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InfoBrief 2006-4



Nr. 2006-4

10. Oktober 2006

Sehr geehrte Mitglieder, liebe Freunde, chers amis,


 

wir freuen uns, Ihnen wieder die neuesten Nachrichten aus unserer Gesellschaft mitzuteilen.

 

Rückschau

 

Am Dienstag, dem 19. September 2006 luden wir gemeinsam mit der Europa-Union zu einer Podiumsdiskussion im Haus der Geschichte ein zum Thema:

Deutsche Ratspräsidentschaft in der EU – Erwartungen und Ziele aus deutscher und europäischer Sicht

Dazu schrieb der Bonner General-Anzeiger am 20.09.2006:

Ist es nun Zufall oder nicht – 2007, im Jubiläumsjahr der Europäischen Verträge von Rom, wird Deutschland die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union übernehmen. „Klar ist, dass bei dieser durchaus historischen Präsidentschaft die Erwartungen der anderen Mitgliedsstaaten hoch sind“ sagte Andreas Hermes. Der Gruppenleiter „Europapolitik“ im Bundeskanzleramt saß gestern [19.09.06 Ergänzung DFG] zusammen mit dem EU-Parlamentsmitglied Ruth Hieronymi sowie Cordula Janowski vom Zentrum für Europäische Integrationsforschung der Uni Bonn auf dem Podium im Haus der Geschichte, um über „Erwartungen und Ziele“ an diese besondere Aufgabe zu diskutieren. Peter Hartmann, Botschafter a.D. moderierte.

Hermes skizzierte die Hauptaufgaben, die in den sechs Monaten von Januar 2007 an auf der Agenda stehen und nannte vor allem den Bürokratieabbau. Außerdem gelte es, den Binnenmarkt zu stärken und Hindernisse im Warenverkehr auszuräumen. „Auch ein einheitlicher Energiemarkt und eine verbesserte Rechtssprechung müssen auf den Weg gebracht werden“, sagte Hermes. Er wisse, dass dies eine schwierige Aufgabe sei, doch müssten Gesetze unbedingt gebündelt und lesbarer gemacht werden. Zudem deutete er an, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Frage der Abstimmung der europäischen Verfassung, die im Juni anstehe, „ambitioniert“ vorgehen wolle und nichts von einer „Mini-Lösung“ halte.

„Wir können uns Österreich als Vorbild nehmen, das während seiner Präsidentschaft große Fortschritte für Europa erreicht hat“, sagte Hieronymi, die dafür plädierte, dass Deutschland als größtes EU-Land seinen Einfluss geltend machen müsse. Beim Thema EU-Erweiterung müssten die Mitglieder klare Position beziehen: „Weitere Entscheidungen müssen von der Aufnahmefähigkeit und nicht von den Wünschen potenzieller Beitrittsländer getroffen werden“. Dass im Januar 2007 mit dem Beitritt von Bulgarien und Rumänien eine Grenze erreicht sei, bestätigte auch Janowski. „Nach dem Januar gilt das Motto »Rien ne va plus«, sonst ist die Handlungsfähigkeit gefährdet“, sagte sie. Die unglaublich schwierigen Verhandlungen zur Verfassung hätten dies schon in der Vergangenheit gezeigt. „Die Entscheidung über die EU-Verfassung sowie der Beitritt der Türkei werden die Top-Themen sein“, betonte Janowski. Deutschlands Ratspräsidentschaft könne helfen, die derzeitige scheinbare Führungsschwäche zu überwinden. „Diese trägt wesentlich dazu bei, dass die Bürger weniger Vertrauen in die EU setzten“, sagte sie.

(Von Isabel Klotz)

 

Am 27. September 2006 luden wir zu einem Vortrag mit Dr. Heinz Peter Volkert um 19.30 Uhr in das Robert-Schuman-Institut, Bonn, ein:

50 Jahre Rheinland-Pfalz – Burgund - eine beispielhafte Partnerschaft

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Deutsch-Französischen Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg und dem Robert-Schuman-Institut.

