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InfoBrief 2016-3



Nr. 2016-3

19. September 2016

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, chers amis,


mit dem heutigen INFO-BRIEF unterrichtet Sie wieder der Vorstand über das neue Programm der Deutsch-Französischen Gesellschaft für die zweite Jahreshälfte 2016.

Rückschau

Fahrt der DFG (24.4 – 1.5.2016) Ziel: Paris neu entdecken. Ja, neu an dieser Parisfahrt war einiges. Das begann bereits mit der Anreise, denn es stand kein Bus in Godesberg und Bonn bereit wie bei früheren Fahrten, sondern jeder kaufte sein eigenes Ticket für den Thalys Köln – Paris für morgens oder mittags, ganz individuell. Am Gare du Nord wurden alle freudig von Burkard und Christine Beilfuß in Empfang genommen und fürsorglich zur Unterkunft – FIAP – begleitet (Foyer International d' Accueil Jean Monnet Paris). Diese liegt etwa fünf Minuten zu Fuß von der Metrostation Glacière und ist ungefähr eine Jugendherberge mit gehobenem Niveau (sehr hilfsbereite Rezeption, saubere einfache Zimmer, Frühstück und Abendessen mit Buffetauswahl etc.) und sehr verträglichen Preisen. Am Abend versammelte sich die Gruppe oft im Empfangsraum zum Apéritif, um anschließend die Abendmahlzeit einzunehmen. Ausgestattet mit der Navigo-Karte für öffentlichen Verkehr begannen wir die Besichtigungen mit dem Musée Gustave Moreau.


Führerin dort war Madame Florence Varlot, die uns mit ausgezeichnetem Fachwissen und großem Enthusiasmus für die Kunst und Paris überhaupt einige Tage begleitete. G. Moreau (1826 – 1898) war für einige Besucher sicher eine Neuentdeckung. Seine phantasievollen Bilder, inhaltlich voller Anspielungen auf Bibeltexte, Antike, fremde Kulturen, waren in verschiedensten Techniken ausgeführt, darunter wunderbare Zeichnungen. Er gilt als Wegbereiter des Fauvismus. Ein großes Erlebnis dieses Museum, das Moreau selbst geschaffen hat. Nach einem köstlichen Couscous lernten wir nachmittags das Quartier de la Nouvelle Athènes kennen (Place St. Georges, Notre Dame de Lorette).

Am Dienstag führte uns der Morgenspaziergang durch viele interessante Passagen ins „Bouillon Chartier“ - auch für manche etwas Unbekanntes, bevor wir im Versteigerungshaus Drouot am Nachmittag die Auktionen beobachten konnten. Geschwindigkeit der Verkäufe und die niedrigen Preise für Mengen an Porzellan und Silber waren eine echte Überraschung.

Eine visite guidée der Défense war für Mittwoch vorgesehen. Die Grande Arche – Wahrzeichen dieses Hochhausviertels – bildet eine Achse mit dem Arc de Triomphe. Ursprünglich als reines Büro – und Einkaufszentrum konzipiert, plant man für die Zukunft hier auch Wohneinheiten. Bemerkenswert für mich war die Leere der Plätze und Hauptrouten. Nachmittags fuhren einige Teilnehmer zum Bois de Boulogne, um das dortige Ausstellungshaus der Fondation Vuitton zu besichtigen (Metro Sablon). Die Form des Gebäudes ist einem Schiff nachempfunden, die Dächer wie Segel übergestülpt. Sehr fantasievoll und beeindruckend; aufregend, die einzelnen Stockwerke zu erklimmen und auf die vielen Terrassen herunterzublicken.

Der große Ausflug brachte uns mit dem Bus am Donnerstag zur Domaine de Chantilly (Schloß, Park und Pferdestallungen), Ort der bekannten Pferderennen. Uns interessierten besonders die berühmten Sammlungen des Duc d'Aumale – Gemälde (Dame mit dem Hermelin, Leonardo da Vinci), Bücher, Kunstschätze aller Art. Für Pferdefreunde waren natürlich die Stallungen und das Pferdemuseum wichtig. Doch mindestens ebenso wichtig die kulinarische Seite des Besuches. Im „Hameau“ probierten wir die köstliche Crème Chantilly und andere Leckereien.

