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InfoBrief 2019-2



Nr. 2019-2

22. August 2019

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, chers amis,


Grußwort des neuen Präsidenten

Unserem vorigen Info-Brief vom 10. Mai konnten Sie bereits Informationen über unseren neuen Vorstand entnehmen, der bei der Mitgliederversammlung am 11.April gewählt wurde. Als neuer Präsident unserer Gesellschaft möchte ich diesen Info-Brief zum Anlaß nehmen, für das Vertrauen zu danken, das in dieser Wahl zum Ausdruck kam. Vor allem aber möchte ich meinem Vorgänger, Botschafter a.D. Herbert Jess, für seine unermüdliche Arbeit für die Gesellschaft danken, die er sechs Jahre lang geleitet hat. Die Dankensworte, die unsere Vizepräsidentin, Sylvie Tyralla-Noel, in der Mitgliederversammlung für ihn gefunden hat, können Sie in diesem Info-Brief nachlesen. Ich kann und will dem nur hinzufügen, daß ich mich, mit Ihrer Unterstützung, darum bemühen werde, Herbert Jess‘ erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und uns den neuen Herausforderungen zu stellen, die dem deutsch-französischen Zusammenhalt und dem großartigen Projekt der europäischen Integration heutzutage durch das Anwachsen von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit, respektlosem Umgang miteinander und Rechthaberei erwachsen. Als aktiver Teil der Zivilgesellschaft unseres Landes haben wir eine wichtige Rolle zu spielen. Ich bin davon überzeugt, daß Sie diese Meinung teilen und im Rahmen Ihrer Möglichkeiten, Ihres reichen Erfahrungsschatzes und Ihrer Freude am deutsch-französischen Austausch gern daran mitwirken.

Gern will ich die Gelegenheit auch nutzen, um all denjenigen unter Ihnen herzlich zu danken, die unserem Spendenaufruf zugunsten des Wiederaufbaus der Kathedrale „Notre Dame de Paris“ gefolgt sind. Sie haben damit unseren französischen Freunden ihre Solidarität erwiesen. Darauf kam es an. Noch sind die Vorarbeiten nicht abgeschlossen, bevor mit dem Wiederaufbau begonnen werden kann. Wir sind bemüht, einen geeigneten Termin, möglichst noch in diesem Herbst, zu finden, um über die Entwicklungen zu informieren und das gespendete Geld in geeigneter Form an einen geeigneten Empfänger zu übergeben.

Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit und Vorschläge jeder Art, die Ihnen für unsere Arbeit am Herzen liegen.

Viel Freude bei der Lektüre.

Detlef Puhl

Dankesworte der Vizepräsidentin an Herbert Jess

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, lieber Herr Jess,

Es ziemt sich, dem scheidenden Präsidenten kurz einige Worte zu widmen, die etwas von seinen Ruhmestaten ahnen lassen. Fragen wir uns, wer ist dieser „homo heidelbergensis“? Herr Botschafter Jess hat sich vor einigen Jahren von uns überzeugen lassen, daß er der richtige Mann an der Spitze der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bonn/Rhein-Sieg sei, die eines diplomatischen Menschen bedurfte. Die Mißachtung der Diplomatie, wie sie zur Zeit häufig auftritt, war nicht unsere Sache. Wir hielten uns an eine grundlegende Feststellung Talleyrands, die AA-Staatssekretär Wilhelm Grewe gerne zitierte: „Die Diplomatie ist nicht die Wissenschaft der List und der Zweideutigkeit….Man hat Zurückhaltung – réserve – mit listiger Verschlagenheit gleichsetzen wollen, aber Treu und Glauben rechtfertigen niemals die List, wohl aber erlauben sie die Zurückhaltung, und es ist der Zurückhaltung eigentümlich, daß sie das Vertrauen vermehrt“. Gemäß dieser Maxime hat Herr Jess der Gesellschaft präsidiert. Dafür danken wir ihm.

