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InfoBrief 2014-1



Nr. 2014-1

26. Mai 2014

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, chers amis,


heute erhalten Sie den neuen INFO-BRIEF mit den letzten Neuigkeiten aus der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg.

 

RÜCKSCHAU

Am 23. November 2013 luden die Bundesstadt Bonn und die DFG zum Ausklang der Jahrespartnerschaft der Stadt und der DFG ein. Der Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch hat in seiner Rede hervorgehoben, dass es für die Stadt einen erstmaligen Vorgang bedeutete, eine Jahrespartnerschaft mit einer binationalen Gesellschaft einzugehen. Dies bot sich wegen des Frankreichjahres besonders an. Er erinnerte an die Ereignisse des Jahres 2012/2013, angefangen mit dem Bürgerfest am 05.September 2012, dem 50. Jahrestag des Besuchs des damaligen französischen Präsidenten Charles de Gaulle, der auf Bonner Rathaustreppe eine kurze Rede an die Bonner Bürger hielt, die in die Geschichte einging. Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag, auch Élysée-Vertrag genannt, wurde kurze Zeit später am 22. Januar 1963 in Paris von Charles de Gaulle und dem Bundeskanzler Konrad Adenauer in Paris unterzeichnet. Als Höhepunkt des Jahres 2013 nannte Nimptsch den Festakt mit Herrn Bundespräsident Joachim Gauck im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages am 12. September 2013. Nimptsch beendete seine Rede mit den Worten: „ und natürlich basiert auch unsere Demokratie in den drei Worten, die in Paris in Stein gemeißelt wurden: Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit liberté – égalité – fraternité.“

 

In seiner Rede erklärte der Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft, Herbert Jess, dass „diese Partnerschaft die Bonner eine Vielzahl von Veranstaltungen erleben lassen hat, die sehr nachdrücklich den Gedanken der deutsch-französischen Freundschaft, so wie die Notwendigkeit deren ständige Neubelebung einem breiten Publikum vor Augen geführt haben“. Er hob insbesondere die Teilnahme am Rosenmontagsumzug mit einem eigenen Mottowagen, die Teilnahme 30. Jahrestag der Gründung der Deutsch-Französischen Chöre und die Durchführung des 58. Deutsch-Französischen Jahreskongresses in Bonn hervor. Sein Dank galt dem Oberbürgermeister Nimptsch, sowie den Mitarbeitern des Amtes für Internationales und Globale Nachhaltigkeit. Abschließend erklärte er, „das Frankreichjahr mit der Stadt Bonn hat uns zahlreiche denkwürdige Erfahrungen beschert, es hat uns aber auch ermutigt, weiter intensiv an der großen Aufgabe der Stärkung des deutsch-französischen Miteinander mitzuwirken. Insofern ist – wie es der französische Botschafter in Berlin kürzlich formulierte – ‚jedes Jahr ein deutsch-französisches Jahr‘.

Der französische Generalkonsul Michel Giacobbi lobte das Engagement der Stadt Bonn und der Deutsch-Französischen Gesellschaft, insbesondere betonte er die Wichtigkeit der Arbeit der Deutsch-Französischen Gesellschaften in Frankreich und in Deutschland in der Belebung des franco-allemand.

Der Präsident der Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften für Europa (VDFG) Gereon Fritz stellte mit großen Dank an die Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg ihr Engagement heraus, das zu einem erfolgreichen Kongress führte, dessen Resolution große Beachtung fand.

Der zweite Teil der Veranstaltung wurde vom Ensemble Mel Bonis gestaltet. Es spielte Werke der spätromantischen französischen Komponistin Mélanie Bonis, die die Zuhörer begeisterten. Beim anschließenden Empfang bestand Gelegenheit für persönliche Gespräche.

 

Am 30. November 2013 trafen wir uns im Restaurant „Zur Lese“ zum jährlichen Dîner Amical.

 

Am 14. Dezember 2013 fand unser traditioneller Adventskaffee auf der Godesburg statt.

