von Klausdieter Hübschmann über die Region, die Herkunft und Eigenart verschiedener und wenig bekannter Weine wie z. B. „Vin d’Arbois“, „Vin de paille“, haben den Besuchern ebenfalls sehr gut gefallen. Nicht zuletzt die Qualität der präsentierten Weine trug dazu bei, dass diese Veranstaltung in bester Erinnerung bleiben wird.

 

 

Vorschau

Am 5./6. November 2004 fahren wir mit interessierten Schülern zum 6. Deutsch - Französischen Forum nach Straßburg. Das Forum bietet Informationen zu den integrierten deutschfranzösischen Studiengängen und Doppeldiplomen.

Hochschulen erteilen Auskünfte über ihre Programme und Fördermöglichkeiten, Unternehmen bieten eine Stellenbörse u.a. auch für Praktika.

 

Am 12. November 2004 improvisiert Peter Bares an der Ott-Orgel der Kreuzkirche zu Bonn zu Gedichten von Arthur Rimbaud.

Beginn: 19.30 Uhr; siehe besondere Einladung.

 

Am Sonnabend, dem 20. November 2004 laden wir zu unserem traditionellen Mittagessen in das Restaurant DACAPO ein.

Es erwartet Sie folgendes 3-Gänge – Menü:


Déjeuner


Begrüßungssekt

Entrée:

Französische Zwiebelsuppe mit Käsecroûtons

Hauptgang 1:

Tranchen von der Barbarie-Ente auf Hollundercassiscreme,

Serviettenknödel undMandelbrokkoli

oder

Hauptgang 2:

mit Krebsrahmsoße, Basmatireis und Romanesco

Dessert:

Vanilleeiscreme mit Obstsalat und Sahne

Kaffee


Wir bitten um Ihre Anmeldung mit Auswahl des Hauptganges auf beiliegendem Blatt und Überweisung des Kostenbeitrages von € 30,00 pro Person auf das Konto der Gesellschaft bis 16.

November 2004.

Beginn: 12.30 Uhr

 

Am Montag, dem 22. November 2004 laden wir zu einer Informationsveranstaltung ein mit Dr. Achim Haag, Generalsekretär der Deutsch-Französischen Hochschule Saarbrücken. Er spricht über die Doppelstudiengänge seiner Hochschule: „ Wer heute kein Englisch kann, hat auf dem Arbeitsmarkt keine Chance. Wer nur Englisch kann – auch nicht!“

Beginn: 19.30 Uhr in der Aula des Clara-Schumann-Gymnasiums, Loestrasse 14 in Bonn.

Gemeinschaftsveranstaltung mit der DFGWT Bonn und dem Robert-Schuman-Institut.

Teilnahmeanmeldung beim Generalsekretär bis 20.11.2004 erbeten.

 

Am Donnerstag, dem 25 . November 2004 wird unser Mitglied Françoise Linckelmann das Buch „Les bruits des trousseaux“ und seinen Autor Phillippe Claudel in französischer Sprache vorstellen (als livre de poche im Verlag Stock erschienen).

Beginn: 19.30 Uhr im RSI , Adenauerallee 35, Bonn

 

Am Mittwoch, dem 1. Dezember 2004 laden wir zu einem Filmabend mit Ulrich von Thüna ein. Er stellt den Film „Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran“ vor, den François Dupeyron 2003 nach dem Roman von Eric - Emmanuel Schmitt gedreht hat.

Omar Sharif spielt die Hauptrolle Beginn 19.30 Uhr im RSI, Adenauerallee 35, Bonn

Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Robert-Schuman-Institut.

 

Am Donnerstag, dem 9. Dezember 2004 findet unser traditioneller Adventskaffee statt. Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 6. Dezember 2004.

Bezahlung vor Ort nach individuellem Verzehr.

Beginn 15.30 Uhr im DACAPO, Bonn, Theaterstrasse

 

Avis de recherche - Literarischer Steckbrief

Solution de l’avis précédent : Charles Baudelaire

Nouvel avis

Nom : ?

Lieu de naissance : Mâcon

Lieux de résidence : La Bourgogne, Paris, Florence

Parents : son père, un officier de cavalerie peufortuné, échappé aux prisons de la Terreur, exploite les terres de la famille. Il fait donner une bonne éducation à ses enfants.

