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InfoBrief 2015-1



Nr. 2015-1

10. Mai 2015

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, chers amis,


 

heute berichten wir wieder über die Aktivitäten in unserer Gesellschaft.

 

RÜCKSCHAU

Am 18. Januar 2015 trafen wir uns zur traditionellen literarisch-musikalischen Neujahrsmatinee, die als „Hommage an Heinrich Heine“ konzipiert wurde und schmerzlich im Zeichen der Terroranschläge in Paris stand. Nach der sehr bewegenden Begrüßungsansprache des Präsidenten Herbert Jess führte uns die Mezzosopranistin Isabelle Kusari, mit Rezitation und Gesang, durch das Leben und das Werk des Wahlfranzosen Henri Heine. Paris bot ihm alles, was Deutschland ihm nicht geben konnte, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Kaum ein anderer deutscher Dichter der Vergangenheit hätte von sich sagen können „Je suis Charlie“ wie gerade Heinrich Heine. Isabelle Kusari wurde von dem jungen Pianisten Max Philip Klüser begleitet, der das schöne romantisch, satirisch, politisch angelegte Programm mit einem Nocturne von Frédéric Chopin und der „Wilden Jagd“ aus „Etude d’exécution transcendante“ von Franz Liszt abschloss.

Nach dem offiziellen Teil gab es viele Gelegenheiten sich auszutauschen, bei Wein und Häppchen.

 

Auszug aus der Ansprache des Präsidenten:

 

„Die fröhliche Note, mit der wir ansonsten diese Veranstaltung eingeleitet und unsere guten Wünsche zum Neuen Jahr ausgetauscht haben, ist uns allerdings angesichts der schrecklichen Ereignisse vor 10 Tagen abhandengekommen. Wir alle waren Zeugen eines brutalen Terroranschlags in Paris, bei dem unschuldige Menschen ihr Leben verloren haben. Die Deutsch-Französische Gesellschaft und ihre Mitglieder und Freunde haben die aus Frankreich kommenden Schreckensnachrichten wohl in besonderer Weise betroffen gemacht, da jeder von uns ja ein kleines Stückchen Frankreich in sich trägt und in diesen Tagen sicher noch mehr als sonst mit seinen französischen Freunden und Bekannten kommuniziert hat, um sich dabei einen ganz persönlichen Eindruck über das Ausmaß des Schmerzes machen zu können, den diese grauenvollen Tat verursacht hat. Und diesen Schmerz teilen wir mit allen, deren Fassungslosigkeit in den letzten Tagen in zahlreichen Reaktionen rund um die Welt eindrucksvoll demonstriert wurde. Wir haben gemeinsam mit unserem Dachverband, dem Verband der Deutsch-Französischen Gesellschaften für Europa, am vergangenen Wochenende eine Erklärung herausgegeben, in der wir unser Entsetzen vor den blutigen Terrorakten in Paris zum Ausdruck gebracht, aber auch die Reaktion der vielen Millionen von Menschen gewürdigt haben, die „gegen jedweden Hass, Terror, Mord, und gegen den Angriff auf das hohe Gut der Meinungsfreiheit“ demonstriert haben.

 

Auch wir wollen heute unser Mitgefühl und unsere Solidarität mit den Opfern des Terroranschlags von Paris zum Ausdruck bringen. Ich darf Sie deshalb bitten, sich zu einer Schweigeminute von Ihren Plätzen zu erheben.

Meine Damen und Herren, lassen Sie uns hoffen, dass diese in den letzten Tagen gezeigte Solidarität ihre Wirkung nicht verfehlt. Und so schließt die erwähnte Erklärung der Deutsch-Französischen Gesellschaften mit dem Satz: „Der Elan, den dieses vielfältige Zeugnis bekundet, muss uns, die wir seit Jahrzehnten für Verständigung, Freundschaft und Freiheit eintreten, in unserem kontinuierlichen Wirken bestärken“. In diesem Sinne werden wir auch weiterhin unseren Beitrag leisten für ein sich vertiefendes Verstehen zwischen Deutschen und Franzosen als Grundlage eines gedeihlichen Zusammenlebens in der Schicksalsgemeinschaft, die beide Länder vereint. Wir nehmen dabei sehr ernst, was unsere französischen Freunde gegenwärtig umtreibt, wenn beispielsweise der französische Korrespondent der FAZ am letzten Wochenende äußert: „Ich trauere um mein Land, nie habe ich mich so um meine Zukunft gesorgt.“

