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InfoBrief 2015-2



Nr. 2015-2

01. September 2015

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, chers amis,


 

nach der Sommerpause melden wir uns wieder mit dem Programm des zweiten Halbjahres zurück.

 

RÜCKSCHAU

Un voyage en Limousin

 

Déjà nous avions eu, par la lecture de « Siegfried et le Limousin » de Giraudoux, un avant- goût de la beauté des paysages limousins.

Du 30 mai au 9 juin, nous sommes allés découvrir sur place la beauté de cette région hautement historique.

Un voyage dense, riche en impressions et en émotions Après un premier arrêt à Orléans où nous avons salué Jeanne d’Arc, les découvertes se sont succèdées: Gargilesse, son église du 12eme siècle et ses fresques romanes.

Crozant avec sa forteresse médiévale perchée sur un éperon rocheux au confluent de la Creuse et de la Sédelle, siège des luttes entre Lusignans , Capétiens et Plantagenets, la beauté

de ces vallées encastrées fut sublimée par George Sand et immortalisée par les impressionistes.

Moutier d’Ahun dont l’église possède de remarquables boiseries du 17ème s, Bourganeuf où le prince ottoman Zizim fut retenu prisonnier.

Aubusson, célèbre centre de réalisations de tapisseries de basse lice, la visite du musée et de la maison du tapissier nous ont révélé les techniques de fabrication.

 

 

St Léonard de Noblat, connu non seulement pour sa collégiale romane mais aussi pour ses succulents massepains, Solignac et sa célèbre Abbaye St Eloi Limoges, capitale des arts du feu, porcelaine et émaux

 

 

Oradour-sur-Glane, village martyr, le 10 juin 1944, une unité Waffen SS encercle le village et massacrent 642 hommes femmes et enfants. Pour commémorer ce drame, le village, classé monument historique, est laissé dans l’état de 1945. Dans un esprit de pèlerinage, nous avons déposé une gerbe de fleurs sur le Mémorial. Rochechouart, dans le château se trouve maintenant un musée d’art contemporain. Meynac, ou l’art de vendre du vin de Bordeaux sans vignes, un bel exemple de négoce astucieux au 19ème siècle.

Moustier Ventadour, et Turenne. Deux forteresses où on évoque les croisades, Alienor d’Aquitaine et les troubadours, Tulle, située au cœur de la Corrèze. Accueillis par l’association franco-allemande de Tulle, nous avons visité la cathédrale dans laquelle l’art contemporain s’épanouit et fait une promenade dans la vieille ville.

 

 

Collonges-la-rouge, magnifique village du moyen-âge. Brive-la-Gaillarde et son célèbre marché chanté par Georges Brassens. Aubazine, et son abbaye cistercienne, Beaulieu-sur-Dordogne, Argentat, villages médiévaux, ainsi que Uzerches, nommée «la perle du Limousin»

Notre voyage s’est terminé à Chartres où nous avons pu encore admirer la merveilleuse cathédrale et profiter d’un magnifique son et lumière.

Merci à Burkhart Beilfuß pour l’organisation de ce voyage qui a été enrichi, par ailleurs, par la rencontre de deux sociétés franco-allemandes, celle de Limoges et celle de Tulle.

(Françoise Linckelmann)

 

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Am 17. Juni 2015 trafen wir uns zu einem Orgelkonzert anlässlich des 75. Todestages des französischen Kirchenmusikers Jehan Alain.

Michael Bottenhorn, Organist an Sankt Josef in Beuel, bot ein vielseitiges Programm aus der französischen Orgelliteratur an. Er fing mit dem „Veni creator“ von Nicolas de Grigny (1672-1703) an. Von seinen Werken, die auch Johann Sebastian Bach bewunderte, hat sich vor allem das Livre d'orgue erhalten. Aus zwei Teilen bestehend, umfasst der erste eine Orgelmesse, der zweite fünf Hymnen, darunter das "Veni, Creator Spiritus". De Grignys Musik zeichnet sich gleichermaßen durch barocken Glanz und kontemplative Ruhe aus.