 

Am 19. Januar 2014 luden wir zur Neujahrsmatinee. Der Präsident, Herr Jess, begrüßte die zahlreichen Teilnehmer und machte eine Einführung zum Thema der Matinee, „der Tanz auf dem Vulkan“. Es ging um die die zwiespältige Befindlichkeit der Deutschen und der Franzosen vor dem Ersten Weltkrieg. Chauvinismus und Kosmopolitismus, Angst und Bewunderung, Fortschrittsgläubigkeit und Kulturpessimismus, Innerlichkeit und Drang zu großen Taten prallten aufeinander. Béatrice Sipp-Mercier, Sylvie Tyralla-Noel, Burkart Beilfuß und Hermann Müller-Solger versuchten, dieses komplexe Bild zu vermitteln, anhand von literarischen Texten, die alle in den zwei Jahrzehnten vor 1914 verfasst wurden. Der Pianist Trung Sam begleitete feinfühlig das schwierige Programm. Nach dem literarisch-musikalischen Teil blieb noch Zeit für Fragen und Gespräche.

 

Am 22. Januar 2014 trafen wir uns zu einer anregenden Podiumsdiskussion im Clara-Schumann-Gymnasium zum Thema Deutschland – Frankreich: (K)ein Tandem für Europa. Es diskutierten Richard Stock vom Centre européen Robert Schuman in Scy-Chazelles und Siebo Janssen von Europedirect. Jochen Leyhe (Clara-Schumann-Gymnasium) moderierte. Es wurde selbstverständlich keine Antwort auf die Frage, ob das Tandem überhaupt noch existiert, ob es doch noch belebt werden kann, vielleicht in einer anderen Form, welche Rolle die Euro-Krise in der Abkühlung der deutsch-französischen Beziehungen gespielt haben könnte. Interessant war die sehr europafreundliche Reaktion der jungen Teilnehmer.

 

Am 30. Januar 2014 entführte uns Jens Rosteck in die Welt der Edith Piaf. Er schilderte ihre Kindheit, ihren atemberaubenden Aufstieg von der Straßensängerin bis zur gefeierten Diva, ihre Drogenexzesse und ihre glücklichen oder unglücklichen Männergeschichten. Er umrahmte seinen Vortrag mit bekannten Liedern wie „La vie en rose“, „Milord“, „Non, je ne regrette rien“, u.a. Ein sehr gelungener Abend in Kooperation mit dem Institut Français.

 

Am 11. Februar 2014 referierte Eleftheria Wollny über das „Griechenlandbild und Griechenlandpolitik von Napoleon Bonaparte“.

 

Am 21. Februar 2014 stellte Marianne Rollin den Roman „La femme de Gilles“ der wallonischen Schriftstellerin Madeleine Bourdouxhe in französischer Sprache im Hause Linckelmann vor. In dem Roman wird auf einer absolut sinnlichen Art und Weise die Liebe einer Frau zu ihrem Mann dargestellt, ihre Schmerzen, als er anfängt, sie zu betrügen, und ihre Unfähigkeit ohne diese Liebe zu leben. Marianne Rollin gab einige Hinweise zum Leben und zum Werk von Bourdouxhe. Die Autorin eines einzigen publizierten Romans genas eine hohe Achtung in der literarischen Welt ihrer Zeit. Sie war u.a. mit Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre befreundet. Beauvoir zitiert sie im „Deuxième Sexe“.

Auszug aus dem 1. Kapitel:

« Cinq heures… Il va bientôt rentrer… ! » se dit Elisa. Et voilà qu’à cette idée, elle ne peut plus rien faire. […]Un vertige de tendresse la fige, immobile et haletante, accrochée des deux mains à la barre de nickel du fourneau.

C’est chaque jour la même chose. Gilles sera là dans quelques minutes : Elisa n’est plus qu’un corps sans force, anéanti de douceur, fondu de langueur. Elisa n’est plus qu’attente.

