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InfoBrief 2005-3



Nr. 2005-3

10. August 2005

Sehr geehrte Mitglieder, liebe Freunde, chers amis,


mit diesem neuen Infobrief überreichen wir Ihnen das Programm für das zweite Halbjahr 2005 und hoffen damit Ihr Interesse zu treffen.

 

Rückschau

 

Am Dienstag, dem 10. Mai 2005 fand ein französischer Leseabend im Privathaus Linckelmann statt.

Annelies Jones, Françoise Linckelmann und Sylvie Tyralla-Noel trugen ausgewählte Fabeln und Contes von Jean de La Fontaine in französischer Sprache vor. Lea Wirtz und Sonja Schwarz, beide Preisträgerinnen des Landeswettbewerbs 2005 „Jugend musiziert“, zwei Harfenschülerinnen von Josiane Straub, begleiteten die Lesung musikalisch.

 

Vom 26. Mai bis zum 29. Mai 2005 fuhr die DFG in die französische Provinz zwischen Brie und Champagne, eine schöne hügelige Landschaft, wo sich die Flüsse in tiefe Täler eingraben.

Am ersten Tag besichtigten wir, nach einem feucht-fröhlichen Geburtstagspicknick an einem See (?!) zwischen Ste Ménéhould und Varennes-en-Argonne, das Geburtshaus des Fabulisten Jean de La Fontaine in Château-Thierry. Das Museum bietet eine interessante Sammlung von Erinnerungen an La Fontaine, Werkausgaben und Illustrationen. Danach gingen wir durch das Städtchen, an Häusern und Plätzen vorbei, die in La Fontaines Werk erwähnt sind. Eine Handvoll Mutiger erkletterte den Burghügel, von wo man eine schöne Sicht auf das Marnetal hat. Abends erreichten wir Provins, quartierten wir uns in unser Hotel ein, wo uns das Abendessen auf einer schönen Terrasse serviert wurde. Am zweiten Tag stand ein Rundgang durch die mittelalterliche Stadt Provins auf dem Programm. Stadtmauer, Stadttore, Burg und Kirche, stolze Patrizierhäuser, Plätze und Gässchen geben einen lebendigen Eindruck von der ehemaligen Macht und dem Reichtum der Stadt. Nachmittags fuhren wir nach Vaux-le-Vicomte, dem Schloss, das von dem Oberfinanzintendanten Ludwig des XIV., Nicolas Fouquet, erbaut wurde. Das Schloss, konzipiert vom Architekten Louis Le Vau, prunkvoll ausgestattet vom Maler Charles Le Brun, umgeben von einer Parkanlage des Gartenarchitekten André Le Nôtre, wurde zum Verhängnis seines Besitzers: Der junge König empfand diese Pracht als einen Affront und beschloss Fouquets Sturz. Wir hatten viel Muße, um durch die prachtvollen Gemächer zu gehen, die Le Nôtre–Sonderausstellung zu besichtigen und dann, trotz Hitze, durch den Park zu schlendern.

Der dritte Tag war dann Fontainebleau gewidmet. Leider war die Führung durch die Grands Appartements nicht sehr informativ, so dass unser Wissensdurst nicht befriedigt wurde: Wir hätten gern mehr über die Könige, die Künstler der Ecole de Fontainebleau und die Thematik ihrer Bilder erfahren. Dann trennte sich die Gruppe, einige gingen in die Stadt (faire des courses), andere promenierten durch den Park, einigen wenigen gelang es, einen Blick ins Jeu de Paume zu werfen, etc. Dann fuhren wir nach Milly-la-Forêt, wo wir die schlichte Kapelle St-Blaise–des-Simples auf dem Gelände eines mittelalterlichen Lepra-Siechenhauses besichtigten, die später von Jean Cocteau verziert wurde und wo er begraben liegt. Dann begaben wir uns zur im Jahr 1476 erbauten Markthalle von Milly, einer der größten Frankreichs, und dann schließlich zum „Cyclop“ von Niki de Saint-Phalle und Jean Tinguely – einer riesigen Skulptur aus Stahl und Spiegelmosaik, die wir leider nur von außen bewundern durften.

