Der InfoBrief 2001-2 steht Ihnen auch als PDF zur Verfügung!

InfoBrief 2001-2



Nr. 2001-2

27. Mai 2001

Sehr geehrte Mitglieder, liebe Freunde, chers amis,

 

Vor der Sommerpause möchten wir Sie mit den neuesten Nachrichten aus unserer Gesellschaft informieren.

 

Rückschau

 

Im März sprach unser Vorstandsmitglied Georg Bodin zum Thema Die Katharer . In seinen Vortrag wusste er die geschichtlichen Ereignisse spannend darzustellen, insbesondere die Machtinteressen des Königs von Frankreich und seine Unterstützung durch den Heiligen Stuhl.

 

Robert Schuman und die Einigung Europas war das Thema der Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Hans-Albrecht Schwarz-Liebermann, dem ehem. Präsidenten des EP Hans-August Lücker sowie dem Publizisten und Mitglied unseres Beirates Jürgen Wahl. Die Persönlichkeit und das große Werk Robert Schumans wurden mit sehr viel Herzlichkeit und Bewunderung von seinen Weggefährten gerühmt, jedoch uferte die Diskussion allzu früh in die Tagespolitik aus.

 

Pünktlich zum ersten Mai fand unsere jährliche Exkursion statt. Kein Zweifel: Wir hatten es besser als Goethe während der Campagne in der Champagne!

Erstens sind wir nicht im Schlamm stecken geblieben, zweitens begrüßte uns keine Kanonade in Valmy – die berühmte Mühle wurde vom letzten Sturm weggefegt – drittens erreichten wir die Champagner Keller! Nein, der Champagner war nur ein Ziel unseres kulturellen Unternehmens, wenn man die Massenabfertigung der Besucher in einer Kellerei noch Kultur nennen kann ......

Metz, die römische Stadt, die Hauptstadt der Merowinger, der bedeutende Bischofssitz mit seiner berühmten Klosterschule und seinen italienisch anmutenden Bankhäusern war unsere erste Station. Wer weiss schon, dass die Kathedrale die größte Glasfensterfläche der Welt hat, die ältesten aus dem 13. Jahrhundert und die jüngsten u.a. von Chagall.

Und dann Reims, die alte Krönungsstadt, die Stadt des gemeinsamen Kirchgangs Adenauers und de Gaulles, heute eine quicklebendige Universitäts- und Kongressstadt.

Auf dem Programm standen ein Stadtrundgang und die Besichtigung der Kathedrale sowie der Remigius-Basilika:

 

Die erste als Vollendung der gothischen Kunst, die zweite als bedeutendster romanischer Bau Nordfrankreichs, wie zwei Inseln, in der, nach der schweren Bombardierung im Ersten Weltkrieg in den zwanziger Jahren wieder aufgebauten Stadt.

Eine schöne Fahrt durch die Montagne de Reims auf jenen Hügel, wo die weltberühmten (Wein-)Beeren zu wachsen pflegen, mit den Kellern von Mercier in Epernay als Ziel, rundete unsere Reimser Erlebnisse ab.

Auf der Rückfahrt hielten wir in Verdun. Erstaunlich, dass diese Stadt, die sooft mitten im Gefecht gestanden hat, noch so viele alte Gassen und gut erhaltene Renaissance – Häuser vorzuweisen hat. Erstaunlich auch, dass die Kathedrale, Frankreichs älteste romanische Kirche, nie abgebrannt ist oder zerstört wurde. Interessant auch die Geldquelle des Bischofssitzes im zehnten Jahrhundert: Handel mit Sklaven aus dem Osten, die nach dem maurischen Spanien verkauft und in Verdun entmannt wurden.

Vor dem monumentalen Kriegsdenkmal standen wir ergriffen und ratlos, nicht wissend, welcher Held dort dargestellt ist. Noch ein letzter Blick auf die mächtigen Stadtbefestigungen aus mehreren Epochen ehe wir nach Bonn zurück fuhren.

 

Das Institut Français besteht als Robert-Schuman-Institut an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn weiter und wird sich schwerpunktmäßig mit den deutsch-französischen Hochschul- uind Wissenschaftsbeziehungen befassen. Die Umbenennung wurde in einem Festakt am 9. Mai 2001 mit Ansprachen des Rektors der Universität Prof. Dr. Borchard, des Gesandten für Kultur an der französischen Botschaft Prof. Gougeon, der Bonner Europaabgeordneten Ruth Hieronymi sowie mit Grußworten der Bonner Bürgermeisterin Dr. Pia Heckes und unseres Präsidenten Dr. Wolfgang Linckelmann vorgenommen, der bei dieser Gelegenheit das Wirken des gegenwärtigen Direktors, Dr. Jean-Paul Dispot, in besonderer Weise würdigte.

 

 

Vorschau zum Programm

 

Am Donnerstag, dem 21. Juni 2001 musiziert das Ensemble

Mel Bonis aus Leverkusen Werke der wiederentdeckten

französischen Komponistin Mel Bonis ( 1858 – 1937 ) im

Gobelin-Saal des Alten Rathauses in Bonn. Das Konzert steht unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin der

Bundesstadt Bonn und wird von uns gemeinsam mit dem Robert –Schuman- Institut veranstaltet. Beginn: 19.30 Uhr

Programm: siehe Anlage

 

Am Freitag, dem 29. Juni 2001 treffen wir uns ab 18.00 Uhr zu unserem Grillabend auf dem Grillplatz der Waldfreunde Bonn, Bonn-Hardtberg. Anfahrt über Wesselheideweg; Parken bitte nur auf dem ausgewiesenen Parkplatz vor dem Zugang zum Grillplatz. Mit der Buslinie 635 fahren Sie ab Hbf Bonn bis Endhaltestelle „Malteser-Krankenhaus“, dann ca 8 min Fußweg.