Bottenhorn spielte dann „Choeurs de Voix humaines“ von Louis James Alfred Lefébure-Wély (1803-1869). Er wurde als Sohn des Organisten Isaac François Lefèbre (spätere Namensänderung in Lefébure) in Paris geboren. Er studierte am Pariser Konservatorium Orgelmusik bei François Benoist, einem der renommiertesten Organisten seiner Zeit, und Klavier bei Pierre Zimmermann. Lefébure-Wély trat in die Fußstapfen seines Vaters und löste ihn als Organist an der Pariser Kirche Saint-Roch ab. 1847 wechselte er an die Kirche La Madeleine (ebenfalls Paris) und spielte dort von 1847 bis 1857 auf der neuerbauten Cavaillé-Coll-Orgel. Nach der Fertigstellung der mit 100 Registern größten Orgel Cavaillé-Colls war er bis zu seinem Tod 1869 an der Kirche St-Sulpice de Paris verpflichtet.

Drittes Stück war „Cantabile“ von César Franck (1822- 1890). Franck nahm zunächst Unterricht bei Anton Reicha und Pierre Zimmermann und wurde 1837 am Pariser Konservatorium aufgenommen, das er bis 1842 besuchte.

Ab 1846 wirkte Franck als Organist an verschiedenen Pariser Kirchen. 1858 wurde er Titularorganist der Kirche Sainte-Clotilde in Paris, eine Position, die er bis zu seinem Tode innehatte. 1871 war er Mitgründer der Société Nationale de Musique, später deren Präsident. 1872 wurde er zum Professor für Orgel ans Pariser Konservatorium berufen. Zu seinen Schülern dort zählten unter anderen Vincent d’Indy, Ernest Chausson, Louis Vierne, Charles Tournemire, Henri Duparc und Guillaume Lekeu.

1889 wurde Francks Sinfonie in d-Moll uraufgeführt. Ein Jahr später erlitt er einen schweren Unfall, bei dem er von einem Pferdeomnibus seitlich angefahren wurde. Er erholte sich nicht mehr. Wenige Monate später starb er an einer Brustfellentzündung in seinem Haus am Boulevard du Montparnasse, das er in den letzten 25 Jahren seines Lebens bewohnt hatte. César Franck ist auf dem Montparnasse-Friedhof begraben.

Dann stand das „Moderato“ aus der „Symphonie romane“ von Charles -Marie Widor (1844-1937) auf dem Programm. Widor wurde also in eine musikalisch renommierte Familie hineingeboren und erhielt von seinem Vater den ersten Orgelunterricht. Während seiner Schulzeit am humanistischen Collège des Jésuites in Lyon zeigte sich seine außergewöhnliche musikalische Begabung, besonders im Orgelspiel, so dass er mit elf Jahren Organist der Kapelle des Collège wurde und seinen Vater an der Kirche Saint-François vertreten konnte. Neben seinen musikalischen Neigungen interessierte er sich auch für klassische Sprachen und Malerei. Der berühmte Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll war mit der Familie Widor seit vielen Jahren befreundet, als er das musikalische Talent Charles-Marie Widors erkannte und den 14-Jährigen dem renommierten Organisten Jacques-Nicolas Lemmens in Brüssel empfahl – ein Vorschlag, auf den Widor dann auch einging. Durch seine häufigen Aufenthalte in Paris kam er mit bedeutenden Persönlichkeiten der französischen und europäischen Musikkultur in Berührung: z. B. Camille Saint-Saëns, César Franck, Giacomo Meyerbeer, Gioachino Rossini und Charles Gounod. Danach verbreitete sich Widors Ruf als Orgel- und Klaviervirtuose sowie als Komponist. Konzertreisen brachten ihn auch ins Ausland.

