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InfoBrief 2002-1



Nr. 2002-1

14. Januar 2002

Sehr geehrte Mitglieder, liebe Freunde, chers amis,

 

zum Jahreswechsel wünsche ich Ihnen allen Gesundheit und Wohlergehen und viele gemeinsame Erlebnisse, die uns in unserer Gesellschaft zusammenbringen. Der Vorstand hat für das erste Halbjahr 2002 wieder einmal ein vielseitiges Programm zusammeng$ellt und es liegt an Ihnen, dies mit Zuspruch und reger Beteiligung anzunehmen. Schließlich geht es nicht nur darum, das hohe Engagement der Vorstandsmitglieder zu würdigen, sondern da Sie mit Ihrem Mitgliedsbeitrag auch entscheidend zur Realisierung des Programms beitragen, sollten Sie auch etwas davon haben. Natürlich nimmt der Vorstand auch jede Anregung von Ihnen dankbar auf, wie zukünftig das Angebot an Veranstaltungen und Exkursionen noch besser Ihren Interessen gerecht werden kann. Das erste Halbjahr zeichnet sich durch einen gewissen literarischen Schwerpunkt aus: Neben der Neujahrsmatinee, die sich Guillaume Apollinaire und der.literarischen Avantgarde widmet, erfahren wir in einem originellen Vortrag von Hans Stiehl von den Übe.rsetzungsschwierigkeiten des Werkes von Montaigne, des großen Vertreters der französischen Renaissanceliteratur, des Philosophen und Moralisten, und wir können einer zeitgenÖSSischen Schriftstellerin, Annie Saumont I begegnen. Historische Neigungen kommen zu ihrem Recht bei dem Vortrag von Sylvie Tyralla-Noel zu den Europagedanken und Europavisionen am Anfang des 19. Jahrhunderts wie auch bei der Spurensuche von Georg Bodin nach den Katharern und Waldensern in Frankreich als mögliche Vorläufer der Reformation. Einen erhellenden Blick auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Eherechts Deutschlands und Frankreichs ermöglicht uns Rechtsanwalt Ulrich Kortmann mit seinem Vortrag. Für wirtschaftlich Interessierte .. und eigentlich sollten wir das alle sein, Sind wir dOCh alle von den wirtschaftlichen Entwicklungen betroffen -wird die Abendveranstaltung zu den aktuellen Herausforderungen für die Volkswirtschaften unserer beiden Länder mit Philippe Gros, dem Wirtschaftsgesandteo der franzÖSischen Botschaft: in Berlin, eine besondere Anziehung ausüben. Auch regionale Entdeckungen kommen nicht zu kurz: Unsere diesjährige Exkursion unter der bewährten Führung und Organisation von Sylvie Tyralla-Noel und Rainer Brockmann gilt der reizvollen Franche-Comte mit denStädtenBesan~onf Montbeliard und Belfart. Renate Gräfin Adelmann wird uns anhand von Diapositiven und eigenen Erlebnissen etwas von der Faszination des JakobPilgerweges vermitteln. Und was verbirgt sich hinter dem Forum mit dem ungewöhnlichen Namen "FORUM 2000 NOUVELLES OPTIONS FRANCAISES·f ?Dank des besonderen Engagements unseres Vorstandsmitgliedes AngelikaSChwering bietet unsere Gesellschaft: seit einiger Zeit für eine besondere Zielgruppe, nämlich die Französischlehrer der Region, ein interessantes Fortbildungsangebotin Zusammenarbeit mit dem Robert-Schuman-Institut an. Schließlich soU auch das Feiern nicht zu kurz kommen: Die "Fete de lamusique" am 2I.Juni begehen wir in diesem Jahr mit einem Konzert des Deutsch-FranZÖSischen Chores Bonn, und Anfang Juli treffen wir uns zum traditionellen Sommer-Grillabend. Sie sehen, Kommen und Teilnehmen lohnt sich. Also vergessen Sie nicht, die DFG-Termine rot im Kalender anzustreichen!

Mit herzlichen Grüßen

 

Rückblick

Am 14. November 2001 sprachen unser Präsident, Dr. Wolfgang Lincketmann, und die stellvertretende Leiterin von ADMICAL,Nathalie Sauvanet, über die soziale Verantwortung der Finnen in Deutschland und Frankreich. Es ging um das Mäzenatentum im großen und im kleinen Rahmen und neuerdings um die Bereitschaft der Finnen, eigene Mitarbeiter zur Unterstützung kultureller und sozialer Einrichtungen zur Verfügung zu steUen.