Volkert begann sein Exposé mit einer historischen Betrachtung. Er erinnerte daran, dass zur Zeit des römischen Imperiums das Rheinland, die Pfalz und Burgund Teil der „Germania Superior“ waren. Diese Zusammengehörigkeit erscheint auch im Nibelungenlied. Das Land Burgund wurde erst im Jahr 843 im Teilungsvertrag von Verdun von den östlichen Provinzen getrennt.

Nach dem 2. Weltkrieg schuf der Oberbefehlshaber der französischen Zone – General Pierre Koenig – ein „rhein-pfälzisches Land“, das dann Rheinland-Pfalz wurde.

Zahlreiche Partnerschaften entstanden in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Sie entsprangen dem Bemühen deutscher und französischer Politiker, die Menschen zu persönlicher aktiver Verständigungs- und Versöhnungsarbeit anzuregen. Der Vortrag skizzierte die Nachkriegspolitik Frankreichs bis 1948, deren Wandel bis 1953 und die Idee einer besonderen Partnerschaft zwischen dem „neuen“ Land Rheinland-Pfalz und der „alten Region“ Burgund. Das fand bei hohen Politikern, bei Bürgermeistern, Wissenschaftlern, Journalisten und der Bevölkerung ein ungeahntes Echo. In beiden Regionen wurde je ein „Kulturhaus“ der Partnerregion eingerichtet: Das „Haus Rheinland-Pfalz“ in Dijon und das „Haus Burgund“ in Mainz. Auch die Regionalparlamente blicken auf eine fast 20-jährige Zusammenarbeit zurück. Intensivere Beziehungen gibt es wohl kaum zwischen zwei Grenzregionen. Der Vortrag beleuchtete auch Hintergründe und Wirken.

 

Am Freitag, dem 29.09.2006 stellte unser Mitglied Geneviève Plümmer den Roman des Psychoanlysten François Lelord: Le Voyage d’Hector ou la recherche du bonheur in französischer Sprache vor. Der Autor versuchte in seinem Roman den Begriff „Glück“ zu definieren und stellt fest, dass das Glück überall zu finden ist, wenn man es nur sucht. Unser Dank geht an Geneviève Plümmer und an die Familie Prof. Dr. Emgé, deren Haus und Gastlichkeit der Veranstaltung einen sehr angenehmen Rahmen verlieh.

 

Vorschau

 

ACHTUNG TERMINÄNDERUNG !!

Nicht am 17. 10 2006, sondern am Donnerstag, dem 19. Oktober 2006 stellt unser Beiratsmitglied Dr. Franz Pfeffer sein Buch „Ein Amt und eine Meinung – Botschafter in Polen und Frankreich“ vor. Die Veranstaltung findet um 19:00 Uhr in der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Rathausallee 12 in 53757 Sankt Augustin statt.

Gemeinschaftsveranstaltung mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft und der Konrad-Adenauer-Stiftung

 

Am Mittwoch, dem 25 Oktober 2006 treffen wir uns zu unserer traditionellen Weinprobe im Gewölbe der Rigal’schen Kapelle, Kurfürstenstrasse 11, in Bad Godesberg. Klausdieter Hübschmann stellt eine Auswahl von Weinen aus dem Burgund vor, dem Reiseziel unserer Exkursion 2007. Irmgard Hübschmann und Sylvie Tyralla-Noel werden zweisprachig aus Claude Tilliers Roman „Mon Oncle Benjamin“ vorlesen.

Wir erbitten Ihre Anmeldung beim Generalsekretär und Überweisung des Kostenbeitrages von € 14,00 auf das Konto der Gesellschaft bis 19.10.2006.

 

Am Sonnabend, dem 4. November 2006 treffen wir uns im Herrenhaus Buchholz in Alfter zu unserem traditionellen Déjeuner amical. Wir erbitten Ihre schriftliche Anmeldung und Überweisung des Kosten-beitrages von € 34,00 bis 31.10.2006. Für die Hin- und Rückfahrt zum Herrenhaus Buchholz in Alfter wollen wir eine Mitfahrgelegenheit organisieren. Bitte markieren Sie auf der Zusage, ob Sie eine Mitfahrgelegenheit anbieten oder wünschen. Siehe beiliegende besondere Einla-dung mit Antwortbogen und Kartenausschnitt.