Am letzten Tag hatten wir noch Zeit, die kleine Kirche von Saint-Loup-de-Naud, ein Kleinod aus dem 11. und 12. Jahrhundert, zu besichtigen. Nach einer Pause in Reims ging es dann endgültig nach Bonn zurück.

 

Am Dienstag, dem 14. Juni 2005 stellte Prof. Dr. Günther Weiß sein neues Buch „Henri Marteau, der große Geiger – ein deutsch-französisches Künstlerschicksal in Europa “ vor.

Henri Marteau lebte von 1874 bis 1934. Er entstammte einem großbürgerlichen Haus in Reims, der Vater Charles – Spross einer Industriellen- familie – die Mutter Clara – geb. Schwendy aus Dresden. Er machte eine steile Kariere in Genf und Berlin, wo er Nachfolger des Geigerfürsten Joseph Joachim an der Königlich-akademischen Hochschule für Musik in Berlin wurde. Die Tatsache, dass er als Franzose und Oberleutnant der Reserve des französischen Heeres mit Zustimmung Kaiser Wilhelms II. zum Königlich Preußischen Professor ernannt wurde, schlug in Deutschland und Frankreich zum Teil hohe Wellen und zwang ihn zu Beginn des 2. Weltkrieges zum Rücktritt von diesem Amt.

Henri Marteau hat auch eine Reihe von Werken - vorwiegend Kammermusik - komponiert, die in manchem an Reger anklingt, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband.

 

Am Sonnabend, dem 18. Juni 2005 feierten wir die Fête de la Musique im Musikpavillon an der Stadthalle Bonn-Bad Godesberg. Ab 16.00 Uhr interpretierte Fabienne Carlier bekannte französische Chansons.

Dies war eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Musikschule der Bundesstadt Bonn, dem Deutschen Musikschultag, dem Robert-Schuman-Institut an der Universität Bonn und dem Bureau de coopération universitaire in NRW (CCCL de Düsseldorf).

 

Am Freitag, dem 15. Juli 2005 trafen wir uns - wie alljährlich – zu unserem Grillabend in der bekannten Freizeit- und Grillanlage der Waldfreunde Bonn. Bei bestem sommerlichem Wetter labten sich die zahlreichen Teilnehmer an den leckeren mitgebrachten Salaten und Desserts und an den Grilladen, die von Herrn Philipp Sieber knusprig über dem Feuer zubereitet wurden. Wir danken dem Generalsekretär Klausdieter Hübschmann für sein Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung des Grillabends.

 

Vorschau

 

Am Freitag, dem 9. September 2005 laden wir zu einem Leseabend in französischer Sprache in das Haus Crampen ein. Sylvia Deykowski und Sylvie Tyralla-Noel werden aus dem Leben und Werk Jules Vernes vorlesen. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr und findet in Wachtberg-Niederbachem, Drachenfelsstrasse 31, statt.

Wir bitten um Ihre Anmeldung bei Frau Crampen bis zum 6.9.2005 unter der Telefonnummer 0228 345939 oder Fax 0228 9349637

 

Vom 15. bis zum 18. September 2005 findet der 50. Kongress der VDFG/FAFA in Bayreuth statt. Der Kongress steht unter dem Motto „Grenzenloser Austausch auf der Basis der deutsch-französischen Freundschaft“. Die vier Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit folgenden Themen:

1. Deutsch-französische Zusammenarbeit im kulturellen Bereich – aber wie?

2. Marketingstrategien für den Erwerb der Partnersprache

3. Regionalverbände – Neue Organisationsform in Frankreich und Deutschland?

4. Deutschland und Frankreich im Europa der 25.

Weitere Informationen erhalten Sie auf Anforderung vom Generalsekretär zugesandt. (Siehe auch: www.dfg-bayreuth.de)

 

Am Freitag, dem 23. September 2005 treffen wir uns zu einer Weinprobe in der Rigal’schen Kapelle. Dr. agr. Karlheinz Birkmann wird uns in bekannter Art und Weise Weine aus dem Loire-Tal ( das Ziel der Exkursion 2006 ) präsentieren. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Kurfürstenstrasse 11 in Bad Godesberg. Wir bitten um Ihre schriftliche Anmeldung und Überweisung des Kostenbeitrages von € 18,00 bis 20.9.2005.