Wir haben aber auch Kenntnis genommen von der historischen und mutigen Rede, die der französische Premierminister am letzten Dienstag in der Assemblée Nationale gehalten hat. Seine Rede galt dem Andenken der Opfer des Terroranschlags, war aber auch gleichzeitig eine unmissverständliche Kampfansage an jede Art von Gewalt: „Oui, la France est en guerre contre le terrorisme, le djihadisme et l’islamisme radical ... mais pas contre une religion.“ Und er ergänzte: „La France protégera tous ses concitoyens, ceux qui croient et ceux qui ne croient pas“. Alle Fraktionen des Parlaments zollten dieser Rede stürmischen Beifall. Vorher hatten die Abgeordneten nach einer Schweigeminute als Zeichen der Einmütigkeit die französische Nationalhymne gesungen. Eine solche Bekundung nationaler Eintracht hatte es, wie die Öffentlichkeit aufmerksam feststellte, zum letzten Mal am 11. November 1918, also vor fast 100 Jahren, gegeben.

Wir werden diese Signale aus unserem Nachbarland verständnisvoll aufnehmen und sie im Umgang miteinander berücksichtigen. Was jeden einzelnen von uns persönlich angeht, so meine ich, dass es jetzt darauf ankommt, die Kraft zu haben, einerseits bei aller verständlichen Wut über das Geschehene die gebotene Zurückhaltung zu wahren, andererseits aber sich auch von verständlicher Angst nicht lähmen zu lassen. Dies würde ich uns und unseren französischen Freunden am Anfang dieses Jahres wünschen wollen.

Meine Damen und Herren, liebe Mitglieder, als Deutsch-Französische Gesellschaft haben wir ein Jahr hinter uns, das überreich an kulturellen und gesellschaftlichen Ereignissen war. Ich glaube, wir haben alle davon profitiert. Auch in diesem Jahr wollen wir uns bemühen, unseren Mitgliedern möglichst viele Ein- und Ausblicke in die deutsch-französische Landschaft zu bieten, und wir beginnen ja bereits heute mit einem der Protagonisten des Franco-Allemand.

Jetzt aber zu unserem heutigen Programm: Heinrich Heine steht wie kaum ein anderer Schriftsteller an der Nahtstelle zwischen Deutschen und Franzosen, dort, wo sie schmerzt und dort, wo sie beglückt und bereichert. Er selbst sah sich als Vermittler und fasste dies in einer Erläuterung zu seinem Buch „De l’Allemagne“ wie folgt zusammen: „Ich werde … alles Mögliche tun, um den Franzosen das geistige Leben der Deutschen bekannter zu machen; dieses ist meine jetzige Lebensaufgabe, und ich habe vielleicht überhaupt die Mission pacifique, die Völker einander näher zu bringen“. Andererseits versuchte Heine, in Deutschland die Aufmerksamkeit auf die Meisterleistungen des französischen Kulturlebens zu lenken.

Der Bekanntheitsgrad von Heinrich Heine ist in unseren beiden Ländern sehr hoch. Gedichte von ihm stehen in deutschen und französischen Schulbüchern. Dennoch bleibt festzuhalten, dass Heinrich Heine zwar Werke sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache verfasst hat, gedichtet hat er aber nur auf Deutsch. Französischsprachige Texte seiner Gedichte sind samt und sonders Übersetzungen, und zum Teil sehr gute, woran wahrscheinlich der französische Dichter und Freund Heines, Gérard de Nerval, einen großen Anteil hat. Interessanterweise ist eines seiner in meinen Augen schönsten und ergreifendsten Gedichte – Die beiden Grenadiere – in französischer Sprache von Richard Wagner vertont worden“.