Am 20. November 2001 trafen wir uns im Theater Euro-Central, um Eric Eychenne als Tartarin da Tarascon zu bewundern. Auf einmal erschienen der exotische Garten, das Waffenarsenal und die maßlose Phantasie des Tartann auf der Bühne. Wir hörten das Gebrüll des alten blinden Löwen und teilten die Begeisterung der Tarasconer bei seiner triumphalen Rückkehr mit den Jagdtrophäen.

 

Am 14. November 2001 bewegten wir uns in Aschen auf den Spuren Karls des Großen. Hierbei überzeugte die ausgezeichnete Führung durch das Domschatzmuseum und den Dom selbst.

Am 30.November 2001 trafen wir uns zu unserem traditionellen Abendessen in der "Lese". Wir konnten uns wieder davon überzeugen, dass die französische Esskultur zu den vornehmeren gehört.

 

Am 13. Dezember 2001 fand der alljährliche Adventskaffee statt Frau Kempen ras adventliehe Texte vor und Frau Josianne 8traub musizierte mit ihren Schülerinnen auf der Harfe.

 

Vorschau

Am Dienstag, dem ,2. Januar 2002. hält Hans Stilett einen Vortrag zum Thema: Von der Unmöglichkeit Montaigne zu übersetzen -und warum ich es trotzdem tat. Als Stiletts Übersetzung der Essays 1998 erschien, geschah ein Wunder: Die Essays sind weder verstaubt noch trocken, sondern frisch, frech und gewagt! Hans Stilett berichtet humorvoll und geistreich über seine Arbeitt über die unmöglichen und fast unüberwindbaren Schwierigkeiten, die Montaignes Text inne hat, Wortspiele, Worte, deren Sinn sich mit dem Kontext wandelt und noch mehr" Der Abend verspricht infonnativ und unterhaltsam zu werden, nicht .nur für Montaigne-Spezialistenl Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Robert· Schuman-Institut, Adenaueraltee 35 und wird gemeinsam mit dem RSI, dem Romanischen Seminar der Uni Bonn und der Buchhandlung Bouvier veranstaltet.

 

Am Sonntag, dem 27. Januar 2002 laden wir zu unserer traditionellen Neujahrsmatinee ein; siehe beigefügte Einladung.

 

Am Donnerstag, dem 21. Februar 2002 spricht Sylvie Tyralla-NoeJ zum Thema: Europabild, Europagedanken und Europavisionen am Anfang des 19. Jahrhunderts. Sowohl die Französische Revolution wie auch Napoleons Korrekturen der Europakarte haben Literaten, Denker und Juristen dazugebracht, Europas Größe und Schwäche neu zu interpretieren und sich zu fragen, wie ein vereinigtes Europa. aussehen könnte. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Robert-Schuman-Institut und wird gemeinsam mit dem RSI veranstaltet.

Am Dienstag, dem 5. März 2002 berichtet unser Mitglied Renate Gräfin Adelmann über ihre Erlebnisse die sie mit Dias festgehalten hat, auf dem Pilgerweg des S1. Jakob nach Santiago de Compostella. Die Veranstaltung findet im RSI statt und beginnt um

19.30 Uhr.

 

Am Freitag, dem 22, März 2002 findet die ordentliche Mitgliederversammlung statt. Alle Mitglieder erhalten dazu eine gesonderte Einladung.

 

EXKURSION IN DIE FRANCHE - COMTE

WIr fahren dieses Jahr vom 27. April bis zum 1. Mai 2002 in die wenig bekannte Franche-Comte, zwischen dem Elsass und dem Jura gelegen. Die Comte hat eine bewegte Geschichte, eine stets wechselnde Landschaft, schöne Städte und eine uralte Handwerkstradition: die Uhrmacherei U.8. Unter ihren Kindern finden wir ein paar berühmte Franzosen: louis Pasteur, Joseph Proudhon Louis Fourier, Gustave Courbet und die kleine Comt~sse de Bourgogne Beatrix, Gattin Friedlich Barbarossas. Die Vorbereitungen laufen bereits: Wir beabsichtigen die Städte Besan~on und Montbetiard, die LeCorbusier-Kapelle in Ronchamps, die Salinen von Areet-Senans, die Abtei Baume-Les-Messieurs, die Burg von Joux, eine Comte-Käserei und einen Weinkeller im

Artbois-Gebiet zu besichtigen. Wir wohnen in ejnem Hotel in der Altstadt von Besan~on. Der Preis für Fahrt und Unterkunft in Halbpension beträgt im Doppelzimmer ca. € 250,00, im Einzelzimmer ca. € 330,00, jeweils pro Person. Nähere Auskünfte erteilen: Sylvie Tyralla-Noel, Telefon: 0284245403 Or. RainerBrockmann, Telefon 02241 330713 Ihre verbindliche Anmeldung erbitten wir bis spätestens zum 15. März 2002.