Wenn wir auf seine Impulse für die Programme der Gesellschaft zurückblicken, dann fallen uns, neben seiner eher politischen Ansprachen bei unseren Neujahrsempfängen, die Besuche der Schlachtfelder von Belle Alliance-Waterloo, der Somme und der Vogesen sowie der Rheinübergang Blüchers bei Kaub ein. Gefehlt haben nur das Niederwalddenkmal und die Statue des Vercingetorix. Nicht zu vergessen seien aber auch geistlich-historische Excursionen zu den Zisterziensern in Heisterbach und Marienstatt, nach Kloster Eberbach und, paritätisch gedacht, zu den geflohenen Hugenotten in Karlshafen. Soviel Schlachtengetümmel und besinnliche Einkehr hatte die Gesellschaft noch selten erlebt. Um herauszufinden, was den „homo heidelbergensis“ antreiben könnte, mag ein Blick auf seine Heimatstadt weiterhelfen. Dort wimmelt es von deutsch-französischen Bezügen.

Über die Stammeszugehörigkeit des „homo heidelbergensis“ wissen wir weiter nichts, wohl aber ist wissenschaftlich erwiesen, daß er die Verbindung zwischen „homo erectus“ und dem Neandertaler darstellt. Eine diplomatische Meisterleistung! Die Heidelberger Universität wurde von Marsilius von Inghen (1386) eröffnet, der aus Paris kam und die Sorbonne verlassen mußte, um einem Kirchenschisma auszuweichen. Der Heidelberger Katechismus de 16. Jahrhunderts stärkte die Reformierte Konfession in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und in der angelsächsischen Welt. Die Zerstörung des Heidelberger Schlosses während des Pfälzischen Erbfolgekriegs wird durch die konservatorische Leistung des Comte Graimberg, einem Revolutionsflüchtling, nahezu aufgewogen. Dadurch gewann die Romantik einen besonderen Ort. Das 19. Jahrhundert bietet die Gründung der „Deutschen Zeitung“, die Veit Valentin die einzige Zeitung nennt, die vor 1848 je diesen Namen verdient hat. „Mit süddeutscher Wärme, mit westeuropäischer Geistigkeit“ ging es um die Versöhnung deutscher Gegensätze“. Dies ist dann dem Heidelberger Friedrich Ebert, dem Reichspräsidenten, nicht so ganz geglückt.

Die Eigentümlichkeit einer Heidelberger Prägung ist einerseits in der französischen Nähe und andererseits in der demokratischen Grundstimmung auch gegen Widerstände zu suchen. Franz Schnabel erzählt die Anekdote aus dem Vormärz, daß der Scharfrichter des Attentäters Karl Ludwig Sand, der den spionageverdächtigen, russischen Agenten und Literaten August von Kotzebue 1819 ermordet hatte, aus dem Holz des Schafotts ein Gartenhäuschen bei Heidelberg als Reliquienschrein der liberalen Bewegung gebaut hat.

Wer ein solches Kaleidoskop in sich aufgenommen hat, der muß nach möglichen Verbindungen suchen, Gegensätze überwinden und Grundsätze zur Geltung bringen. Kurz gesagt, diplomatisch wirken. Kotzebue würde sich freuen über das stetige Interesse für Rußland und der alte Graf Graimburg würde mit ihm unter dem Gingko im „hortus palatinus“, unter dem schon Goethe geflirtet hat, über den Kern der deutsch-französischen Beziehung sprechen: die eigenartige Mischung von Pragmatik und geheimnisvoller, diskreter Bewunderung.

Auch wenn Herr Botschafter Jess zu anderen Feldern der Multilateralität zurückkehrt, für die auch der derzeitige Außenminister engagiert wirbt, bleibt er doch der deutsch-französischen Bilateralität erhalten. Dafür sorgt schon seine Frau, der wir herzlich danken. Außerdem wird er als geschätzter Ratgeber im Vorstand der DFG präsent bleiben.

Aus welchem Holz Herr Jess später sein Gartenhäuschen bauen wird, wissen wir noch nicht. Wir sind jedoch allezeit bereit, dafür Vorschläge zu erarbeiten.