Der Freitag war dem Quartier Saint Germain gewidmet – berühmt für die Kirche mit ursprünglich großem Klosterviertel und die Luxusgeschäfte. Auf dem Wege der Kirche Saint Sulpice gab es viel Exklusives zu bestaunen. Nachmittags bewunderten wir die Blumenanlagen und Skulpturen des Jardin du Luxembourg. Madame Varlot begleitete uns am Samstag im Quartier du Temple von der Place de la République (stark gezeichnet durch die aktuellen Demonstrationen) zum Viertel des Marais, sicher allen DFG-Mitgliedern bekannt. Für mich eine Neuentdeckung war die Kirche Ste Elisabeth de Hongrie, in Deutschland unter dem Namen Elisabeth von Thüringen bekannt. Diese Kirche ist nicht nur wegen ihrer Reliefs berühmt, sondern ist heute ein Zentrum des Malteserordens, der noch vorhandenen Royalisten, und man setzt sich dort ein für die Seligsprechung der Kaiserin Zita.

Zwei Abendveranstaltungen beinhaltete das Programm: Ein Konzert in der „Philharmonie1“ mit dem Stabat Mater von Antonín Dvo?ák. Das Gebäude neu und sehr interessant, die Musik wunderbar klangvoll in diesen Räumen. Und einen Theaterabend im Théâtre Hébertot mit dem Stück „A tort et à raison“. Thema: der Dirigent Furtwängler und sein Verhältnis zum Nationalsozialismus, bzw. das Verhältnis der Kunst zur Politik. Der Sonntag war zur freien Verfügung, wie überhaupt viele Möglichkeiten für eigene Aktivitäten bestanden. Sicher haben alle Teilnehmer Neues in Paris entdeckt, aber falls nicht, so gilt doch immer: „Paris vaut bien un voyage“.

Alle danken Burkard Beilfuß ganz herzlich für die aufwändige, kenntnisreiche und sicherlich oft auch mühsame Organisation und seiner Frau Christine ebenso herzlich für die Durchführung derselben und liebevolle Betreuung im Notfall.
(Annelies Jones)

Am Donnerstag, 5. Juni 2016 luden wir zusammen mit der Volkshochschule Bonn zu einem Vortrag unseres Mitglieds Rudolf Herrmann zum Thema „Wie ticken die Franzosen“ ein. Ticken, gibt es so was auf Französisch? Un tic oder une tique sind wohl anderes Getier! Also ticken die Franzosen vielleicht grundsätzlich nicht. Herrmann stellte anhand von Aussagen bekannter Franzosen, dass die Franzosen gern Franzose und stolz über ihre „Grande Nation“ sind. Herrmann beschrieb dann die Kompetenzen des Conseil Constitutionnel, was einigen Zuhörern bestimmt nicht so bekannt war. Der Conseil entscheidet über die Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen, der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sowie von Referenden. Im Unterschied zum deutschen Bundesverfassungsgericht kennt er weder Verfassungsbeschwerde noch konkrete Normenkontrolle. Die Überprüfung vor der Veröffentlichung des Gesetzes ist obligatorisch für Gesetze, die die Verfassung konkretisieren (Organgesetze) und für die Geschäftsordnungen der Parlamentskammern. Alle anderen Rechtsnormen (einfache Gesetze, völkerrechtliche Verträge, Verordnungen) werden nur auf Antrag überprüft. Antragsberechtigt sind der Staatspräsident, der Premierminister, der Präsident der Nationalversammlung, der Präsident des Senats und seit 1974 auch 60 Abgeordnete oder 60 Senatoren. Die Reform von 2008 ermöglicht es den zwei obersten Gerichtshöfen, im Rahmen einer Rechtsbeschwerde (Cassation) dem Rat eine Vorfrage (question préjudicielle) vorzulegen, um die Verfassungsmäßigkeit zu prüfen (wie bei dem Europäischen Gerichtshof im Rahmen der Vorabentscheidungsverfahren). Damit konnte Herrmann feststellen, welche Rolle die Hierarchie in Frankreich spielt und die Versteinerung bestimmten Vorgänge durchleuchten. In einem weiteren Teil seines Vortrags äußerte sich der Referent über die Probleme, die Frankreich zurzeit heimsuchen, sowohl wirtschaftlicher wie politischer und auch sozialer Art. Die Regierung sieht sich außer Lage, Reformen durchzuführen, die Wirtschaft kränkelt und die Gesellschaft lebt in der Angst vor Attentaten. Er stellte die Frage, ob viele Probleme nicht daher kommen, dass der Bildungsniveau der politischen Klasse und der der Gewerkschaften zu sehr auseinander klafft. Die Gewerkschaftler verstehen die Sprache der ENA-Absolventen nicht, die ihrerseits jeglichen Kontakt zur Bevölkerung verloren haben. Ob die Lösung Emmanuel Macron heißt, ist abzuwarten!