Signalement : En le voyant le prince de Poix s’écrit :

« Quelle bonne taille ! quelle belle attitude sous l’uniforme ! Marchez, Monsieur. Quelle bonne démarche militaire ! »

Henri de Lacretelle écrit : « On devinait à sa mise et à son attitude qu’une partie de ses heures se passaient à cheval. Il portait déjà un de ses chapeaux haute forme qui sont devenus légendaires. »

 

Lieux préférés : Le désert et les paysages alpestres.

Animal préféré : Sa jument Saphir : « Je n’ai jamais monté un animal si léger. On ne sentait ni le mouvement élastique de ses épaules, ni la réaction de son sabot sur le rocher, ni le plus léger poids de sa tête sur le mors... »

Activités : Son oeuvre est le reflet de ses passions et de ses engagements sociaux et politiques. Son premier recueil de vers, qui passe pour être le premier recueil lyrique du romantisme, remporte un succès gigantesque dès sa parution. Il exprime l’émotion d’un premier amour brisé par la mort de l’être aimé. Les oeuvres suivantes sont empreintes

de réflexions religieuses et philosophiques. Après un voyage au Moyen-Orient notre auteur passe d’un catholicisme traditionnel à une religion épurée dont il se croit appelé à devenir le « Messie ». En politique il évolue du conservatisme royaliste de la Restauration au « libéralisme » de la Monarchie de Juillet et devient franchement socialiste en 1843.

Pendant 18 ans il est député et s’acquitte avec beaucoup de conscience de ses mandats successifs. Il remporte de grands succès en tant qu’orateur. En 1848 il devient chef du gouvernement provisoire, proclame la République et fait acclamer le maintien du drapeau tricolore. Sa carrière politique s’achève en décembre 1848 : Le prince Napoléon est élu président de la République.

Les dernières années de sa vie sont attristées par des soucis financiers

De qui s’agit-il ?

Sonstiges

A vos casseroles

CAKE AU FROMAGE DE CHÈVRE

Ingrédients :

200 g de fromage de chèvre

100 g de comté ou emmental râpé

60 g de raisains secs blonds

10 feuilles de menthe fraîche

Sel et poivre

3 gros oeufs

220 g de farine

10 cl de lait

1 sachet de levure chimique (Backpulver)

10 cl d’huile d’olive

Préchauffer le four à 180°, tapisser le moule à cake de papier sulfurisé.

Mélanger oeufs, lait, huile, farine, levure, sel et poivre.

Emietter le fromage de chèvre sur la préparation, ajouter la menthe hachée et le râpé.
Mélanger délicatement, mettre au four 45 minutes.

Consommer tiède ou froid.

 

2. bis 20. November :HARDTBERGER HERBST KULRURWOCHEN AM HARDTBERGGYMNASIUM u.a.

10.11.2004 Schaurig - Traurig: Lieder und Geschichten zum Herbst, 19.00 Uhr Kulturzentrum Hardtberg,

Rochusstrasse 276, Bonn

14.11.2004 Kammermusik im Kulturzentrum, 19.00 Uhr, Kulturzentrum Hardtberg, Rochusstrasse 276, Bonn

19.11.2004 Klang-Farben des Herbstes Chorkonzert mit Liedern und Rezitationen 19.30 Uhr, Hardtberggymnasium,

Gaußstrasse 1, Bonn

 

Die THEATERGEMEINDE Bonn fährt am 28.11.2004 zur Ausstellung „Cézanne – Aufbruch in die Moderne“ nach Essen Museum Folkwang.

Auskünfte unter Telefonnummer 0228 91 50 30


Mit freundlichen Grüßen

Sylvie Tyralla-Noel

Wolfgang Linckelmann

 

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Impressum:

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder

über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint

nach Bedarf.

Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-

Sieg e.V., Am Gärtchen 31; 53347 Witterschlick;

???? 0228 9863654 FAX: 0228 9863655

E-Mail: info@deutschfranzoesischegesellschaft-bonnrheinsieg.de

Internet: www.deutschfranzoesischegesellschaft-bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvie Tyralla-Noel;

Dr. Wolfgang Linckelmann : E-Mail: wf.linckelmann@t-online.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

Bankverbindung: Sparkasse Bonn, Kontonummer 6999,

BLZ: 3805000