 

Am Mittwoch, dem 8. November 2006 laden wir zu einem Empfang für französische und deutsche Erasmus-Studentinnen und -Studenten der Universität Bonn ein. Wir erwarten französische und deutsche Studierende, die im Rahmen des ERASMUS-Programms gerade einen Frankreichaufenthalt abgeschlossen haben. Mitglieder und Freunde unserer Gesellschaft können hier aus erster Hand Neues über Hochschulen, akademisches Leben und alles, was dazugehört, erfahren. Hoffentlich können wir viele der Studierenden bei unseren Veranstaltungen wiedersehen. Vielleicht wird es auch möglich sein, dem einen oder anderen unserer französischen Gäste den Aufenthalt hier zu erleichtern und einen Blick in einen deutschen Familienalltages anzubieten. Anregungen zur Ausrichtung des Empfangs sind sehr willkommen. Kontakt: Dr. Hermann Müller-Solger, Henri-Spaak-Strasse 47, 53347 Alfter, Tel. 0228 646248, E-Mail: hermann@ms-site.de Die Begegnung findet im Internationalen Club im Internationalen Zentrum, Poppelsdorfer Allee 53, Eingang Ecke Argelander Str. ab 19.30 Uhr statt.

 

Am Sonntag, dem 12. November 2006 bitten wir Sie zu einer szenischen Lesung von und mit Sylvie Tyralla-Noel und Peter Andersch

Heinrich Heine im Gespräch.

Die Lesung beginnt um 11.30 Uhr im Ernst-Moritz-Arndt-Haus, Adenauerallee 79, Bonn

Eintritt: € 5,00 vor Ort zu entrichten, Anmeldung erbeten bis zum 7. November 2006 beim Generalsekretär.

 

Am Freitag, dem 24. November 2006 findet der nächste Leseabend bei Familie Tyralla, Deutschherrenstrasse 90 in Bad Godesberg statt. Caroline Montexier wird den Roman der chinesischen Schriftstellerin Shan Sa „La joueuse de go“ in französischer Sprache vorstellen.

Anmeldung bis zum 20. November 2006 beim Generalsekretär erbeten.

 

Am Donnerstag, dem 30. November 2006 treffen wir uns zum traditionellen Adventskaffee mit Harfenmusik auf der Godesburg von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr. Wir erbitten Ihre Anmeldung bis zum 25. November 2006 beim Generalsekretär. Kosten nach individuellem Verzehr.

 

Vormerken! Vormerken! Vormerken! Vormerken!

Am 14. Januar 2007 findet die Neujahrsmatinee 2007 im Hotel Dreesen statt

 

Verschiedenes

 

- Wir gratulieren unserem Mitglied Frau Katharina Bayerwaltes zur Auszeichnung mit dem Ehrentitel „Gerechte unter den Völkern“; es ist die höchste Auszeichnung, die der Staat Israel an Nichtjuden vergibt.

Frau Bayerwaltes hatte während der Nazidiktatur jüdischen Flüchtlingen Unterschlupf in ihrem Hause gewährt und sie so vor der Vernichtung gerettet.

Siehe auch den Artikel des Bonner General-Anzeigers als Kopie auf Seite 4 dieses Info-Briefes.

- Das Robert-Schuman-Institut (RSI) zeigt am Donnerstag, 26.10.2006 um 19.30 Uhr das Theaterstück: La maison (extrait de "la vie matérielle") de Marguerite Duras; avec Cécile Gérard; mise en scène: Cécile Backès.

- Am Dienstag, 7. November 2006 laden Stefan Horz (Cembalo) und Sylvie Tyralla-Noel (Rezitation) zu einem literarisch-musikalischen Abend Le Tombeau de M. de Blancrocher - Trauer und Trost in Musik und Dichtung des 17. Jahrhunderts - in die Krypta der Kreuzkirche um 19.00 Uhr ein.

 

 

Konversationskreis

 

Unser zusätzlicher Konversationskreis trifft sich jeden 3. Donnerstag im Monat abwechselnd bei Annelies Jones oder bei Lyliane Kempen von 18.00 bis 20.00 Uhr.