Drei große Ereignisse bestimmten Widors Leben um 1870: der Umzug von Lyon nach Paris (Ende der 1860er Jahre), seine Ernennung zum Titular-Organisten von Saint-Sulpice im Januar 1870[1] und der deutsch- französische Krieg 1870/71[2]. Die Position als Titularorganist, die er zunächst nur vorläufig besetzte, hatte er schließlich 64 Jahre lang inne. Die Cavaillé-Coll- Orgel (1862) in Saint-Sulpice bot Möglichkeiten für einen orchestralen Klangreichtum, der Widor zu seinen Orgelsinfonien inspirierte.[3] Angepasst an den sinfonischen Klang der Orgel entstand bis 1872 die erste Reihe der Symphonies pour orgue (Nr. 1 bis 4) als op. 13. Eine weitere Serie von vier Orgelsinfonien (Nr. 5 bis 8) publizierte Widor 1887 als op. 42. Die letzten beiden Orgelsinfonien sind nachträglich entstanden: Symphonie Gothique op. 70 (1894) und Symphonie Romane op. 73 (1899). Seine zehn Orgelsinfonien, komponiert im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, übertragen die Form und die Klanglichkeit der Orchestersinfonie auf die Orgel. Dabei geht es Widor mit dieser Namensgebung nicht in erster Linie um eine Imitation des romantischen Orchesters, sondern um die Etablierung der Orgel als eines ihm ebenbürtigen Klangkörpers.

Voraussetzung dafür sind die orgelbaulichen Neuerungen Aristide Cavaillé-Colls (1811–1899), der mit seinen an einer „sinfonischen“ Klangästhetik orientierten Instrumenten die Komponisten seiner Zeit zu entsprechenden Werken inspiriert.

Danach spielte Bottenhorn das „Scherzo“ aus Louis Viernes „Symphonie Nr. 6“.

Seit 1880 erhielt Vierne Klavierunterricht bei Henri Specht in Paris. Im selben Jahr hörte er erstmals César Franck als Organist in der Pariser Kirche Sainte Clotilde. Dieses Schlüsselerlebnis nannte er später in seinen Memoiren eine „Offenbarung“. 1881 trat Vierne in das Pariser Blindeninstitut ein und wurde dort von Henri Specht (Klavier) und Henri Adam (Violine) unterrichtet. Ab 1887 erhielt er Orgelunterricht bei Louis Lebel und, nach Lebels Tod zwei Jahre später, bei Adolphe Marty. Seit 1889 nahm Vierne Unterricht in Fuge bei César Franck. Sein Studium am Pariser Konservatorium, an dem er bereits vorher als Zuhörer Francks Orgelklasse besucht hatte, schloss er 1894 bei dessen Nachfolger Charles-Marie Widor mit einem ersten Preis in Orgelspiel und Improvisation ab.

1892 ernannte Widor seinen Schüler Vierne zum Stellvertreter an der Orgel der Pariser Kirche Saint- Sulpice. Nach Viernes erstem Preis in Orgel 1894 wurde er zusätzlich Widors Assistent in der Orgelklasse am Pariser Konservatorium. 1898 schrieb Vierne seine erste Orgelsinfonie op. 14. Ein Jahr später heiratete er die Sängerin Arlette Taskin, von der er 1909 wieder geschieden wurde.

Im Jahre 1900 wurde Louis Vierne nach einem Vorspielen unter mehreren Bewerbern ausgewählt und zum Titularorganisten der Kathedrale Notre-Dame de Paris ernannt, eine Stelle, die er bis zu seinem Tode innehatte. Darüber hinaus arbeitete er als Assistent von Alexandre Guilmant, Widors Nachfolger als Orgelprofessor am Pariser Konservatorium, und unterrichtete in dieser Position zahlreiche bedeutende Organisten der folgenden Generation in Frankreich. 1911 kündigte Vierne seine Anstellung am Conservatoire und wechselte als Orgelprofessor zum kirchenmusikalischen Institut Schola Cantorum.