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Am 22. Januar 2015 luden wir mit dem Institut Français zum Deutsch-Französischen Tag ein. Prof. Corinne Defrance und Prof. Ulrich Pfeil unterhielten sich zur gegenseitigen Wahrnehmung Deutschlands und Frankreichs und bestätigten den Eindruck, dass, wenn auch die alten Vorurteile noch nicht ganz beseitigt sind, doch ein großer Fortschritt in der Wahrnehmung stattgefunden hat. Frankreich ist mehr als das Land, wo man gut isst und trinkt. Dass in Deutschland sich gut leben lässt, haben inzwischen viele Franzosen für sich entdeckt.

Nach dem Gespräch spielte der Gitarrist Thibault Cauvin Werke von Buxtehude, Albéniz , Roland Dyens, u.a.

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Am 26. Januar 2015 führte uns Dr. Ingrid Bodsch durch die Ausstellung „Wiener Kongress“ im Arndt-Haus. Selbstverständlich stellte sie die Hauptprotagonisten vor, betonte aber ganz besonders die Begleiterscheinungen des Kongresses, z.B. wie die verschiedenen Fürsten oder Vertreter, natürlich auch der Gastgeber, bedacht waren ,nicht nur ihre Interessen zu verteidigen, sondern auch mit der Kultur ihres jeweiligen Landes zu brillieren und so mit einem großen Tross Musiker, Maler und Schauspieler anreisten.

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Am 27. Februar 2015 lud Françoise Linckelmann zu einem Salon Littéraire zum Thema „Sigfried et le Limousin“ von Jean Giraudoux ein. Sie schilderte die Blitzkarriere des Autors, sowohl auf der literarischen wie auch auf der politischen Ebene, und die mysteriösen Umstände seines Todes.

Im Roman werden auf sehr ironische Weise die Anstrengungen der Deutschen beschrieben, einem vermeintlichen deutschen Kriegsversehrten, der seine Erinnerungsvermögen verloren hat, seine deutsche Identität zurück zu verleihen. Der Mann entpuppt sich als Franzose, was manches in seinem Verhalten erklärt, und wird dann in seine französische Heimat zurückgeführt.

« Kleist était pour la première fois à Berlin. Il en était épouvanté. Cette ville était le démenti le plus formel à tout ce que ses maîtres lui avaient affirmé de l’Allemagne. Non seulement il n’y découvrait aucune de ces grâces qui distinguent en Europe les futures et anciennes capitales et leur prêtent un charme nettement féminin. […] Or il paraissait impossible de prétendre que Berlin fût un lieu géométrique ou providentiel. […] Berlin ne répond rien. Aucune pensée divine n’ayant présidé à sa fondation, Berlin est une ville hantée. […] Partout une architecture des ‘expositions universelles, foires peu recherchées des esprits. » (Chapitre 3)

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Am 25. März 2015 trafen wir uns zu einem Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Wilhelm zum Thema „die französische Besetzung des Rheinlandes in napoleonischer Zeit“. Am Beispiel Kölns schilderte er die Reaktionen der Bevölkerung beim Einzug Napoleons bzw. beim Einmarsch seiner Truppen in die Stadt. Er nannte die positiven sowie die negativen Aspekte der Besetzung: Einführung des Code civil, Einführung von einheitlichen Maßen, Beseitigung der Zölle, Freiheit der Niederlassungen, Förderung neuer Industrien, Ende der Judendiskriminierung, weniger positiv wurden u.a. die enorme Steuerlast und die Säkularisierung empfunden.

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Am 15. April 2015 fand die ordentliche Mitgliederversammlung unter Leitung des Präsidenten Herbert Jess statt.

Wesentliche Ergebnisse:

Der gesamte Vorstand wurde entlastet; auf Empfehlung des Schatzmeisters und Generalsekretärs stimmte die Versammlung der Erhöhung des Jahresbeitrages ab dem Haushaltsjahr 2016 von 50,00 € auf 60,00 € zu. Die turnusmäßige Neuwahl bestätigte den Vorstand, bei den Beisitzern wurde Ingo Radcke hinzugewählt.