Überweisung des Kostenbeitrages von DM 22,00 pro Person auf das Konto der DFG erbeten.

Anmeldungen bis zum 20. Juni 2001 bei GS.

Wer bei der lukullischen Gestaltung mithelfen möchte (Salate, Vor- und Nachspeisen) melde sich bitte beim GS.

 

 

Hinweise/Sonstiges

 

Bingen

 

Victor Hugo und das 21. Jahrhundert

Ausstellung im Historischen Museum am Strom – Hildegard von Bingen vom 12. Mai bis 5. August 2001

Täglich , außer montags von 10 bis 17 Uhr

Infos: 06721 990654

 

 

Villemomble

 

Der Bezirksvorsteher des Stadtbezikes Bonn-Hardtberg lädt zum Partnerschaftsfest mit der Partnerstadt Villemomble ein.

Sonntag, 17. Juni 2001 11.00 Uhr Empfang im Rathaus Hardtberg, Villemombler Str. 1 mit Übergabe der Partnerschaftsmedaillen

 

 

Reise nach Paris

 

Paris – jenseits von Sacré Coeur und Moulin Rouge!

Eine künstlerische Zeit-Reise auf den Spuren von Rilke, Heine, Baudelaire und Picasso.

Kulturreise unter der Leitung von Jörg Christian und Mathias Schillmöller vom 1. bis 4. November 2001

Preis: DM 990,00 ( Fahrt, 3 Übernachtungen, Führungen )

Anmeldung: Anseln Fremmer, F.A.-Schmidt-Weg 31, 53129 Bonn: Tel 0228 2077910 # Fax 0228 2077920

 

 

Französisch lernen für Kinder

 

In kleinen Gruppen lehrt eine Französin Kindern im Vor- und Grundschulalter spielerisch die französische Sprache.

Die Kurse finden jeweils montags von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Ev. Kinder- und Jugendzentrum Brüser Berg statt;

Fahrenheitsstrasse 51, Tel. 0228 298566.

Ein Kurseinstieg ist jederzeit möglich. Kosten: DM 45 pro Monat

E-Mail: info@brueserberg.de; Internet: www.brueserberg.de

 

 

46. Jahreskongress der Vereinigung Deutsch – Französischer Gesellschaften in Frankreich und Deutschland e.V. (VDFG/FAFA)

 

Wirtschaft und Kultur – Kultur der Wirtschaft und Aufgaben der lokalen deutsch-französischen Gesellschaften stehen auf dem Programm der diesjährigen Veranstaltung vom 27. bis 30. September 2001.

Nähere Informationen und Anmeldeunterlagen bitte beimGS abfordern.

 

Avis de recherche – Literarischer Steckbrief

 

Solution de l’avis précédent : Germaine de Staël

 

Nouvel avis:

De part sa naissance notre nouvel auteur représente ce qu’il y a de mieux en France, même s’il n’est que le deuxième titulaire de son duché : il compte Charlemagne parmi ses ancêtres!

Il est l’homme d’une oeuvre unique dans le nombre comme dans le genre, donquichottesque dans ses proportions et son message.

Il reçoit une excellente éducation intellectuelle et se sent attiré par l’histoire et une certaine forme d’érudition. Son physique chétif le rend peu apte au métier des armes et après un court passage obligatoire pour un jeune noble dans les armées royales, il remet au roi sa démission et s’établit à la cour. Il fait un brillant mariage qui lui donne tous les appuis nécessaires pour ne pas être évincé de cette cour qui ne l’aime pas et qu’il n’aime pas. En effet il a la critique facile, la langue acérée et une intelligence insubordonnée dont se méfient instinctivement le roi et la cour dont il écrit „qu’il y passe une vie extérieurement oisive, effectivement trés occupée“! Mais occupée à quoi donc? A parcourir les couloirs, à observer, à noter. A lire aussi, sa bibliothéque ne compte pas moins de

6200 volumes. Et enfin à rédiger. Dans un style éclatant d’une méchanceté incroyable, il croque ses personnages, plusieurs milliers, dénonce leurs défauts, leurs faiblesses, voire leur bêtise, leur immoralité, les intrigues auxquelles ils se livrent : une entreprise dramatique, car l’univers décrit est un monde condamné à disparaître, autant à cause de sa corruption que des régles immuables et sacrées qui le régissent!

 

De qui s’agit-il?

 

(Solution dans la prochaine lettre)

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Sylvie Tyralla – Noel

Wolfgang Linckelmann

 

 

___________________________________

Impressum:

Mit dem Info-Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info-Brief erscheint ca 4 mal jährlich.

Anschrift:

Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V.

Am Gärtchen 31; 53347 Witterschlick; ??0228 9863654

FAX: 0228 9863655 E-Mail: . 02289863653-0001@t-online.de

Verantwortlich für den Inhalt:

Sylvie Tyralla-Noel, Dr, Wolfgang Linckelmann : wolfgang.linckelmann@bmfsfj.bund.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

Bankverbindung: Sparkasse Bonn, Kontonummer 6999, BLZ: 3805000