1906 musste Vierne nach einem komplizierten Beinbruch seine Pedaltechnik völlig neu erlernen; 1907 erkrankte er lebensbedrohlich an Typhus, einige Jahre später an grünem Star und erblindete schließlich völlig. Trotzdem unternahm Vierne Konzertreisen durch Europa und die Vereinigten Staaten, auf denen er auch als brillanter Improvisator hervortrat. Vierne starb 1937 während eines Orgelkonzerts am Spieltisch seiner Orgel in Notre-Dame an den Folgen eines Gehirnschlags. Viernes Schüler Maurice Duruflé berichtete später darüber:

Vierne hatte soeben mit großem Ausdruck sein letztes Werk, das „Triptyque“, gespielt. Ich stand neben ihm, um zu registrieren. Als er den letzten Satz des Triptyque („Stèle pour un enfant défunt“) begann, wurde er blaß, seine Finger hingen förmlich an den Tasten und als er seine Hände nach dem Schlußakkord abhob, brach er auf der Orgelbank zusammen: Ein Gehirnschlag hatte ihn getroffen. An dieser Stelle des Programms sollte er über das gregorianische Thema „Salve Regina“ improvisieren. Aber anstelle dieser Hommage der Patronin Notre- Dames hörte man nur eine einzige lange Pedalnote: Sein Fuß fiel auf diesen Ton und erhob sich nicht mehr.[1]

Nach Viernes letztem Willen schwieg die Orgel von Notre-Dame in seinem Trauergottesdienst und war schwarz verhüllt; die einzige Musik bestand aus gregorianischem Gesang. Vierne wurde auf dem Friedhof Montparnasse in der Nähe seiner Freunde César Franck, Alexandre Guilmant, Camille Saint-Saens und Vincent d’Indy beigesetzt.

Dann folgte Marcel Duprés Prélude & Fugue en la bémol majeur op. 36,2. 1893 erhielt Dupré durch seinen Vater den ersten Musikunterricht. Drei Monate später spielte er zum ersten Mal öffentlich bei einer Hochzeit in Elbeuf die Orgel. 1894 hatte er als Achtjähriger eine Begegnung mit dem Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll, der gemeinsam mit ihm einen Spaziergang an der Seine unternahm, während die Eltern für eine Orgelweihe probten. Dupré studierte außerdem Komposition bei Charles-Marie Widor. 1934 wurde er Widors Nachfolger als Organist an der großen Cavaillé-Coll-Orgel von St- Sulpice de Paris.

Er schuf ein umfangreiches Werk für Orgel, wurde Lehrer vieler bekannter Organistenpersönlichkeiten wie Olivier Messiaen, Marie-Claire Alain, Pierre Cochereau, Jeanne Demessieux und Jean-Jacques Grunenwald, und prägte den Orgelstil und die Qualität der Organisten seiner Zeit.

Dann setzte sich ein begabter Schüler von Michael Bottenhorn an die kleine Orgel und spielte „Le Jardin suspendu“ von Jean Alain (1911-1940).

Alain erhielt seinen ersten Klavierunterricht bei Augustin Pierson, dem Organisten an St. Louis in Versailles, sowie Orgelunterricht bei seinem Vater, der eine viermanualige Hausorgel im Wohnzimmer seiner Familie gebaut hatte.

Bereits mit 13 Jahren vertrat ihn Jehan Alain als Organist an der katholischen Pfarrkirche in St. Germain- en-Laye.

Von 1927 bis 1939 studierte Alain am Conservatoire National Superieur in Paris, wo er erste Preise in Harmonielehre, Fuge, Kontrapunkt, Orgel und Improvisation erhielt. Zu seinen Lehrern zählten André Bloch, Georges Caussade, Jean Roger-Ducasse, Paul Dukas und Marcel Dupré. 1936 gewann er den ersten Preis der Amis de l’Orgue in Paris für seine dreisätzige Suite für Orgel.

1935 wurde Alain zum Organisten an St. Nicolas de Maisons-Lafitte in Paris ernannt, wo er vier Jahre lang arbeitete. Darüber hinaus spielte er regelmäßig im Temple Israëlite in der Rue Notre-Dame-de-Nazareth in Paris, wo im Jahre 1938 die einzige bekannte Tonaufnahme von ihm, eine sechsminütige Orgelimprovisation, gemacht wurde.Nachdem er 1939 zum Kriegsdienst einberufen worden war, fiel Jehan Alain am 20. Juni 1940 in einem Gefecht bei Saumur, zwei Tage bevor in Compiègne der Waffenstillstand geschlossen wurde.