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Am 23. April 2015 fuhren wir nach Kaub, wo wir das Blücher-Museum und die Pfalz besuchten.

Im Rahmen unseres diesjährigen Veranstaltungszyklus über das Ende der napoleonischen Ära 1814 / 15 und den Wiener Kongress besuchten wir mit 30 Exkursionsteilnehmern bei strahlendem Frühlingswetter das erst kürzlich (wieder) eröffnete Blüchermuseum in Kaub (ehemals Gasthaus zur Stadt Mannheim; ein Juwel der rheinisch-barocken Baukunst), das Generalfeldmarschall von Blücher als Residenz und Armee-Hauptquartier diente.

Die sachkundig-lebendige Führung durch das Museum mit

zahlreichen zeitgenössischen Exponaten / Militaria und packenden Details zum spektakulären Rheinübergang zeichnete ein plastisches Bild der politischen und militärischen Situation im Winterfeldzug 1813/14 nach.

 

Im Anschluss setzten wir selbst mit einer Barkasse auf die mitten im Fluss aufragende Zollfeste Pfalzgrafenstein aus dem 14. Jahrhundert über, der eine zentrale Rolle bei der historischen Rheinüberquerung der sächsisch-russischen Armee in der Neujahrsnacht 1813 / 14 zukam und die den alliierten Truppen damit als strategisches Sprungbrett für die Befreiung der linksrheinischen Gebiete und den nachfolgenden Durchmarsch bis Paris im April 1814 diente.

 

Nach einem gemütlichen Mittagessen im oberhalb von Kaub gelegenen „Landgasthaus Blücher“ folgte als weiterer Programmpunkt eine Diskussionsrunde der Teilnehmer über militärische, diplomatische und politische Aspekte der Endzeit Napoleons.

 

Herr Rudolf Hermann leitete diesen Teil durch ein Impulsreferat unter dem Titel „Diplomatische Situation beim Einmarsch der Alliierten in Frankreich zu Beginn des Jahres 1814“ ein. Dabei verwies er auf die deutlich divergierenden Kriegsziele der Vierer-Koalition gegen Napoleon / Frankreich. Eine vorurteilsfreie Sichtung der historischen Quellenlage beleuchte zudem, dass viele der befreiten Länder / Gebiete sich sehr gut mit dem napoleonischen Regime arrangiert hatten und die gesellschaftlich - politischen „Errungenschaften der Revolution“ später noch hartnäckig verteidigten.

 

Herr Klaus Unger ergänzte diese Einschätzungen unter Bezugnahme auf den ersten Teil des 2014 erschienenen Werks „1815 – Napoleons Sturz und der Wiener Kongress“ aus der Feder des polnisch stämmigen Historikers Zamoyski / Oxford. Herr Unger hob dabei ebenfalls die z.T. unkoordinierten militärischen und politischen Aktionen der alliierten Kriegsteilnehmer hervor. Er verwies dabei auf den prägenden Einfluss des russischen Zaren Alexander I., auf die Wechselwirkungen zwischen den militärischen Ereignissen und den zahlreichen diplomatischen Vorstößen Fürst Metternichs und des britischen Außenministers Castlereagh und deren ständiges Bemühen, das immer wieder brüchige Bündnis zusammenzuhalten. Erstaunlicherweise sei in Zamoyskis Buch zwar von Blüchers Siegen und Niederlagen die Rede, nicht aber von seinem Rheinübergang bei Kaub. Insgesamt sei der Wiener Kongress von 1814 /15 nicht als Endpunkt des Ringens um eine neue gesamt-europäische Friedensordnung zu verstehen, sondern nur als eine – wenn auch wichtige – Etappe auf dem Wege dorthin.

 

Herr Dr. Hubert Beemelmans stellte schließlich einige in Deutschland weniger bekannte Napoleon kritische Abhandlungen prominenter französischer Autoren / Politiker zum Thema vor: u.a. „Les Cent-Jours ou l´esprit de sacrifice“ von Dominique de Villepin und „Le Mal napoléonien“ von Lionel Jospin sowie den Le Monde-Artikel vom 4. März 2015 „ Les Cent-Jours de Napoléon en 1815, source du mal français“.