Elle croit qu’elle va pouvoir s’élancer vers lui et le serrer dans ses bras. Mais à la vue de ce grand corps musclé qui apparaît tout à coup en costume de velours dans l’encadrement de la porte, elle a moins de force encore. Chaque fois, il la trouve immobile, un peu hagarde, et c’est lui qui s’approche d’elle et la baise doucement au front. […]

Il enlève sa veste de travail, passe une main calleuse dans ses cheveux, s’assied. Sa chemise s’entr’ouvre sur son torse nu, il se frotte un peu la poitrine, là où il y a une petite touffe de poils. […]

Elle se rapproche de lui, respire sur ses vêtements une forte odeur de sueur, de fer, d’huile et de travail – l’odeur de Gilles… Elle frotte sa joue tendre contre sa peau à lui, non rasée – la joue rugueuse de Gilles… Les cheveux de Gilles… la bouche de Gilles… les yeux de Gilles… – Gilles… dit-elle, prénom court et mouillé comme un chuchotement, quand elle le prononce, la salive lui emplit la bouche, humecte ses lèvres infléchies, déborde parfois aux commissures en deux bulles minuscules…..

 

Am 14. März 2014 trafen wir uns im LVR-Landesmuseum zum Vortrag von Prof. Dr. Felten zum Thema „Burgund als Wiege religiöser Bewegungen im Mittelalter“. Der Referent schränkte das Thema auf Cluny ein und stellte die einmalige Situation bei der Gründung, die aufsteigende Entwicklung und den Niedergang der großen Abtei dar.

 

Cluny wurde mit Urkunde vom 11. September 910 durch Wilhelm I. Herzog von Aquitanien und Graf von Mâconnais als Benediktinerkloster gegründet. Dabei verzichtete Herzog Wilhelm auf jede Gewalt über das Kloster und schloss jegliche Einmischung weltlicher oder geistlicher Gewalt in die internen Angelegenheiten des Klosters aus (Exemtion und Immunität). Insbesondere wurde auf die wirtschaftliche Nutzung verzichtet. Das Kloster selbst wurde unter den direkten Schutz des Papstes gestellt. Für die Verhältnisse des 10. Jahrhunderts war dies eine Neuerung. Wilhelm ernannte lediglich den ersten Abt Berno und erlaubte dem Konvent danach eine freie Abtswahl. Diese beiden Neuerungen, Exemtion und freie Abtswahl, trugen wesentlich zur Entfaltung Clunys bei.

Die Liturgie stand in Cluny im Vordergrund und in deren Zentrum das Memento mori mit der Warnung vor der Vanitas der Welt. Mit der Zeit wurde das Chorgebet immer umfangreicher. So betete jeder Mönch unter Abt Hugo täglich 215 Psalmen, gegenüber den von Benedikt in seiner Regel vorgesehenen 37 Psalmen täglich. Wegen des umfangreichen liturgischen Dienstes wurde die Handarbeit von den Mönchen vernachlässigt, die sich dazu Konversen ins Kloster holten. Die Klosterwirtschaft beruhte aber im Wesentlichen auch nicht auf der Arbeit der Konversen, sondern auf den Pachtzahlungen und Abgaben der Bauern, die auf den umfangreichen Besitzungen des Klosters lebten.

Bei der Liturgie stand das Totengedenken weit oben an. Abt Odilo führte als allgemeinen Gedächtnistag für alle Verstorbenen den Allerseelentag ein, der später in der gesamten katholischen Kirche eingeführt wurde und bis heute begangen wird.

Neben der Liturgie war der Gedanke der Armenfürsorge für Cluny von besonderer Bedeutung. Von Anfang an richteten die Mönche zwölf, später achtzehn ständige Wohnplätze für Arme ein, die dauerhaft innerhalb der klösterlichen Gemeinschaft lebten. Außerdem findet sich bereits in der Gründungsurkunde die Bestimmung, „es sollten, wenn es die Möglichkeiten am Ort erlaubten ‚täglich die Werke der Barmherzigkeit den Armen, Bedürftigen, Fremden, die des Weges daher kämen, und Pilgern mit höchster Anspannung erwiesen werden‘".