Sylvie Tyralla-Noel

Rückschau

Am 9. Juni fuhren wir nach Bad Ems zu einem Konzert der Bad Emser Jacques-Offenbach-Gesellschaft, dem „anderen“ Offenbach, dem virtuosen Cellisten, gewidmet. Der Cellist Davit Melkonyan und der Pianist Mikayel Balyan konfrontierten vier Charakterstücke von Offenbach sowie vier gemeinsame Kompositionen von Offenbach und Flotow mit Werken ihrer berühmten Zeitgenossen, Chopin und Mendelssohn-Bartholdy. Ob die reizvollen, sensiblen Miniaturen, besonders die Ballade du pâtre, mit der brillanten Sonate Nr. 2 D-Dur op. 58 Mendelssohns wirklich konkurrieren konnten, ist eine andere Frage.

Am 18. Juni trafen wir uns zu unserem ersten „Salon Politique“ im Hause Tyralla. Wir wollen uns in dem sehr geschätzten Format des „Salon Littéraire“ (Präsentation eines Buches aus unseren Reihen mit anschließendem Buffet) auch mit politisch brennenden Themen beschäftigen. Dazu hatten Marc Comte de Trantinian-von Malzan (auf französisch) und Rudolf Herrmann (auf deutsch) ihre Einschätzungen zur politischen Lage in Frankreich nach den Aktionen der „Gelbwesten“ und dem anschließenden „Grand débat national“ vorgetragen. Daraus entspann sich eine spannende Diskussion unter den etwa 20 Teilnehmern. Diese betraf die kontroverse französische Debatte über die Staatsverschuldung, die anstehenden Kommunalwahlen und deren Risiken für die politischen Formationen sowie die Rolle von Gewaltanwendung seit der Französischen Revolution bei politischem Protest. Wir wollen diese Art von Diskussion gern fortsetzen und sind offen für Themenvorschläge.

Vom 26. bis 28. Juni reisten wir auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Dr. Norbert Röttgen nach Berlin. Der CDU-Abgeordnete aus dem Rhein-Sieg-Kreis ist Mitglied in unserem Beirat, und wir haben seit langem versucht, ihn zu einem Treffen zu uns einzuladen. Als vielbeschäftigter Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags ist es dazu nie gekommen. Also fuhren wir zu ihm. Etwa eine Stunde lang konnten wir mit ihm über die deutsch-französischen Beziehungen diskutieren, die gerade jetzt kompliziert sind. Er sage uns zu, daß wir über die weitere Entwicklung im Gespräch bleiben. Zum Besuchsprogramm gehörte auch der Besuch einer Plenarsitzung des Bundestags am folgenden Tag. Außerdem waren wir bei dem zuständigen Büroleiter des „Kulturbevollmächtigten“ des Bundes und der Länder für die Zusammenarbeit mit Frankreich, zu Besuch; seit Jahresbeginn ist dies NRW-Ministerpräsident Arnim Laschet. Dr. Dominik Fanatico, der auch stv. Leiter der Landesvertretung NRW beim Bund ist, empfing uns in der Landesvertretung, und wir konnten uns dort über dessen Arbeitsprogramm informieren. Dabei lag uns insbesondere die Situation beim Französisch-Unterricht in deutschen Schulen am Herzen. Dasselbe Thema beschäftigte uns auch bei unserem Besuch in der französischen Botschaft, wo uns Botschafterin Anne-Marie Descôtes empfing und wir eine gute Stunde mit der zuständigen Bildungsreferentin diskutieren konnten. Krönender Abschluß unseres Besuchs war ein Konzert in der Berliner Philharmonie, zu dem das Gürzenich-Orchester Köln und das Pariser Ensemble „Les Siècles“ unter der Leitung ihres gemeinsamen Dirigenten Francois-Xavier Roth aus Anlaß des 200. Geburtstags von Jacques Offenbach Stücke von Offenbach und Robert Schumann spielte.

Vorschau

En passant par la Lorraine........ Vom 18. bis 21 .September2019 machen wir eine Kurzreise in die Champagne und in die Lorraine. Wir werden in Colombey-les Deux -Églises General de Gaulle einen Besuch abstatten, in Domrémy der Pucelle gedenken und in Scy-Chazelles bei Metz uns an den Gründungsvater Europas, Robert Schuman, erinnern. Metz mit seinen Sehenswürdigkeiten (Kathedrale, historisches Museum, Centre Pompidou ) bildet den krönenden Abschluss unserer Reise. Außerdem machen wir eine dégustation de champagne in Colombey! Die Reise ist ausgebucht.