Termine: 16. November 2006 bei Annelies Jones

(Im Meisengarten 3 a, 53179 Bonn, Tel.: 334132)

21. Dezember 2006 bei Lyliane Kempen

(Auf dem Reeg 4, 53343 Wachtberg-Pech, Tel.: 321193)

 

 

A vos casseroles

 

Millefeuille aux deux saumons et au Comté

 

150 g de Comté doux

100 g de saumon fumé

400 g de filet de saumon frais

250 g de pommes de terre

1 branche de persil

300 g de tomates

50 g d’échalotes

1 dl de crème

50 g de beurre

1dl de vin blanc sec

Huile

 

Eplucher et laver les légumes ; ciseler l’échalote ; monder et épépiner les tomates : plonger les 10 secondes dans l’eau bouillante puis dans l’eau froide ; retirer la peau et les pépins puis détailler les tomates en petits dés.

Beurrer un plat, parsemer d’échalote ciselée, dés de tomates, persil haché ; déposer le saumon frais détaillé en quatre morceaux ; ajouter les vin blanc, sel, poivre, et un petit peu d’eau ; porter à frémissement sur le feu puis finir la cuisson à four moyen (200°) cinq minutes environ.

Faire frire les pommes de terre coupées en tranches de 2 mm. Retirer les morceaux de saumon frais ; réserver le liquide de cuisson dans une casserole et le réduire au quatre cinquième.

Monter les millefeuilles dans le plat en couches successives : saumon fumé – chips – saumon frais – Comté râpé – chips - saumon fumé – Comté râpé.

Ajouter la crème à la réduction et réduire de nouveau pour obtenir une sauce presque nappante. Verser la sauce autour des millefeuilles puis passer à four chaud (220°) pendant 10 mn environ afin de gratiner le Comté. Server chaud.

 

 

Réflexion sur la beauté

 

 

BEAU, BEAUTÉ

 

Demandez à un crapaud ce que c’est que la beauté, le grand beau, le to kalon. Il vous répondra que c’est sa femelle avec deux gros yeux ronds sortants de sa petite tête, une gueule large et plate, un ventre jaune, un dos brun. Interrogez un nègre de Guinée ; le beau est pour lui une peau noire, huileuse, des yeux enfoncés, un nez épaté.

Interrogez le diable ; il vous dira que le beau est une paire de cornes, quatre griffes, et une queue. Consultez enfin les philosophes, ils vous répondrons par du galimatias ; il leur faut quelque chose de conforme à l’archétype du beau en essence, au to kalon.

J’assistais un jour à une tragédie auprès d’un philosophe. « Que cela est beau ! disait-il. – Que trouvez-vous là de beau ? lui dis-je. – c’est, dit-il, que l’auteur a atteint son but. » Le lendemain il prit une médecine qui lui fit du bien. « Elle a atteint son but, lui dis-je ; voilà une belle médecine ! » Il comprit qu’on ne peut pas dire qu’une médecine est belle, et que pour donner à quelque chose le nom de beauté, il faut qu’elle vous cause de l’admiration et du plaisir. Il convint que cette tragédie lui avait inspiré ces deux sentiments, et que c’était là le to kalon, le beau.

Nous fîmes un voyage en Angleterre : on y joua la même pièce, parfaitement traduite ; elle fit bailler tous les spectateurs. « Oh ! Oh, dit-il, le to kalon n’est pas le même pour les Anglais et pour les Français. » Il conclut, après bien des réflexions, que le beau est souvent très relatif, comme ce qui est décent au Japon est indécent à Rome, et ce qui est de mode à Paris ne l’est pas à Pékin. Et il s’épargna la peine de composer un long traité sur le beau.

Article du dictionnaire Philosophique Portatif de Voltaire

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Sylvie Tyralla-Noel

Wolfgang Linckelmann

 

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Impressum:

 

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V., Am Gärtchen 31; 53347 Witterschlick;

Tel.: 0228 9863654 FAX: 0228 9863655

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de

Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvie Tyralla-Noel;

Dr. Wolfgang Linckelmann : E-Mail: wf.linckelmann@t-online.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

Bankverbindung: Sparkasse KölnBonn, Kontonummer 6999,

 

BLZ: 38050000 (alt) 370 501 98 NEU !