Auch mit dem für Cluny so wichtigen liturgischen Totengedenken war eine im Laufe der Zeit immer umfangreicher werdende Armenfürsorge verknüpft: Verstarb einer der Mönche, wurde die ihm zustehende Essensration 30 Tage lang und – was auf lange Sicht viel wichtiger war – bei jeder Wiederkehr seines Todestags an einen Armen ausgegeben. Da diese alljährlichen

 

Almosenausgaben zeitlich unbegrenzt sein sollten und durch die Todesfälle im Kloster ständig an Zahl zunahmen, führte diese Regelung zu einer umfangreichen Armenfürsorge, die im Laufe der Zeit zu einer großen Belastung des Klosters wurde. In der Mitte des 12. Jahrhunderts sollen in den cluniazensischen Totenbüchern die Namen von 18 000 Verstorbenen eingetragen gewesen sein, für die diese Form des Totengedenkens zu praktizieren war. Da dies nicht mehr zu finanzieren war, reduzierte Abt Petrus Venerabilis die entsprechenden Ausgaben, ohne sie jedoch ganz abzuschaffen.

Nach Abt Petrus Venerabilis, in dessen Zeit auch die Auseinandersetzung mit Bernhard von Clairvaux und den Zisterziensern fällt, begann Mitte des 12. Jahrhunderts der Niedergang Clunys. Es setzte eine Phase der Stagnation in der Ausbreitung des cluniazensischen Verbandes ein. Außerdem zeigten einige Klöster des Verbandes Verselbständigungstendenzen. Cluny selbst hatte zunehmend mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Ab der Mitte des 13. Jahrhunderts geriet die Abtei unter den Einfluss der französischen Könige, was dazu führte, dass das Recht der freien Abtwahl durch die Mönche verloren ging. Der Tiefpunkt war im 15. Jahrhundert erreicht. Nun wurde die Abtei wie auch viele andere französische Klöster von so genannten Kommendataräbten beherrscht, d. h. Äbten, die ihre Würde ohne echte Amtspflichten als Belohnung vom französischen König bekommen hatten, die Einkünfte der Abtei für sich persönlich nutzten und nicht unbedingt dauerhaft in Cluny lebten. Der Klosterverband verlor seinen internationalen Einfluss.

In der Folge der französischen Revolution wurde die Abtei aufgehoben. Die Kirche wurde abgetragen und unter Napoleon als Steinbruch für den Bau des „Haras National“ (Pferdezucht) in Cluny genutzt. Die eigentlichen Klostergebäude dienen heute als Berufsschule.

Nach dem Vortrag trafen sich die Zuhörer des gut besuchten Vortrags zum einem kleinen Abendessen im Restaurant DelikArt.

 

Am 4. April 2014 fand die ordentliche Jahreshauptversammlung statt.

Der Präsident, Herbert Jess, begrüßte die Anwesenden und gedachte der verstorbenen Mitglieder.

Er berichtete über die Aktivitäten der Gesellschaft im letzten Jahr und stellte insbesondere die Leistungen der Gesellschaft bei Durchführung des 58. Jahreskongresses heraus. Herr Bodin wurde als langjähriger Leiter des rechtsrheinischen Konversationskreises geehrt. Der Schatzmeister, Burkart Beilfuß, berichtete über die finanzielle Lage, die er als sehr positiv darstellte. Er scheidet aus persönlichen Gründen aus seinem Amt aus.

Der Kassenprüfer, Henning Wüstefeldt berichtete über die durchgeführte Kassenprüfung, die keine Beanstandungen ergab. Er empfahl die Entlastung des Schatzmeisters.

Der Präsident sprach anschließend über die Programmplanung im Jahr 2014. Die Versammlung beschloss einstimmig den Beitrag von € 50,00 nicht zu erhöhen.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder.

Als Nachfolger des bisherigen Schatzmeisters wurde Rolf Gerner einstimmig bei einer Enthaltung gewählt.

Als Rechnungsprüfer wurden einstimmig wiedergewählt: Dr. Albrecht Pospieszczyk und Henning Wüstefeldt.

 

Am 10. April luden wir zu einem Vortrag mit Frau Ruth Hieronymi zum Thema „Europäische Perspektiven im Vorfeld der Europawahl“. Ruth Hieronymi führte mit der Feststellung in das Thema ein, dass Griechenland wieder Kapital auf dem internationalen Kapitalmarkt erstanden hat und dass die gesamte Währungssituation sich auf dem Weg der Konsolidierung befindet.