Am Dienstag, 21. Juni 2016 zur Fête de la Musique gab das Deutsch-Französische Chor Bonn im Institut Français einen Chanson-Abend, der zu mitsingen aufforderte und das Herz höher schwingen ließ. Nicht nur bei den anwesenden Franzosen!

Am Donnerstag, 30. Juni 2016 trafen wir uns zu unserem traditionellen Grillabend auf dem Grillplatz der „Waldfreunde“ beim schönsten Wetter. Es gab viel zu essen, viel zu trinken und viel Zeit um sich auszutauschen. Wir danken Herrn Hübschmann und seiner Frau für die Organisation und Herrn und Frau Droth für ihre großartige Hilfe.

Vorschau

Am Donnerstag, 22. September 2016 laden wir zu einem Vortrag von Birgit Holzer, zum Thema „Frankreich aus Korrespondentensicht: Klischees und Überraschungen – Analysen und Erlebnisse“ ein. Birgit Holzer ist Frankreichkorrespondentin des General-Anzeigers Bonn. Sie hat ein Studium der Literatur- und Kommunikationswissenschaft in Augsburg, Lille und Montreal und schließlich das Institut zur Förderung des publizistischen Nachwuchses in München absolviert. Sie hat für die Mittelbayrische Zeitung Regensburg gearbeitet und ist seit 2009 Frankreichkorrespondentin des General-Anzeigers Bonn. 2014 erhielt sie den Preis der besten Frankreichreportage des Vereins der französischen Auslandspresse.
Nach den vielen Aufregungen und Anschlägen in Frankreich haben wir hier eine gute Gelegenheit. Den sensiblen Blick einer erfahrenen Journalistin auf Bewegung und Stillstand in Frankreich mit zu verfolgen. Zu Beginn der herbstlichen „Rentrée politique“, die den Start des Präsidentschaftswahlkampf und die Fortsetzung der Debatte um den Ausnahmezustand, den Islam in Frankreich und Frankreichs Rolle in Afrika, dem Nahen Osten und der Europäischen Union bringt, gibt es hier aus erster Hand Analysen und Erlebnisse. Dabei geht es nicht nur um die Akteure der französischen Politik, sondern um die Seelenlage der Franzosen. Selbstverständlich wird die deutsch-französische Partnerschaft in solchen Zeiten zu diskutieren sein. Der Vortrag wird demgemäß in einer Diskussion mit dem Publikum fortgesetzt und gewürzt.
Die Veranstaltung fängt um 19.30 Uhr im Universitätsclub Bonn, Konviktstr. 9, an. Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Universitätsclub und dem Colloquium Humanum. Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 15. September bei Sylvie Tyralla-Noel.

Am Mittwoch, 28 September 2016 besichtigen wir die Ausstellung „Der Rhein“. Eine europäische Flussbiographie“ in der Bundeskunsthalle Bonn.
Der Rhein ist eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. Seit Jahrtausenden befördert er Kohle, Baumaterial und Menschen, aber auch Luxusgüter und Kunstschätze, Waffen, Ideen, Märchen und Mythen durch halb Europa. Beeindruckende Städte, Klöster und Kathedralen, aber auch Ballungsräume und Industrieansiedlungen säumen den Strom. Er ist und war Grenze und verbindendes Element gleichermaßen und prägt bis heute die Menschen, die sich an seinen Ufern niedergelassen haben. Seit römischer Zeit war der Rhein mit wechselnden Fronten zwischen feindlichen Parteien Pforte, Festung und Grenze, Brücke und Furt. Er wurde reguliert, begradigt, verschmutzt, umkämpft, erobert und besetzt. Die Ausstellung folgt der kulturpolitischen Botschaft der am Rhein entstandenen EU zu grenzüberschreitender Kooperation seiner anliegenden Staaten.
Sie begleitet den Rhein von seinen Quellen bis zum Rhein-Maas-Schelde-Delta und erzählt von folgenreichen und teils dramatischen Ereignissen aus über 2000 Jahren Kulturgeschichte.
Frau von Lippa wird uns durch die Ausstellung führen. Beginn der 90- minutigen Führung: 11. 30 Uhr. Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 23. September2016 bei Sylvie Tyralla-Noel und Überweisung der Kosten für die Führung: 13 €; der Eintritt ist vor Ort zu entrichten.

Vom Samstag, 8. bis zum Sonntag, 9. Oktober 2016 fahren wir am Rhein auf Victor Hugos Spuren. Siehe Sondereinladung.