Alains kompositorisches Schaffen wurde nicht nur durch die musikalische Sprache von Claude Debussy und Olivier Messiaen beeinflusst, sondern ebenso durch fernöstliche Musik, Tanz und Philosophie, das neu erwachte Interesse an der Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts und den Jazz. Zuletzt spielte Bottenhorn das „Intermezzo“ von Maurice Duruflé (1902-1986).

Duruflé war zunächst Privatschüler von Louis Vierne und Charles Tournemire, später studierte er am Pariser Konservatorium bei Jean Gallon, Komposition bei Paul Dukas, sowie Eugène Gigout. Ab 1929 war er Organist an der Pariser Kirche St. Étienne-du-Mont und bereiste Europa und Nordamerika als Konzertorganist. 1943 wurde er Professor für Harmonielehre am Conservatoire. 1953 heiratete Duruflé die Organistin Marie-Madeleine Chevalier (1921–1999), eine Schülerin Marcel Duprés, mit der er auch oft gemeinsam auftrat. Beide erlitten am 29. Mai 1975 einen schweren Autounfall, der die Organistenkarriere der Duruflés beendete. Sein letztes Werk, der kurze Chorsatz Notre- Père, entstand 1977. Maurice Duruflé starb 1986 im Alter von 84 Jahren in Paris.

Duruflé schrieb vor allem geistliche Vokal- und Orgelmusik. Obwohl er sein Leben lang komponierte, hat er nur einen Bruchteil seines Schaffens zur Veröffentlichung freigegeben. Sein von der Spätromantik, dem Impressionismus und dem Gregorianischen Choral beeinflusstes Gesamtwerk umfasst nur 14 mit Opuszahl versehene Werke, die sich jedoch ausnahmslos durch großes Können und hohe Originalität auszeichnen. Unter den Orgelwerken ragen die Suite op. 5 von 1932 sowie das 1942 entstandene Prélude et Fuge sur le nom d‘Alain op. 7 hervor. Berühmt wurde sein Requiem (1947) für Soli, Chor, Orgel und Orchester, welches als Meisterstück französischer Kirchenmusik anerkannt ist.

Die Auswahl der Stücke und deren Reihenfolge gaben ein genauso beeindruckendes wie auch klares Bild der französischen Orgelliteratur des 19. Und des Anfangs des 20. Jahrhunderts. Ganz interessant war auch die Video-Übertragung des Spiels von Bottenhorn auf einem großen Bildschirm.

 

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Am 24. Juni 2015 trafen wir uns zum traditionellen Grillabend im Kottenforst. Beim schönen Wetter, gutem Fleisch und vielseitigem Salat- und Dessertbuffet kamen ca. 30 Teilnehmer, die für gute Laune und viele Gespräche sorgten.

Wir danken ganz besonders Herrn Gerner, der das Grillen übernahm, und Familie Hübschmann für die ganze Organisation.

 

VORSCHAU

 

Vom 17. bis zum 20. September 2015 findet der 60. Kongress des VDFG und der FAFA in Düsseldorf statt.

 

Am 22. September 2015 trifft sich erstmalig der Konversationskreis Bonn-Mitte unter Leitung von Herrn Hans Albert Buss im Bürgerstübchen der Kupferklause des Hotels Bristol, Prinz- Albert-Str. 2, um 19.30 Uhr. Ein Kostenpflichtiger Parkplatz befindet sich im Hause. Wir bitten um Ihre telefonische Anmeldung bei Herrn Buss werktäglich von 10 bis 17.30 Uhr unter der Nummer 02222 65447.

Gäste sind herzlich willkommen.

 

Am Mittwoch, dem 23. September 2015 laden wir zu einer neuen Edition des Salon Littéraire in französischer Sprache ein. Françoise Linckelmann, Jutta Menzel und Sylvie Tyralla-Noel présenteront différentes facettes de l’œuvre de Patrick Modiano, prix Nobel de littérature 2014.