Im Ergebnis ist festzustellen, dass das Fehlen eines Finanzpaktes außerhalb des Acquis Communautaires andere Lösungen erzwang: Beteiligung von IWS, EZB und Europäischer Rat.

Weiter erwähnte sie die Entwicklung in der Ukraine. Sie erwartet von der Europawahl eine Bekräftigung der Rechte der Bürger und einen nachhaltigen Datenschutz.

Frau Hieronymi zeigte sich erfreut über die Personalisierung der Wahl und erhofft sich davon eine höhere Wahlbeteiligung.

Weitere Themen waren Eurobonds, Wirftschafts- und Sozialunion, die Erweiterung der Anzahl der Mitglieder der EU (28 +?), sie wünschte sich, dass das Parlament näher an der Aktualität arbeitet.

Zukünftig stehen die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen mit den USA an. In diesem Zusammenhang erwähnte sie die „exception culturelle“ und lobte Frankreich für diese Initiative. Der Klimawandel und die Verteidigung des europäischen Demokratiemodels (bei nur 7% -Anteil der Europäer an der Weltbevölkerung) waren weitere Thermen ihrer Ausführungen.

Anschließend entwickelte sich eine lebhafte Diskussion.

 

VORSCHAU

Von Mittwoch, 28. Mai bis Montag, 2. Juni 2014 fahren wir nach Nordfrankreich. Es werden unter anderem folgende Städte bzw. Stationen von Interesse besucht: Lille mit Roubaix, Arras, der frz. Soldatenfriedhof bei N-D de Lorette, Lens mit seinem Louvre-Ableger, die Kohlezentren um Douai, St. Omer mit seiner Umgebung aus dem 2. Weltkrieg (insbesondere den V 2 Abschussrampen in der Kuppel von Helfaut-Wizernes), Boulogne-sur-Mer mit der reizvollen Landschaft des Boulonnais. Interessenten melden sich bitte bei Burkart Beilfuß, Kassler Weg 35, 53696 Königswinter, Tel.: 02223 2 11 59, E-Mail: burkart.beilfuss@t-online.de

 

Am Sonntag, dem 22. Juni 2014 veranstalten wir zusammen mit dem Deutsch-Französischen Chor Bonn ein Sommerkonzert „Zauberworte“. Beginn um 18.00 Uhr im Haus der Ev. Kirche Bonn, Adenauerallee 37. Eintritt: 12,00€. Karten an der Abendkasse oder unter www.dfc-bonn.de

 

Neu! Neu! Neu!

 

Am Dienstag, dem 1. Juli 2014 laden wir zu einer Diskussion mit Prof. Dr. Ludger Kühnhardt zum Thema „Europa nach der Wahl“ ein.

Prof. Kühnhardt ist Direktor am Zentrum für Europäische Integrationsforschung an der Universität Bonn. Die Veranstaltung findet in der Bonner Vertretung der Europäischen Kommission, Bertha-von-Suttner-Platz 2-4, um 19.30 Uhr statt.

 

Am Donnerstag, dem 03. Juli 2014 treffen wir uns wie alljährlich zu unserem Grillabend. Familie Hübschmann organisiert wieder Gegrilltes und Getränke. Alle Teilnehmer werden herzlich gebeten, das Buffet mit Salaten, Beilagen und den Nachtisch mit eigenen Köstlichkeiten zu ergänzen. Wir beginnen um 18.00 Uhr auf dem Grillplatz der Waldfreunde Bonn bei jedem Wetter, Wesselheideweg (Auf dem Hardtberg im Kottenforst). Bitte parken Sie Ihr Fahrzeug auf den offiziellen Parkplätzen am Eingang des Fußweges zum Grillplatz.

Wir bitten um Ihre verbindliche Anmeldung und Überweisung des Kostenbeitrages von € 15,00 bis zum 25. Juni 2014.

 

Am Donnerstag, 10. und Freitag, 11. Juli 2014 laden wir zu einer Fahrt zu den Gedenkstätten des Ersten Weltkrieges im Elsass ein. Die Reise ist ausgebucht!