 

 

Hinweise & Sonstiges

Das Robert-Schuman-Institut lädt am Mittwoch, dem 23. Januar 2002 zu einem Theaterabend in französischer Sprache in das Theater EURO-CENTRAL ein:

"Moi, j'aime pas la mer" nach Franc;oise Xenakis

mit Nathalie Cellier. Francoise Xenakis hat etwa 20 Romane veröffentlicht.

Ihre Werke zeichnen sich oft durch feministische Züge ä la franQSise aus, sind humorvoll und skurril. Ihr Stil, in dem sich alltägliche und poetische Sprache vereinen, fasziniert durch seine Frische und Lebendigkeit.

Beginn: 20.00 Uhr; Reservierung im Theater EURO·

CENTRAL wird empfohlen.

 

Ein Wanderurlaub in der Provence

Die Deutsch-Französischen Gesellschaften von leverkusen, Köln und Bonn-Rhein/Sieg wollen erstmals gemeinsam und auf der Basis von Gegenseitigkeit mit der französischen "Association des excursionnistesproven~ux" (AEP), 8 rue littera. in 13100 Aix-en-Provence einen einwöchige-n Wanderurlaubin der Provence bzw. im Rheinland gestalten, und zwar:

für die deutschen Teilnehmer

vom 24. bis 31. März 2002 (Ostern) für den Gegenbesuch französischer Teilnehmer vom 19.Mai bis 26. Mai 2002 (Pfingsten).

Der Wanderaufenthalt soll Franzosen und Deutschen Gelegenheit geben, die natürlichen und kuttureUen Schönheiten und Besonderheiten der Provence einerseits bzw. des Rheinlandes andererseits "auf Schusters Rappen" zu entdecken und persönliche Kontakte zu knüpfen. Die Wanderführer sind fachkundig und werden für die einzelnen Wanderziele von den Partnerorganisationen gestellt. Eigenen Freizeitbedürfnissen und persönlichen Vorlieben der Teilnehmer wird im Rahmendes Möglichen Rechnung getragen. Eine sportlich physische Überforderung wird ausgeschlossen. Die Tannine decken sich mit einem Teil der jeweiligen Schulferien und können Anlass sein, individuell länger zu verbleiben. Für die deutsche Wandergruppe ist so die erste Osterferienwoche geplant mit folgendem Programm:

Sonntag. 24. März: Ankunft in Aix~en·Provence, Begrüßung AEP Montag. 25. März: Führung durch Aix und Empfang im Rathaus Dienstag, 26. März: Erwanderung des Gebirges Sainte Victoire M;ttwoch, 27. März: Wanderungen in den Calanques Donnerstag, 28. März: Fahrt nach Marseille und Stadtbesichtigung Freitag, 29.März: Wanderung im Ganaban Sonnabend, 30.März: Fahrt nach Arles und Stadtbesichtigung Sonntag, 31. März: Festlicher Abschlussabend mit den deutschen und französischen Teilnehmern.

Unterkunft: In Aix-en-Provence sind wir in einem stadtnahen Hotel untergebracht, bei Interesse kann auch eine private Unterbringung bei Mitgliedern der AEP erfolgen; eine individuelle andere Übernachtung ist jederzeit möglich. Interessenten we~en gebeten sich bis spätestens

28. Februar 2002 beim Generalsekretär zu melden.

Eine gemeinsame Anreise ist zunächst nicht geplant,

kann aber bei ausreichender Teilnehmerzahl auf

Wunsch. organisiert werden.

Die Kosten für den Aufenthalt werden zur Zeit ennittelt.