Hierzu entspann sich noch eine lebhafte Diskussion über die bis heute spürbaren Nach-Wirkungen und -Wehen der napoleonischen Ära, wobei die unterschiedlichen Bewertungen aus französischer bzw. deutscher Perspektive deutlich wurden.

Literarisch angereichert wurde der Diskussionsnachmittag durch zeitgenössische deutsche und französische Gedichte und Texte u.a. von Ernst-Moritz Arndt und Victor Hugo.

 

Im Anschluss an seinen - im Namen aller Mitreisenden zum Ausdruck gebrachten - Dank an Frau Jutta Menzel für die perfekte Organisation der Exkursion und die Koordination der Diskussionsbeiträge betonte Herr Herbert Jess als Präsident der Gesellschaft, dass die Kaub-Fahrt eine geradezu ideale Einstimmung biete auf unsere für den 9. und 10. Oktober d. J. vorgesehene Herbstreise, die uns – ebenfalls im Rahmen des Jahresthemas 2015 - zu den historischen Schlachtfeldern von Waterloo / La Belle Alliance führen wird. (I.Radcke)

 

VORSCHAU

 

Am Mittwoch, 20. Mai 2015 stellt Sylvie Tyralla-Noel Michel Houellebecqs Roman « Soumission » in französischer Sprache vor.

Dans une France assez proche de la nôtre, un homme s’engage dans une carrière universitaire. Peu motivé par l’enseignement, il s’attend à une vie ennuyeuse mais calme, protégée des grands drames historiques. Cependant les forces en jeu dans le pays ont fissuré le système politique jusqu’à provoquer son effondrement. Cette implosion sans soubresauts, sans vraie révolution, se développe comme un mauvais rêve…

Die Veranstaltung findet im Hause Menzel, Mecklenburger Strasse 3 in 53173 Bonn statt und beginnt um 19.30 Uhr. Wir erbitten Ihre Anmeldung bis zum 18. Mai beim Generalsekretär.

 

Von 30. Mai bis 9. Juni 2015 fahren wir in den Limousin. Die Reise ist ausgebucht.

 

Am Mittwoch, 17. Juni 2015 laden wir zu einem Orgelkonzert in der Kirche Sankt Josef in Beuel ein. Anlässlich des 75. Todestags des französischen Kirchenmusikers Jehan Alain wird Michael Bottenhorn uns Stücke aus der französischen Orgelliteratur an Oberlinger Orgel präsentieren. Beginn: 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 10,00 €, zahlbar vor Ort.

 

Programmentwurf:

 

Nicolas de Grigny „Veni creator“ Dialogue sur les grands Jeux

(1672 – 1703)

Louis James Alfred Lefèbury – Wely Choeur de Voix humaines

(1803 – 1869)

César Franck Cantabile

(1822 – 1890)

Charles – Marie Widor Moderato aus „Symphonie romane“

(1844 – 1937)

Louis Vierne Scherzo aus der Symphonie Nr. 6

(1870 – 1937)

Marcel Dupré Prélude & Fugue en la bémol majeur op. 36,2

(1886 – 1971)

Jehan Alain Le Jardin suspendu

(1911 – 1940) Intermezzo

Maurice Durufle

 

Am Mittwoch, 24. Juni 2015 treffen wir uns zu unserem traditionellen Grillabend im Kottenforst.

Wir organisieren wieder Gegrilltes und Getränke. Alle Teilnehmer werden herzlich gebeten, das Buffet mit Salaten, Beilagen und den Nachtisch mit eigenen Köstlichkeiten zu ergänzen. Wir beginnen um 18.00 Uhr auf dem Grillplatz der Waldfreunde Bonn bei jedem Wetter, Wesselheideweg (Auf dem Hardtberg im Kottenforst).

Bitte parken Sie Ihr Fahrzeug auf den offiziellen Parkplätzen am Eingang des Fußweges zum Grillplatz.