 

Vom 10. bis zum 12. Oktober 2014 findet der 59. Jahreskongress der VDFG/FAFA in Dijon statt.

 

Motto: Erfolgreiche Begegnung der Kulturen – Neuer Schwung durch mehr Kultur in unseren Städtepartnerschaften. Mehr unter www.vdfg.de.

 

SONSTIGES

Am 17. Juni 2014 lädt das Institut Français zu einem Chansonabend „Ma seul’joie, mon seul bonheur : mes hommes!“ mit Lise Lotte Lafleur (Klavier und Gesang) um 20 Uhr ein. Eintritt: 10€. Am 27. Juni 2014 lädt das Institut Français zu einem Klavierkonzert „Frauen komponieren“ mit Angela-Charlott Linckelmann um 19.30 Uhr ein. Eintritt: 10€.

 

COIN LITTÉRAIRE

Marguerite Yourcenar enfant au Mont-Noir :

On commence à voir que « la petite fille riche », « la petite fille du château », selon les clichés qui courent encore, était moins isolée « du peuple », ce beau mot qui, comme tant de mots de la langue française, s’est dégradé, que ne l’était ou l’est de nos jours une fillette dans un appartement bourgeois du XVIe arrondissement. Le centre du Mont-Noir, ce médiocre bâtiment disparu dont je retrouve en pensée chaque chambre, n’était ni le salon orné d’une peinture du Vice et de la Vertu, d’après Luini, rapportée d’Italie par mon grand-père, mais que je n’entrevoyais que les jours où Noémi (sa grand-mère) invitait, c’est –à dire guère, ni le petit salon ovale qui avait jadis servi de théâtre d’amateurs, ni le billard, ni les deux pièces encombrées de crucifix et de pendules où ma grand-mère vérifiait ses comptes, ni la chambre à six fenêtres de ma tourelle, avec son poêle d’émail illustrant les Fables de La Fontaine et que je n’aimais pas, non plus que les Fables, parce que les animaux me semblaient trop pareils à des hommes. […]

Ce centre situé plus bas, entre la glaciale laiterie et la cuisine aux casseroles et aux bassinoires de cuivre, c’était la Salle des Gens, autre beau mot que nous avons galvaudé comme celui des domestiques. Et pourtant tous deux évoquent la Gens, le groupe solide de la famille romaine, et les habitants de la Domus que presque chacun de nous ne possède plus. […]

Vers midi, on me lavait solennellement les mains. La douairière s’installait dans la salle à manger à la grande table ronde. Je me plaçais en face d’elle, séparée de la sarcastique vieille dame par la circonférence de la nappe damassée, et par un espace de plus de soixante-dix ans dont ni elle ni moi n’avions conscience. Sur les murs, des tableaux placés cadre à cadre, comme dans les intérieurs des amateurs d’art d’autrefois, représentaient tous à peu près la même chose, un homme ou une femme en costume ancien, jeune ou vieux, laid ou beau. […]

 

J’étais d’une maladresse indescriptible ; les haricots verts piqués sur ma fourchette formaient autour de mon assiette de petits bocages ; la crème au chocolat coulait sur ma robe blanche. Cette crème, si nous étions sans drame arrivées jusqu’au dessert, produisait l’effet voulu : « Emmenez cette enfant ! » Avec un contentement discret, Joseph au gilet rayé s’engageait avec moi dans l’escalier en colimaçon qui menait à la Salle des Gens.

Tout y était spontané comme la vie elle-même. On se gorgeait des plats d’en haut à peu près intacts. On m’asseyait triomphalement sur une pile de vieux dictionnaires. Les grosses assiettes de porcelaine bleue et blanche et les bols assortis, pleins de soupe ou de café au lait, tenaient en équilibre sur un côté d’énormes tartines beurrées, avec le rond des dents parfois marqué dans la mie, et qui peu à peu et horriblement s’imprégnaient des breuvages et des sauces. […]

Tous disaient très haut du mal de Noémi, sachant qu’assise comme toujours après les repas au dessus d’une bouche de chaleur, près du buffet, elle ne perdait rien de ces moqueries, non plus que des injures décrochées contre Mélanie, son espionne.