 

Hinweis zum Einzug des Mitgliedsbeitrages für das Jahr 2001

Nach dem nun endlich im Laufe des letzten Quartals (lV/2001) unsere Mitgliederliste neu geschrieben und überprüft worden war, sollte der längst überfällige Einzug des Mitgliedsbeitrages für das Jahr 2001 erfolgen. Da tat sieh das nächste Problem auf: Wir tappten ungewollt in die DM I €-Falle. Das durch uns benutzte Mitgliederverwaltungsprogramm wandelte aUe eingegeben €• eeträgenachträglich leider so in DM um, dass die Konten der Mitglieder, die im Lastschrifteinzugsverfahren ihre Mitgliedsbeiträge zahlen, statt mit € 40,00 = DM 78,23 nur mit DM 40,00 belastet wurden. Wir mussten daher alle infrage kommenden Konten in einem zweiten Anlauf noch einmal, diesmal aber mit DM 38,23 belasten, damit aus den beiden Teilbeträgen von DM 40,00 + DM 38,23 wieder die Summe DM 78,23 oder € 40,00 wird. Wir bitten diesen wirklich verwirrenden Umstand zu entschUldigen. Der Mitgliedsbeitrag für das Jahr 2002 wird -wie üblich

• nunmehr im Monat März eingezogen bei aUen Mitgliedern, die am Lastschrifteinzugsverfahren teilnehmen. Sollte sich Ihre Bankverbindung seit der letzten Zahlung geändert haben, bitten wir um Ihre Mitteilung, damit wir unsereUntenagen ändern und Rücklastschriftgebühren vermeiden können. Alle anderen Mitglieder werden gebeten ebenfalls bis dahin ihre Mitgliedsbeiträge anzuweisen. -Danke!

 

Geschäftsstelle Sie erreichen den Generalsekretär in unserer Geschäftsstelle unter der Telefonnummer 0228 9863654.

Neuerdings haben wir einen Anrufbeantworter installiert. Eine fremde Stimme erklärt ihnen, dass ihr Anruf nicht entgegengenommen werden kann und dass Sie -nach dem Signalton -eine Nachricht hinterlassen können. Zögern Sie bitte nicht, davon ggf. Gebrauch zu machen.

 

Internet

Die Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V. erarbeitet zur Zeit eine InternetAnbindung. Unsere Internet-Adresse lautet:

www.deutschfranzoesischegesellschaft-bomrrheinsieg.de

E-Mail

Unsere Gesellschaft verfügt auch über eine eigene EMail-Adresse:

info@deutschfranzoesischegesellschaft-bomrheinsieg.de

Diese Adresse ist bereits aktiv.

 

Avis de recherche -Literarischer Steckbrief

Solution de I'avis precedant: Jean Giraudoux

Notre nouvel auteur, le plus grand, helas! selon Andre Gide, opinion qu'on est Iibre de respecter ou non, eut, apres une vie turbulante, des funerailles non moins palpitantes. D'apres un journaliste temoin de I'evenement, "ceux qui I'ont vu ne le verront plus, ceux qui ne I'ont pas vu ne le verront jamais". Cette vie, illa commenc;a alors que le siecle avait deux ans. Enfant precoce, iI apprit iI lire tout seul, "passa son enfance iI plat ventre sur les Iivres" et declara iI quatorze ans: "Je serai Chateaubriand ou rien." Invite iI la ceremonie du sacre du dernier Bourbon, iI fut oblige d'emprunter 1000 francs pour s'habiller, • louer une voiture et supporter les frais de sejour. Une ode sur le sacre dudit monarque lui valut I'estime de celui-ci qui lui fit rembourser les 1000 francs et editer le poeme par l'lmprimerie nationale, ce qui n'empecha pas notre auteur de s'eloigner peu apeu de son ideal royaliste pour devenir un jour le grand pretre de la Republique. Le combat des idees fut I'une de seS grandes passions. Pas la seule, ajoutez-y son aversion pour Napoleon le petit, ses amours, Adele, Juliette, Leonie, Augustine, Mariette, Blanche, la liste n'est pas exhaustive, ses enfants et petits enfants et P0~;, f;:;~i' les esprits frappeurs! Et I'oeuvre? Des miJIlers de vers, des milliers de pages de prose : du theätre, des romans dont le message social et politique reste etonnant de modernisme, des ecrits polittques visionnaires : I'union europeenne et une monnaie unique!

Oe qui s'agit-il?

 


 

Impressum:

Mitdem Info-Brlef unterrichtet der Vorstand die MftIIleder Ober das

LebeniBderGeselbchaft. DerInfo-BrleferscheiBt ca 4 mal Jlhrlich.

Anschrift:

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