« L’annonce de ce prix m’a paru irréelle et j’avais hâte de savoir pourquoi vous m’aviez choisi. Ce jour-là, je crois n’avoir jamais ressenti de manière aussi forte combien un romancier est aveugle vis-à-vis de ses propres livres et combien les lecteurs en savent plus long sur ce qu’il a écrit. […]

Curieuse activité solitaire que celle d’écrire. Vous passez par des moments de découragement quand vous rédigez les premières pages d’un roman. Vous avez, chaque jour, l’impression de faire fausse route. Et alors, la tentation est grande de revenir en arrière et de vous engager dans un autre chemin. Il ne faut pas succomber à cette tentation, mais suivre la même route. »

(Extrait du discours de réception du prix Nobel)

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Hause Linckelmann, Platanenweg 4 in 53619 Rheinbreitbach. Wir bitten um Ihre Anmeldung beim Generalsekretär bis zum 18. September.

 

Vom 9. bis zum 10. Oktober 2015 Exkursion zu den Schlachtfeldern von Waterloo. Siehe besondere Einladung.

 

Am Mittwoch, dem 21. Oktober 2015 besichtigen wir die Ausstellung: Japans Liebe zum Impressionismus, von Monet bis Renoir in der Bundeskunsthalle Bonn. Wir treffen uns im Foyer der Kunsthalle um 10.45 Uhr.

Kostenbeitrag: 10,70 € bei 20 Teilnehmern (auf Grund der Gruppenermäßigung ist der Eintrittspreis für alle Teilnehmer gleich). Wir bitten um Ihre Anmeldung beim Generalsekretär bis zum 16. Oktober 2015 und Überweisung des Kostenbeitrages auf das Konto der Gesellschaft. Nach der Führung besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen Mittagessens à la carte im Restaurant der Kunsthalle. Teilen Sie uns mit, ob Sie daran teilnehmen möchten.

Erstmalig präsentiert die Bundeskunsthalle die bedeutendsten Sammlungen der frühen Moderne aus Japan. Im Zentrum stehen hervorragende Meisterwerke der französischen Impressionisten und Postimpressionisten, u. A. von Monet, Manet, Gauguin, Pissarro, Cézanne, Signac und Bonnard, die dem europäischen Publikum bisher verborgen blieben. Hinzu kommen eindrucksvolle Werke japanischer Maler vor 1920, die sich von den französischen Künstlern zu Malereien im westlichen Stil anregen ließen und damit die moderne japanische Kunst begründeten.

Die Ausstellung erzählt die Geschichte des wechselseitigen künstlerischen Einflusses zwischen Japan und Europa aus einer neuen Perspektive. Nach dem Eintritt Japans in den internationalen Handel durch den Vertrag von 1855 fand auch die Öffnung Japans im Bereich der bildenden Kunst statt. Zunächst entdeckten die europäischen Künstler ab 1860 die japanischen Holzschnitte. Doch begannen auch bereits vor mehr als hundert Jahren japanische Sammler damit, einige der weltweit hochrangigsten impressionistischen Sammlungen aufzubauen. Ausgangspunkt dieser Entwicklung war die heute im National Museum of Western Art in Tokio gezeigte Sammlung des Industriellen Kojiro Matsukata (1865 – 1950), der eng mit Claude Monet befreundet war und im Atelier des Künstlers in Giverny seine Lieblingswerke auswählte. Bis in die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts entstanden weitere exquisite Kollektionen, die in namhaften japanischen Museen wie dem POLA Museum of Art und dem Tokyo Fuji Art Museum gezeigt werden. Hauptanliegen der Ausstellung ist es, diese in Europa bisher unbekannten Sammlungen erstmals vorzustellen.