Vom Donnerstag, 13. Bis zum Sonntag, 16. Oktober 2016 findet der Kongress der VDFG und FAFA in Chambéry statt.

Am Freitag, 28. Oktober 2016 laden wir zu einer Weinprobe: Der Südwesten Frankreichs besteht aus einzelnen Weinbauinseln, die keinen zusammenfassenden Regionalnamen erhalten haben. "Le Sud-Ouest" ist lediglich ein Oberbegriff für die alten Provinzen Aquitaine, Baskenland, Béarn und einen Teil des Languedoc und steht zwangsläufig im Schatten des berühmten benachbarten Bordelais. Im Mittelalter war der Südwesten jedoch ein bedeutendes Weinbaugebiet mit hohen Exportzahlen. Heute gibt es etwa 25 Appellationen. Wir laden zu einer Verkostung der AOC Cahors, Côtes de Bergerac, Juracon, Madiron, Montravel und Pécharmant herzlich ein und bitten um Ihre Anmeldung bei Rolf Gerner (rolf@gerner.eu) Telefon 02224 9 01 26 71 und der Überweisung der Kosten von 16.00 €/Pers. auf das Konto der DFG bis 21.10.2016. Wir treffen uns dazu am Freitag, 28. Oktober 2016 im Heimatmuseum Lengsdorf, Lengsdorfer Hauptstrasse 16, in 53127 Bonn um 18.30 Uhr. Sie erreichen das Heimatmuseum Lengsdorf mit den Bussen 604 und 605 bis Haltestelle Bonn-Lengsdorf Kirche; von hier noch drei Minuten Fußweg auf der Lengsdorfer Hauptstraße bis zur Nr. 16 [in der (Fahrt-)Richtung der Einbahnstraße].

Am Donnerstag, 10 November 2016 laden wir zu einer Soirée Erik Satie ein: « Je m’appelle Erik Satie comme tout le monde. » Der Pianist Matthias Rein, Sylvie Tyralla-Noel und Rudolf Herrmann werden Sie durch das humorvolle, melancholische, provozierende, resignierte Werk des großen Avant-Gardisten Erik Satie führen. Die musikalisch-literarische Soirée findet im Institut Français statt und beginnt um 19.30 Uhr. Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Institut Français. Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 7. November 2016 bei Sylvie Tyralla-Noel. Eintritt: 10 € vor Ort zu entrichten.

Am Montag, 21 November 2016 laden wir zu einem Diskussionsabend zum Thema „25 Jahre Weimarer Dreieck – politische Geometrie Deutschland, Frankreich und Polen“ ein. Es diskutieren Marc de Trentinian, Dr. Stefan Eisel und N.N. Leitung Michael Lingenthal und N.N. Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Deutsch-polnischen Gesellschaft und dem Colloquium Humanum. Beginn um 19.30 Uhr im Universitätsclub, Konviktstr. 9. Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 15. November.

Am Mittwoch, 30. November 2016 treffen wir uns zur neuen Edition des „Salon littéraire“. Sylvie Tyralla-Noel wird den Roman „Des chauves-souris, des singes et des hommes“ von Paule Constant in französischer Sprache vorstellen. Paule Constant a obtenu le Grand Prix de l’Académie française en 1990 pour « White spirit » et le prix Goncourt en 1998 pour « Confidence pour confidence ». Dans un village africain, une fillette heureuse cajole une chauve-souris. De jeunes garçons rapportent fièrement de la forêt le cadavre d’un beau singe au dos argenté. Ainsi débute une série d’événements qui frappent tour à tour les protagonistes de cette histoire : habitants des cases, coupeurs d’hévéas, marchands ambulants, piroguiers, soignants, et même primatologues en mission… C’est avec poésie et humour que Paule Constant nous fait vivre ce conte déchirant de notre temps, dans un style dont la paradoxale légèreté parvient à nous faire partager tant de douloureuses péripéties… (Gallimard) Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Hause Linckelmann, Platanenweg 4 in Rheinbreitbach. Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 25. November 2016 bei Sylvie Tyralla-Noel (info@dfg-bonnrheinsieg.de).

Am Samstag, 3. Dezember 2016 treffen wir zum traditionellen Adventskaffee im Restaurant „Klein Petersberg“ um 15 Uhr, Austraße 46, 53179 Bonn. Ihre Anmeldung erbitten wir bis 30.11.2016 bei Sylvie Tyralla-Noel (info@dfg-bonnrheinsieg.de).