 

Am Sonnabend, dem 1. Oktober 2005 fahren wir gemeinsam mit der DFG Köln nach Soest; siehe anliegendes Beiblatt. Wir bitten um Ihre schriftliche Anmeldung und Überweisung des Kostenbeitrages von € 48,00 bis zum 20.09.2005

 

Am Dienstag, dem 18. Oktober 2005 geben wir einen kleinen Empfang für die in Bonn studierenden französischen Studentinnen und Studenten in Zusammenarbeit mit dem Akademischen Auslandsamt der Universität Bonn. Wir erwarten ca. dreißig französische Studierende und etwa eine gleiche Anzahl deutscher Studierender, die im Rahmen des ERASMUS-Programms gerade einen Frankreichaufenthalt hinter sich gebracht haben. Mitglieder und Freunde unserer Gesellschaft können hier aus erster Hand Neues über Hochschulen, akademisches Leben und alles, was dazugehört, erfahren. Hoffentlich können wir viele der Studierenden bei unseren Veranstaltungen wieder sehen. Vielleicht wird es auch möglich sein, dem einen oder anderen unserer französischen Gäste den Aufenthalt hier zu erleichtern und ihnen einen Blick in einen deutschen Familienalltages zu ermöglichen. Anregungen zur Ausrichtung des Empfangs sind sehr willkommen. Kontakt: Dr. Hermann Müller-Solger, Henri-Spaak-Strasse 47, 53347 Alfter, Tel. 0228 646248, E-Mail: hermann@ms-site.de Die Begegnung findet im Internationalen Club im Internationalen Zentrum, Poppelsdorfer Allee 53, Eingang Ecke Argelander Str. ab 19.30 Uhr statt.

 

Konversation

Auf Grund der wachsenden Nachfrage bieten Annelies Jones und Lyliane Kempen einen weiteren Konversationskreis an.

1.Termin: 24. August 2005 um 19.00 Uhr bei Annelies Jones, Im Meisengarten 3a, 53179 Bonn, Tel: 0228/334132

2. Termin: 21. September 2005 um 19.00 Uhr bei Lyliane Kempen, Auf dem Reeg 4, 53343 Wachtberg-Pech, Tel: 0228/321193.

Interessierte Mitgliedermelden sich bitte dort an.

 

Sonstiges

Wir bitten um Entschuldigung, dass unsere Internetseite in den Monaten Juni und Juli nicht erreichbar war. Durch Wechsel des Netzanbieters konnte der Internetauftritt ab August wieder eingerichtet werden. Wir werden sofort auch unter der etwas kürzeren Adresse künftig im Netz immer zu finden sein:

www.dfg-bonnrheinsieg.de

 

Dazu lautet die neue E-Mailadresse:

info@dfg-bonnrheinsieg.de

 

Die alten Adressen für das E-Mail und den Internetzugang gelten auch weiterhin !

 

 

A vos casseroles !

 

Kouglof apéritif

400 g de farine

50 g de sucre

100 g de beurre

300 g de lard fumé

2 œufs

2 dl de lait

25 g de levure de boulanger

80 g d’amandes en bâtonnet

150 g de cerneaux de noix

 

Délayer la levure dans un peu de lait.

Couper le lard en dés, le faire frire dans une poêle.

Verser la farine et le sucre dans un saladier, incorporer peu à peu les œufs, le reste du lait et le sel. Pétrir jusqu’à l’obtention d’une pâte lisse. Incorporer le beurre mou (mais pas fondu), puis la levure délayée. Pétrir. Ajouter le lard et les noix. Pétrir. Couvrir le saladier d’un torchon humide et laisser reposer 2 heures. Beurrer un moule, garnir les parois des amandes. Pétrir la pâte une dernière fois rapidement, la verser dans le moule, laisser monter encore une fois. Préchauffer le four à 190°, cuire environ 1 heure. Si le Kouglof devenait trop foncé, le couvrir d’une feuille de papier aluminium.

Démouler et laisser refroidir.

Comme son nom l’indique, ce Kouglof salé se sert à l’apéritif !

Recette de Karin Andersch, goûtée et approuvée pendant l’excursion de mai 2005.