Wir bitten um Ihre verbindliche Anmeldung und Überweisung des Kostenbeitrages von € 18,00 bis zum 19. Juni 2015.

 

COIN LITTÉRAIRE

 

Honoré de Balzac : Des Adieux de Fontainebleau à Waterloo

Mais les Parisiens ont peur pour leur peau de deux liards et pour leurs boutiques de deux sous, ouvrent leurs portes ; voilà les Ragusades qui commencent et les bonheurs qui finissent, l’impératrice qu’on embête, et le drapeau blanc qui se met aux fenêtres. Enfin les généraux, qu’il avait faits ses meilleurs amis, l’abandonnent pour les Bourbons, de qui on n’avait jamais entendu parler. Alors il nous dit adieu à Fontainebleau.

— " Soldats ! .. " Je l’entends encore, nous pleurions tous comme de vrais enfants ; les aigles, les drapeaux étaient inclinés comme pour un enterrement, car on peut vous le dire,

c’étaient les funérailles de l’empire, et ses armées pimpantes n’étaient plus que des squelettes. Donc il nous dit de dessus le perron de son château : " Mes enfants, nous sommes vaincus par la trahison, mais nous nous reverrons dans le ciel, la patrie des braves. Défendez mon petit que je vous confie : vive Napoléon II ! " Il avait idée de mourir ; et pour ne pas laisser voir Napoléon vaincu, prend du poison de quoi tuer un régiment, parce que, comme Jésus-Christ avant sa passion, il se croyait abandonné de Dieu et de son talisman ; mais le poison ne lui fait rien du tout. Autre chose ! se reconnaît immortel. Sûr de son affaire et d’être toujours empereur, il va dans une île pendant quelque temps étudier le tempérament de ceux-ci, qui ne manquent pas à faire des bêtises sans fin. Pendant qu’il faisait sa faction, les Chinois et les animaux de la côte d’Afrique, barbaresques et autres qui ne sont pas commodes du tout, le tenaient si bien pour autre chose qu’un homme, qu’ils respectaient son pavillon en disant qu’y toucher, c’était se frotter à Dieu. Il régnait sur le monde entier, tandis que ceux-ci l’avaient mis à la porte de sa France. Alors s’embarque sur la même coquille de noix d’Égypte, passe à la barbe des vaisseaux anglais, met le pied sur la France, la France le reconnaît, le sacré coucou s’envole de clocher en clocher, toute la France crie : Vive l’empereur ! Et par ici l’enthousiasme pour cette merveille des siècles a été solide, le Dauphiné s’est très bien conduit ; et j’ai été particulièrement satisfait de savoir qu’on y pleurait de joie en revoyant sa redingote grise. Le 1er mars Napoléon débarque avec deux cents hommes pour conquérir le royaume de France et de Navarre, qui le 20 mars était redevenu l’empire français. L’Homme se trouvait ce jour-là dans Paris, ayant tout balayé, il avait repris sa chère France, et ramassé ses troupiers en ne leur disant que deux mots : " Me voilà ! " C’est le plus grand miracle qu’a fait Dieu ! Avant lui, jamais un homme avait-il pris d’empire rien qu’en montrant son chapeau ? L’on croyait la France abattue ? Du tout. A la vue de l’aigle, une armée nationale se refait, et nous marchons tous à Waterloo. Pour lors, là, la garde meurt d’un seul coup. Napoléon au désespoir se jette trois fois au-devant des canons ennemis à la tête du reste, sans trouver la mort ! Nous avons vu ça, nous autres ! Voilà la bataille perdue. Le soir, l’empereur appelle ses vieux soldats, brûle dans un champ plein de notre sang ses drapeaux et ses aigles ; ces pauvres aigles, toujours victorieuses, qui criaient dans les batailles : — En avant ! et qui avaient volé sur toute l’Europe, furent sauvées de l’infamie d’être à l’ennemi. Les trésors de l’Angleterre ne pourraient pas seulement lui donner la queue d’un aigle. Plus d’aigles ! Le reste est suffisamment connu. L’Homme Rouge passe aux Bourbons comme un gredin qu’il est. La France est écrasée, le soldat n’est plus rien, on le prive de son dû, on te le renvoie chez lui pour prendre à sa place des nobles qui ne pouvaient plus marcher, que ça faisait pitié. L’on s’empare de Napoléon par trahison, les Anglais le clouent dans une île déserte de la grande mer, sur un rocher élevé de dix mille pieds au-dessus du monde. Fin finale, est obligé de rester là, jusqu’à ce que l’Homme Rouge lui rende son pouvoir pour le bonheur de la France. Ceux-ci disent qu’il est mort ! Ah ! bien oui, mort ! on voit bien qu’ils ne le connaissent pas. Ils répètent c’te bourde-là pour attraper le peuple et le faire tenir tranquille dans leur baraque de gouvernement. Ecoutez. La vérité du tout est que ses amis l’ont laissé seul dans le désert, pour satisfaire à une prophétie faite sur lui, car j’ai oublié de vous apprendre que son nom de Napoléon veut dire le lion du désert. Et voilà ce qui est vrai comme l’Evangile. Toutes les autres choses que vous entendrez dire sur l’empereur sont des bêtises qui n’ont pas forme humaine. Parce que, voyez-vous, ce n’est pas à l’enfant d’une femme que Dieu aurait donné le droit de tracer son nom en rouge comme il a écrit le sien sur la terre, qui s’en