Sie veranschaulicht darüber hinaus, warum die frühe europäische Moderne gerade in Japan eine solch überwältigende Resonanz gefunden hat, und geht der Frage nach, inwieweit es eine spezifisch japanische Sichtweise auf den französischen Impressionismus gibt, die zum passionierten Sammeln dieser Kunstrichtung in Japan führte. (Bundeskunsthalle)

 

Am Sonntag, dem 8. November 2015 laden wir zu einer szenischen Lesung von und mit Sylvie Tyralla-Noel und Peter Andersch ein. „Nur noch die Arbeit und ich selbst hausen in meinem engen Loch, und sie frißt mich so gründlich auf, daß sie zuletzt allein übrig bleiben wird…“ – Emile Zola im Gespräch. Mitte September 1902 empfängt Emile Zola in Médan am Ufer der Seine in seinem „Kaninchenbau“ einen Gast, der sich selbst eingeladen hat. Es entspinnt sich ein lebhaftes Gespräch über Leben und Werk des Schriftstellers, das

u.a. folgende Themen berührt: Jugend in der Provence, die Freundschaft zu Cézanne, Beschäftigung mit Naturwissenschaft und Medizin als Nährgrund eines materialistischen und experimentellen Denkansatzes bei den eignen Schreibbemühungen; „Naturgeschichte der Familie Rougon-Macquart“ als naturalistisches Panorama des Zweiten Kaiserreichs; geordnetes Eheleben und außerordentliches Familienglück; journalistisches Eigreifen in die „Dreyfus-Affäre“. Zolas Gesprächspartnerin ist Mme Arman de Caillavet, Betreiberin des von fortschrittlichen Literaten und Politikern frequentierten Sonntagssalons in der Avenue Hoche.

Die gemeinsame Veranstaltung mit dem StadtMuseum Bonn beginnt um 18 Uhr im Ernst-Moritz-Arndt-Haus, Adenauerallee 79 in 53113 Bonn. Eintritt: 5 €, zahlbar vor Ort. Reservierung unter Tel.: 0228 772877 im Stadtmuseum oder 0228 241435 im Arndt-Haus.

 

Am Donnerstag, dem 19. November 2015 « le Beaujolais nouveau arrive aussi à Bonn! »

Wir verkosten den neuen Wein mit Brot und Käse im Oxford-Club, Adenauerallee 7 in 53111 Bonn. Wir bitten um Ihre Anmeldung beim Generalsekretär und Überweisung des Kostenbeitrags von 10,00 € auf das Konto der Gesellschaft bis zum 12. November 2015. Die gemeinsame Veranstaltung mit dem Colloquium Humanum beginnt um 19.30 Uhr.

 

Am Sonnabend, dem 5. Dezember 2015 treffen wir uns zum traditionellen Adventskaffee auf der Godesburg. Wir bitten um Ihre Anmeldung bei dem Generalsekretär bis zum 30. November 2015. Kosten nach individuellem Verzehr vor Ort zahlbar. Die Veranstaltung beginnt um 15.30 Uhr, Auf dem Godesberg 5 in 53177 Bonn-Bad Godesberg.

 

COIN LITTÉRAIRE

 

Emmanuel de Las Cases : Napoléon rentre de l’île d’Elbe

Le trajet jusqu’à Paris se fit à peu près en poste. Nulle part il n’y avait d’opposition, ni lutte, ni combat ; ce n’était, à l’aspect de l’Empereur, littéralement parlant, qu’un simple changement de décoration théâtrale. Les avant-gardes n’étaient autre chose que les troupes qui se trouvaient en avant sur la route et auxquelles on envoyait les courriers. C’est ainsi que l’Empereur est entré dans Paris, avec les troupes mêmes qui en étaient sorties le matin pour le combattre. Un régiment, posté à Montereau, en franchit spontanément le pont, courut sur Melun et chargea les gardes du corps qui s’y trouvaient ; et c’est, dit-on, ce qui décida le départ si soudain de la famille royale.

L’Empereur nous dit souvent que, s’il eût voulu ou ne s’y fût pas opposé, il eût traîné avec lui à Paris deux millions de paysans. A son approche, toutes les campagnes se levaient en masse ; aussi répète-t-il souvent qu’il n’y a eu de véritables conspirateurs que l’opinion.