Am Donnerstag, 26. September 2019 laden wir zu einem Vortrag von Dr. Hellmut Hanle, langjähriger Abteilungsleiter der Alexander-von Humboldt-Stiftung in Bad Godesberg, über „Alexander von Humboldt in Paris“ - zum 250. Geburtstag eines Universalgelehrten“. In Kooperation mit dem Colloquium Humanum und der „Arbeitsgemeinschaft für Bildung und Kultur e.V.“ (abk) treffen wir uns „Am Kurpark 7“ (ehem. Spanische Residenz) in Bad Godesberg um 19 Uhr. Wir bitten um Ihre Anmeldung bei Dr. Puhl unter info@dfg-bonnrheinsieg.de bis zum 21. September.

Am Freitag, 27. September 2019 treffen wir uns zu einer Musikalischen Lesung mit der Schriftstellerin Marie Modiano, zur Feier der 50jährigen Partnerschaft zwischen Rheinbach und Villeneuve-lez-Avignon. Marie Modiano ist die Tochter des Nobelpreisträgers Patrick Modiano, schreibt Gedichte, Chansons und Romane. Veranstalter sind die „Vereinigung zur Förderung der Partnerschaft Villeneuve lez Avignon – Rheinbach“, die Buchhandlung Kayser und das Institut Français. Ort: „Galerie Alexandra B.“ in Rheinbach, Zeit: 19:30 Uhr

Am Donnerstag, den 17. Oktober 2019 treffen wir uns zu einer zweiten Edition des Salon Politique, diesmal zum Thema „Europäische Armee – Stehen wir am Anfang oder schon am Ende?“ Detlef Puhl und Jürgen Knobloch werden in das Thema einführen. Für das anschließende Büffet sind Beiträge aller Art willkommen. Die Veranstaltung findet im Hause Menzel, Mecklenburger Str. 3 in 53173 Bonn um 19 Uhr statt. Wir bitten um Ihre Anmeldung bei Dr. Puhl unter info@dfg-bonnrheinsieg.de bis zum 12. Oktober.

Am Donnerstag, 7. November 2019 lädt Françoise Linckelmann zu einem neuen Salon Littéraire ein. Sie wird den Roman von Maylis de Kérangal « Un monde à portée de main » vorstellen.
«Paula s'avance lentement vers les plaques de marbre, pose sa paume à plat sur la paroi, mais au lieu du froid glacial de la pierre, c'est le grain de la peinture qu'elle éprouve. Elle s'approche tout près, regarde : c'est bien une image. Étonnée, elle se tourne vers les boiseries et recommence, recule puis avance, touche, comme si elle jouait à faire disparaître puis à faire revenir l'illusion initiale, progresse le long du mur, de plus en plus troublée tandis qu'elle passe les colonnes de pierre, les arches sculptées, les chapiteaux et les moulures, les stucs, atteint la fenêtre, prête à se pencher au-dehors, certaine qu'un autre monde se tient là, juste derrière, à portée de main, et partout son tâtonnement lui renvoie de la peinture. Une fois parvenue devant la mésange arrêtée sur sa branche, elle s'immobilise, allonge le bras dans l'aube rose, glisse ses doigts entre les plumes de l'oiseau, et tend l'oreille dans le feuillage.» Die Veranstaltung findet im Hause Linckelmann, Platanenweg 4 in Rheinbreitbach um 19 Uhr statt. Wir bitten um Ihre Anmeldung bei Dr. Puhl unter info@dfg-bonnrheinsieg.de bis zum 4. November.