souviendra toujours ! Vive Napoléon, le père du peuple et du soldat ! " (Le Médecin de campagne, chapitre 3.)

 

(1) Trahison : C'est à l'attitude du maréchal Marmont (1774-1852), en mars 1814, qu'on doit le terme de "ragusade".

Chargé par l'Empereur de défendre Paris, il ne suit pas ses ordres et ouvre sans combat la capitale aux Alliés.

Les Bonapartistes ont tenu ce choix pour une trahison.

Et comme Marmont était duc de Raguse (aujourd'hui Dubrovnik), on parla de ragusade !

 

 

A VOS CASSEROLES

 

Thon braisé aux épinards ou aux blettes

 

750g de filet ou de steak de thon sans peau

10cl d’huile d’olive

500g de tomates pelées, épépinées et coupées en quartiers

2 oignons moyens hachés

2 gousses d’ail

50g de filets d’anchois au sel, rincés, égouttés et finement hachés

1 bouquet garni, thym, feuille de laurier et une branche de céleri

Sel et poivre de moulin

1kg d’épinards ou de blettes (les feuilles seulement) nettoyés, blanchis et égouttés

50g de beurre

 

Mettre le thon dans une cocotte environ de la taille du morceau, ajouter l’huile d’olive, les tomates, les oignons, l’ail, les anchois et le bouquet garni. Saler (pas trop) et poivrer. Faire cuire 2 minutes, retourner le thon, recommencer l’opération deux ou trois fois jusqu’à ce que le thon soit doré. Couvrir d’eau et porter à ébullition, réduire la chaleur et laisser frémir environ 45 minutes en laissant le couvercle à moitié ouvert. A la fin de la cuisson le liquide doit avoir réduit de moitié. Enlever le bouquet garni.

Pendant ce temps, faire revenir les épinards (ou les blettes) dans le beurre, saler et poivrer. Dès que les légumes sont tendres, les étaler sur un plat de service chaud, poser le thon dessus et verser le liquide de cuisson sur le poisson.

 

Mit freundlichen Grüßen

Sylvie Tyralla-Noel Klausdieter Hübschmann

 


 

Impressum:

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

 

Anschrift:

Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V.

Am Gärtchen 31

53347 Witterschlick

Tel. : 0228 9863654 FAX: 0228 9863655

Die Gesellschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nr. 3999 eingetragen und als gemeinnützig vom FA St. Augustin anerkannt

Steuernummer 222/5733/0775.

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de

Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvie Tyralla-Noel; E-Mail: tyralla-noel@web.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

 

Bankverbindung:

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Die Deutsch-Französische Gesellschaft ist Mitglied der Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften für Europa (VDFG)