(Extrait de Quoi ? l’Éternité)

 

A VOS CASSEROLES

Potjevlesch

 

Ingrédients (pour 6 personnes):

200 g de veau

200 g de blanc de poulet

200 g de chair de lapin

1 tranche de lard fumé

75 cl de bière brune ou blanche du Nord

4 oignons

4 gousses d’ail

3 carottes

1 branche de céleri

3 feuilles de gélatine

2 cuil. à soupe de baies de genièvre

3 cuil. à soupe de genièvre

1 feuille de laurier

1 branche de thym

sel

poivre en grains

 

Préparation:

Désosser les viandes si cela n'a été fait. Eplucher et émincer les oignons. Peler les gousses d'ail, les couper en deux. Couper le céleri en tronçons. Détailler les viandes en lanières. Dans un saladier, mélanger oignon, ail, céleri, laurier, thym, baies de genièvre et de poivre.

 

Y placer les morceaux de viande. Mélanger et couvrir avec la bière et le genièvre. Laisser mariner une nuit en remuant deux ou trois fois. Le lendemain, égoutter la viande et réserver la marinade. Eplucher et couper les carottes en rondelles. Faire ramollir la gélatine dans un bol d'eau froide. Dans une terrine, étaler 3 couches de viande en les séparant par une feuille de gélatine. Terminer par une feuille de gélatine. Couvrir de marinade, avant de répartir les rondelles de carottes sur la surface de la terrine. Saler. Couvrir la terrine et la fermer hermétiquement avec une pâte confectionnée avec un peu de farine et d’eau. Faire cuire à 160 °C pendant 3 heures. Laisser refroidir complètement avant de servir.

Potjevlesch, potjevleesch, pot’je vleesch, potjevleisch… plusieurs orthographes se disputent ce plat flamand dont le nom signifie “petit pot de viandes” (pot signifiant “pot” et vleesch “viande”). Il s’agit de viandes froides (veau, porc, lapin, poulet) prises dans une gelée. Les morceaux de viandes, préalablement marinés, sont disposés en couches successives dans une terrine, avec de la gélatine. Avant cuisson, les interstices sont emplis de la marinade d’aromates et d’épices (céleri, baies de genièvre et de poivre, laurier, thym, sel), de vin ou/et de vinaigre, ou de bière et de quelques gouttes de genièvre. Le dessus est éventuellement recouvert de rondelles de carottes. Bien entendu, il existe maintes variantes à ce plat…

 

Dans l’assiette:

Coupé en tranches épaisses où ressort la mosaïque des viandes qui le composent, le potjevleesch se mange froid, avec des frites (qui font fondre la gelée) ou, comme autrefrois, avec des pommes dunkerquoises (pommes de terre épluchées, taillées en quatre, mi-cuites à l’eau et frites). Rien n’empêche la présence d’une salade verte, de cornichons, de petits oignons vinaigrés…Y placer les morceaux de viande. Mélanger et couvrir avec la bière et le genièvre. Laisser mariner une nuit en remuant deux ou trois fois. Le lendemain, égoutter la viande et réserver la marinade. Eplucher et couper les carottes en rondelles. Faire ramollir la gélatine dans un bol d'eau froide. Dans une terrine, étaler 3 couches de viande en les séparant par une feuille de gélatine. Terminer par une feuille de gélatine. Couvrir de marinade, avant de répartir les rondelles de carottes sur la surface de la terrine. Saler. Couvrir la terrine et la fermer hermétiquement avec une pâte confectionnée avec un peu de farine et d’eau. Faire cuire à 160 °C pendant 3 heures. Laisser refroidir complètement avant de servir. Potjevlesch, potjevleesch, pot’je vleesch, potjevleisch… plusieurs orthographes se disputent ce plat flamand dont le nom signifie “petit pot de viandes” (pot signifiant “pot” et vleesch “viande”). Il s’agit de viandes froides (veau, porc, lapin, poulet) prises dans une gelée. Les morceaux de viandes, préalablement marinés, sont disposés en couches successives dans une terrine, avec de la gélatine. Avant cuisson, les interstices sont emplis de la marinade d’aromates et d’épices (céleri, baies de genièvre et de poivre, laurier, thym, sel), de vin ou/et de vinaigre, ou de bière et de quelques gouttes de genièvre. Le dessus est éventuellement recouvert de rondelles de carottes. Bien entendu, il existe maintes variantes à ce plat… Dans l’assiette Coupé en tranches épaisses où ressort la mosaïque des viandes qui le composent, le potjevleesch se mange froid, avec des frites (qui font fondre la gelée) ou, comme autrefrois, avec des pommes dunkerquoises (pommes de terre épluchées, taillées en quatre, mi-cuites à l’eau et frites). Rien n’empêche la présence d’une salade verte, de cornichons, de petits oignons vinaigrés… Un peu d’histoire Y placer les morceaux de viande. Mélanger et couvrir avec la bière et le genièvre. Laisser mariner une nuit en remuant deux ou trois fois. Le lendemain, égoutter la viande et réserver la marinade. Eplucher et couper les carottes en rondelles. Faire ramollir la gélatine dans un bol d'eau froide. Dans une terrine, étaler 3 couches de viande en les séparant par une feuille de gélatine. Terminer par une feuille de gélatine. Couvrir de marinade, avant de répartir les rondelles de carottes sur la surface de la terrine. Saler. Couvrir la terrine et la fermer hermétiquement avec une pâte confectionnée avec un peu de farine et d’eau. Faire cuire à 160 °C pendant 3 heures. Laisser refroidir complètement avant de servir. Potjevlesch, potjevleesch, pot’je vleesch, potjevleisch… plusieurs orthographes se disputent ce plat flamand dont le nom signifie “petit pot de viandes” (pot signifiant “pot” et vleesch “viande”). Il s’agit de viandes froides (veau, porc, lapin, poulet) prises dans une gelée. Les morceaux de viandes, préalablement marinés, sont disposés en couches successives dans une terrine, avec de la gélatine. Avant cuisson, les interstices sont emplis de la marinade d’aromates et d’épices (céleri, baies de genièvre et de poivre, laurier, thym, sel), de vin ou/et de vinaigre, ou de bière et de quelques gouttes de genièvre. Le dessus est éventuellement recouvert de rondelles de carottes. Bien entendu, il existe maintes variantes à ce plat… Dans l’assiette Coupé en tranches épaisses où ressort la mosaïque des viandes qui le composent, le potjevleesch se mange froid, avec des frites (qui font fondre la gelée) ou, comme autrefrois, avec des pommes dunkerquoises (pommes de terre épluchées, taillées en quatre, mi-cuites à l’eau et frites). Rien n’empêche la présence d’une salade verte, de cornichons, de petits oignons vinaigrés…

 

Un peu d’histoire:

L’origine de ce plat, connu depuis le Moyen Âge, se situe dans le Westhoek (Flandre maritime belge dont la région dunkerquoise est devenue française). Contrairement à une idée reçue, les fermières le préparaient à partir de morceaux nobles, et non de rebuts. A une époque où on utilisait essentiellement le salage, le fumage ou la graisse animale pour la conservation des aliments, cette méthode à base de vin, de vinaigre et d’épices pour “tenir” ce confit parait on ne peu plus originale. Conservé en un lieu frais dans des terrines, ce confit servi froid apparaissait aux grandes occasions familiales, ou lors des moissons. Le Viandier de Taillevent donne la recette du ketelvleesch (viande en marmite) que l’on disposait après cuisson en pots pour devenir potjevleesch.

 

Mit freundlichen Grüßen

Sylvie Tyralla-Noel

Klausdieter Hübschmann

 


 

Impressum:

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

Anschrift:

Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V.

Am Gärtchen 31

53347 Witterschlick

Tel. : 0228 9863654 FAX: 0228 9863655

Die Gesellschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nr. 3999 eingetragen und als gemeinnützig vom FA St. Augustin anerkannt, Steuernummer 222/5733/0775.

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de Verantwortlich für den Inhalt: Sylvie Tyralla-Noel; E-Mail: tyralla-noel@web.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn, Kontonummer 6999, BLZ: 370 501 98