Am Freitag, 22. November 2019 treffen wir uns zu unserer alljährlichen Weinprobe. Klausdieter Hübschmann wird uns die Appellation „Côtes du Rhône“, also Weine aus dem Rhônetal, vorstellen. Bereits 125 Jahre vor Chr. gründeten die Römer die Stadt Vienne und legten dort einen Weinberg an: Die Côtes-du-Rhône war geboren! Heute werden in der gesamten Appellation auf einer Fläche von 32.000 ha etwa 1.472.00 hl Wein erzeugt, von denen wir einen möglichst köstlichen Anteil verkosten wollen. Wir freuen unter anderem auf den „Châteauneuf du Pape“. Klausdieter Hübschmann wird eine Auswahl von weißen und roten Weinen präsentieren.
Die Weinprobe findet wie letztes Jahr im Heimatmuseum Lengsdorf, Lengsdorfer Hauptstraße 16, in 53127 Bonn statt und beginnt um 18 Uhr. Sie erreichen das Heimatmuseum mit den Bussen 604 und 605 bis Haltestelle Bonn-Lengsdorf-Kirche; von dort noch drei Minuten Fußweg auf der Hauptstraße bis zur Nummer 16.
Wir bitten um Ihre Anmeldung bei Dr. Puhl unter info@dfg-bonnrheinsieg.de bis zum 18. November und die Überweisung des Kostenbeitrags von 18 €.

Am Samstag, 7. Dezember 2019 laden wir zum traditionellen Adventskaffee, dieses Jahr in der Form eines „ Goûter avec Fontane“, der das Jahr 1870 in französischer Kriegsgefangenschaft verbrachte und darüber humorvoll berichtete. Wir treffen uns um 15 Uhr im Restaurant „Godesburg“. Wir bitten um Ihre verbindliche Anmeldung bis zum 3. Dezember bei Dr. Puhl unter info@dfg-bonnrheinsieg.de.

A vos casseroles

Tatin d‘échalotes et roquefort


Ingrédients
1 kg d’échalotes50 g de roquefort20 g de beurre1 rouleau de pâte feuilletée
3 cuil. à soupe d’huile d’olive2 cuil. à soupe de sucre en poudre1 cuil. à soupe d’herbes de Provence


Pelez les échalotes en les laissant entières. Faites chauffer l’huile dans une sauteuse et mettez les échalotes à revenir5 min. à feu très doux. Parsemez du sucre et des herbes, salez et poivrez. Couvrez et laissez cuire 30 min. à feu doux. Après ce temps retirez le couvercle et laissez cuire encore 15 min. Si nécessaire rajoutez un peu d’eau. Préchauffez le four à 180°. Beurrez un moule à tarte, étalez les échalotes, émiettez le roquefort et répartissez- le sur les échalotes. Déposez la pâte feuilletée sur les échalotes en rentrant les bords. Enfournez environ 30 min. Laissez reposez la tarte 5 min. hors du four, puis retournez-la sur un plat. Servez chaud.