A vos casseroles

Noix de Saint-Jacques poêlées
Ingrédients (pour 4 personnes)
16 grosses noix de Saint Jacques
1 petite boule de céleri-rave
1 poire (Type comice ou conférence)
4 très fines tranches de lard fumé
50 g de noisettes
50 g de beurre
3 cuillers à soupe de crème liquide
6 cuillers à soupe d’huile d’olive
1 branche de thym
Sel et poivre

Peler le céleri, couper les 2/3 en morceaux et détailler le reste en petits cubes de 5 mm de côté. Faire cuire les morceaux dans de l’eau salée 20 minutes. Egoutter et réduire en purée avec le beurre et la crème. Poivrer la purée et la réserver au chaud.
Faire griller les noisettes à sec dans une poêle, les concasser grossièrement.
Peler la poire, détailler la chair en dés comme le céleri. Faire revenir les dés de poire dans un peu d’huile, puis les dés de céleri avec le thym. Pendant ce temps éponger les Saint-Jacques, les badigeonner d’huile des deux côtés, les poêler une ou deux minutes par face. Réserver au chaud. Dans la même poêle saisir le lard.
Mettre 4 noix dans chaque assiette, poser une tranche de lard sur les noix, garnir de purée de céleri et parsemer de dés de poire et de céleri et de noisettes concassées. Servir aussitôt.

Coin littéraire

Victor Hugo : Le Rhin
Lettre XIII
Je vous écris encore d’Andernach, sur les bords du Rhin, où je suis débarqué il y a trois jours. Andernach est un ancien municipe romain remplacé par une commune gothique qui existe encore. Le paysage, de ma fenêtre, est ravissant. J’ai devant moi, au pied d’une haute colline qui me laisse à peine voir une étroite tranche de ciel, une belle tour du treizième siècle du faîte de laquelle s’élance, complication charmante que je n’ai vue qu’ici, une autre tour plus petite, octogone, à huit frontons, couronnée d’un toit conique ; à ma droite, le Rhin et le joli village blanc de Leutersdorf, entrevu parmi les arbres ; à ma gauche, les quatre clochers byzantins d’une magnifique église du onzième siècle, deux au portail, deux à l’abside. Les deux gros clochers du portail sont d’un profil cahoté, étrange, mais grand ; ce sont des tours carrées surmontées de quatre pignons aigus, triangulaires, portant dans leurs intervalles quatre losanges ardoisés qui se rejoignent par leurs sommets et forment la pointe de l’aiguille. Sous ma fenêtre jasent en parfaite intelligence des poules, des enfants et des canards. Au fond, là- bas, des paysans grimpent dans les vignes. — Au reste, il paraît que ce tableau n’a point paru suffisant à l’homme de goût qui a décoré la chambre où j’habite ; à côté de ma croisée il en a cloué un autre, comme pendant sans doute ; c’est une image représentant deux grands chandeliers posés à terre avec cette inscription : Vue de Paris. À force de me creuser la tête, j’ai découvert qu’en effet c’était une vue de la barrière du Trône. — La chose est ressemblante. […]

En sortant de l’église, qui s’ouvre presque sur la campagne, j’ai fait le tour de la ville. Le soleil venait de se coucher derrière la haute colline cultivée et boisée qui a été un monceau de lave dans les temps antérieurs à l’histoire, et qui est aujourd’hui une carrière de basalte meulière qui dominait Artonacum il y a deux mille ans, et qui domine aujourd’hui Andernach, qui a vu s’effacer successivement la citadelle du préfet romain, le palais des rois d’Austrasie, des fenêtres duquel ces princes des époques naïves péchaient des carpes dans le Rhin, la tombe impériale de Valentinien, l’abbaye des filles nobles de Saint-Thomas, et qui voit crouler maintenant pierre à pierre les vieilles murailles de la ville féodale des électeurs de Trêves.

J’ai suivi le fossé qui longe ces murailles, où des masures de paysans s’adossent familièrement aujourd’hui, et qui ne servent plus qu’à abriter contre les vents du nord des carrés de choux et de laitues. La noble cité démantelée a encore ses quatorze tours rondes ou carrées, mais converties en pauvres logis de jardiniers ; les marmots demi-nus s’asseyent pour jouer sur les pierres tombées, et les jeunes filles se mettent à la fenêtre et jasent de leurs amours dans les embrasures des catapultes. Le châtelet formidable qui défendait Andernach au levant n’est plus qu’une grande ruine ouvrant mélancoliquement à tous les rayons de soleil ou de lune les baies de ses croisées défoncées, et la cour d’armes de ce logis de guerre est envahie par un beau gazon vert où les femmes de la ville font blanchir, l’été, la toile qu’elles ont filée l’hiver.


Andernach um 1840