 

 

Anecdote

 

La Princesse Palatine à la duchesse Sophie,

Versailles, le 10 Janvier 1692

Ob ich zwar die augen so dick und verschwollen habe, daß ich kaum draus sehen kann, indem ich, umb die wahrheit zu bekennen, die torheit getan, die ganze nacht zu flennen, so will ich doch diese

Freytagspost nicht vorbey gehen lassen, ohne E. L. zu berichten, was mir gestern unangenehmes begegnet ist, da ichs mich am allerwenigsten versahe. Monsieur kam um halb 4 herein und sagte zu mir : « Madame, j’ay une commission pour vous de la part du roy, qui ne vous sera pas trop agréable, et vous devrez luy rendre responce à ce soir vous mesme, c’est que le roy vous mande, que luy et moy et mon fils estant d’accort du mariage de Mademoiselle de Blois avec mon fils, que vous ne serés pas la lache qui vous y apposerés. » Ich lasse E.L. bedenken, wie sehr mich dies bestürzt hat und auch zugleich betrübt. Abends nach 8 ließ mich der König in sein cabinet holen und fragte mich, ob Monsieur mir die proposition getan und was ich dazu sagte ? « Quand V.M. et Monsieur me parlerés en maistre, comme vous faittes, je ne puis qu’obeir », sagte ich, denn ich habe mich erinnert, was E.L. mir von diesem durch Harling auf diesem text geschrieben haben : daß, wenn man diesen heurat mit gewalt haben wolle, sollte ich mich drin ergeben. So ist es denn nun geschehen ; der König und ganze hof seind heute herkommen in mein kammer, um mich über diese schöne sach zu complimentieren, und ich habe nicht lenger warten wollen, um E.L. dieses (hette schier gesagt mein unglück) zu berichten. Der kopf tut mir so wehe, daß ich weiters nicht sagen kann, als daß ich bin und bis in tod verbleibe.

 

(Il s’agit du mariage du fils de Liselotte, le futur Régent, avec Mademoiselle de Blois une fille illégitime de Louis XIV. Ce mariage infamant mit dans une telle colère

qu’ elle gifla son fils devant la cour)

 

Vorankündigung

 

Exkursion 2006

 

In der Zeit vom 12. bis zum 17. Juni 2006 fahren wir an die untere Loire in die Gegend von Saumur. Unter dem Motto „ vivre la douceur angevine“ wollen wir abseits der großen Straßen die Schönheiten des östlichen Anjou kennen lernen. Dabei werden wir der imposanten Zitadelle von Angers und ihrer sagenhaften „tapisserie“ einen Besuch abstatten sowie auch der Stadt Saumur mit dem weithin sichtbaren Schloss hoch über der Loire.

Selbstverständlich wird auch die Abtei von Fontevraud auf dem Programm stehen. In der wunderschönen Landschaft an der Loire werden wir darüber hinaus wenig bekannte und versteckte Kostbarkeiten kennen lernen: die Höhlenwohnungen und –häuser an der Loire, das Geburtshaus des François Rabelais, die romanische Kirche von Cunault, den Loirewein, u.a.m.

Wir werden in den gemütlichen Zimmern der malerisch und sehr ruhig gelegenen „Domaine de Mestré“ wohnen, einer früheren Außenstelle der Abbaye Royale de Fontevraud. Dort werden wir auch das Abendessen einnehmen.

Die Kosten für die Fahrt werden ca. € 700 pro Person betragen; darin sind enthalten: Fahrt im Omnibus, fünf Übernachtungen mit Halbpension und die Führungen. Der Einzelzimmerzuschlag beträgt € 100.

 

Anmeldung: ab sofort schriftlich an : Georg Bodin, Am Telegraph 6, 53 773 Hennef, Tel.: 02242 6235

Anmeldeschluß: 01. März 2006

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Sylvie Tyralla-Noel

Klausdieter Hübschmann

 

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Impressum:

 

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über

das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V.,

Am Gärtchen 31; 53347 Witterschlick;

??0228 9863654 FAX: 0228 9863655

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de

Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvie Tyralla-Noel;

Dr. Wolfgang Linckelmann : E-Mail: wf.linckelmann@t-online.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

Bankverbindung: Sparkasse Bonn, Kontonummer 6999, BLZ: 38050000