Coin littéraire

Jean Anouilh : L’Alouette

JEANNE, continue. Et puis une autre fois c'est sainte Marguerite et sainte Catherine qui sont venues...
Elle se retourne avec un peu de défi espiègle vers le Promoteur et lui lance :
Et elles étaient belles, elles aussi!
LE PROMOTEUR, ne peut s'empêcher de lancer, soudain tout rouge.
Étaient-elles toutes nues ?
JEANNE, sourit.
Oh! Messire! Croyez-vous que Notre-Seigneur n'ait pas les moyens de payer des robes à ses saintes?
Il y a des petits rires à cette réponse et le Promoteur se rassoit, confus.
CAUCHON Vous nous faites tous sourire, vous voyez, Messire Promoteur, avec vos questions. Abstenez-vous doré¬navant d'intervenir tant que nous n'aborderons pu le fond du débat. Et surtout, n'oubliez pas que dans cette histoire, même en la jugeant — surtout en la jugeant — nous avons la charge de cette âme qui est dans ce petit corps frêle et insolent... Quelle confusion risquez-vous de jeter dans cette jeune cervelle en lui insinuant que le bien et le mal ce n'est qu'une question de vêtements ! Nos saints sont généralement vêtus, dans leur représentation habituelle, je vous l'accorde. Mais...
JEANNE, lance au Promoteur.
Notre-Seigneur est bien nu sur la croix !
CAUCHON, se retourne vers elle.
Tu as dit ce que j'allais dire, Jeanne, en me coupant la parole, d'ailleurs ! Mais ce n'est pas à toi à reprendre le vénérable Chanoine. Tu oublies qui tu es et qui nous sommes. Tes pasteurs, tes maîtres, et tes juges. Garde-toi de ton orgueil, Jeanne, si le démon un jour peut t'atteindre, c'est de lui qu'il se servira.
JEANNE, doucement.
Je sais que je suis orgueilleuse... Mais je suis une fille de Dieu. S'Il ne voulait pas que je fusse orgueilleuse, pourquoi m'a-t-Il envoyé Son Archange flamboyant et Ses Saintes vêtues de lumière? Pour¬quoi m'a-t-Il promis de convaincre tous ces hommes que j'ai convaincus — et d'aussi savants, d'aussi sages que vous — d'avoir une belle armure blanche, don de mon roi, une fière épée et de conduire tous ces vaillants garçons au milieu de la mitraille, toute droite sur mon cheval? Il n'avait qu'à me laisser à garder mes moutons et à filer près de ma mère, je ne serais jamais devenue orgueil¬leuse...
CAUCHON
Pèse tes paroles, Jeanne, pèse tes pensées ! Tu accuses ton Seigneur maintenant.
JEANNE, se signe.
Qu'Il m'en garde ! Je dis que Sa Volonté soit faite même s'Il a voulu me rendre orgueilleuse et me damner. C'est aussi Son droit.
LE PROMOTEUR, ne peut plus se retenir.
Épouvantable ! Ce qu'elle dit est épouvantable ! Dieu peut-il vouloir damner une âme? Et vous l'écoutez sans frémir, Messires? Je vois là le germe d'une affreuse hérésie qui déchirera un jour l'Église...
L'Inquisiteur s'est levé. C'est un homme à l'air intelligent, maigre et dur et qui parle avec une grande douceur.
L'INQUISITEUR
Écoute bien ce que je vais te demander, Jeanne. Te crois-tu en état de grâce en ce moment?
JEANNE, toute claire, demande.
A quel moment, Messire? On ne sait plus où on en est. On mélange tout. Au commencement, quand j'entends mes Voix, ou à la fin du procès, quand j'ai compris que mon roi et mes compagnons aussi m'abandonnaient, quand j'ai douté, quand j'ai abjuré et que je me suis reprise?
L'INQUISITEUR
N'élude pas ma question. Te crois-tu en état de grâce ?
Il y a un silence chez tous les prêtres qui la regardent avidement; ce doit être une question dangereuse.
LADVENU, se lève. Messire Inquisiteur, c'est une question redoutable pour une simple fille qui croit sincèrement que Dieu l'a distinguée. Je demande que sa réponse ne soit pas portée contre elle, elle risque inconsidé¬rément...
L'INQUISITEUR
Silence, Frère Ladvenu ! Je demande ce que je juge bon de demander. Qu'elle réponde à ma ques¬tion. Te crois-tu en état de grâce, Jeanne?
JEANNE
Si je n'y suis, Dieu veuille m'y mettre; si j'y suis, Dieu veuille m'y tenir.

Und außerdem

Am Donnerstag, 19. September: Lesung mit dem französisch-senegalesischen Autor David Diop aus seinem Buch „Nachts ist unser Blut schwarz“, veranstaltet vom Literaturhaus Bonn in Kooperation mit dem Institut Francais. Karten im Vorverkauf über „bonnticket“ 12 €, an der Abendkasse 14 €. Ort: Aula des Clara-Schumann-Gymnasiums in Bonn, Loestr. 14. Zeit: 19h30

Wir hoffen, dass das Programm für das zweite Halbjahr 2019 Ihre Zustimmung findet, und freuen uns, Sie auf der einen oder anderen Veranstaltung zu treffen!

Mit freundlichen Grüßen

Sylvie Tyralla-Noel, Detlef Puhl


Impressum
Mit dem INFO-BRIEF unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.
Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V., Andreasstraße 51, 53179 Bonn, Tel. : 0228 947 761 50.

Die Gesellschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nr. 3999 eingetragen und als gemeinnützig vom FA St. Augustin anerkannt, Steuernummer 222/5733/0775. E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de Verantwortlich für den Inhalt:
Sylvie Tyralla-Noel; E-Mail: tyralla-noel@web.de