Le lendemain de l’arrivée de l’Empereur aux tuileries, quelqu’un lui ayant dit qu’il ne vivait que de prodiges, mais que ce dernier allait effacer tous les autres, je l’entendis répondre qu’il n’avait ici d’autre mérite que d’avoir bien jugé de l’état des choses en France, et d’avoir su lire dans le cœur des Français. Dans un autre moment, il nous rappelait que cela seul avait été toutes ses intelligences ; « car, observait-il, si l’on excepte Labédoyère qui accourut à « moi d’enthousiasme et de cœur, et un autre encore qui me rendit franchement de grands « et vrais services, presque tous les autres généraux, sur la route, se montrèrent incertains « et de mauvaise grâce ; Ils ne firent que céder à l’impulsion de leurs soldats, si même ils ne « se montrèrent hostiles.

« Tout le monde sait bien aujourd’hui, disait-il, que Ney quitta Paris tout au roi, et, que s’il « tourna contre lui quelques jours plus tard, c’est qu’il crut ne pouvoir faire autrement. […]

 

« Saint-Cyr s’est vu en danger pour avoir voulu contenir les soldats confiés à ses ordres.

« Soult me confessa que le roi lui avait inspiré un véritable goût, tant il se trouvait bien de « son régime.

« Macdonald ne reparut point ; le duc de Bellune suivit le roi à Gand… […]

Napoléon en avait eu l’instinct, et s’était tenu fidèle à son grand principe de n’agir que sur les masses et par les masses. « Si je suis demeuré dans le cœur de la masse, je dois « m’importer peu des chefs ; et si je n’avais que ceux-ci, à quoi me serviraient-ils contre le

« torrent de la masse ? »

Extrait du « Mémorial de Sainte-Hélène », tome 2, p. 238-240, édition de 1842.

 

A VOS CASSEROLES

 

Tarte aux légumes rôtis

Pour les légumes rôtis : 1 aubergine,

1 courgette,

1 poivron rouge,

1 poivron orange

3 cuillers à soupe d’huile d’olive 5 oignons nouveaux,

2 branches de thym,

2 branches de romarin, Sel et poivre.

Pour la tarte :

1 rouleau de pâte feuilletée 300 g de chèvre frais,

2 œufs,

1 cuiller à soupe de basilic ciselé, Poivre.

 

Préchauffer le four à 170°. Laver les légumes et les couper en dés. Placer dans un saladier, arroser d’huile d’olive et bien mélanger. Répartir les légumes sur une plaque de cuisson. Réserver les tiges des oignons. Couper les oignons en quartiers, ajouter aux légumes, saler et poivrer. Garnir des branches de thym et de romarin. Mettre au four environ une heure. Mélanger régulièrement.

Pendant ce temps, travailler le fromage frais avec les œufs et le basilic. Poivrer. Une fois les légumes cuits, en mélanger la moitié avec la préparation au fromage. Mettre la pâte feuilletée dans un moule à tarte, piquer avec une fourchette, verser le mélange légumes- fromage dessus. Mettre au four 30 minutes à 180°.

Lorsque la tarte est cuite, répartir le reste des légumes et remettre au four 10 minutes. Couper les tiges des oignons en fines rondelles, les répartir sur la tarte à la sortie du four. Servir tout de suite.

 

Sonstiges

 

Unser Mitglied Clotilde Lafont-König, sowie Barbara Kroke, Hélène Michel, Hiyoung Park und Karin Ulrich laden zur Eröffnung der Ausstellung WORTE ZÄHLEN am 8. September 2015 um 17.30 Uhr in die neu eröffneten Räume des „Hauses der Bildung, Bonn“ ein. Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) möchte in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Bonn und der Nationalen Agentur „Bildung für Europa“ beim Bundesinstitut für Berufsbildung gemeinsam mit den Künstlerinnen Öffentlichkeit schaffen für die Themen

„Alphabetisierung und Finanzielle Grundbildung“. Volkshochschule im Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, 53111 Bonn

Öffnungszeiten 09.09. bis 02.10.2015

Mo bis Fr: 9.00 -21.00 Uhr

Sa: 10.00 -14.00 Uhr

 


 

Impressum:

Mit dem Info - Brief unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

 

Anschrift:

Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V.

Am Gärtchen 31

53347 Witterschlick

Tel. : 0228 9863654 FAX: 0228 9863655

Die Gesellschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nr. 3999 eingetragen und als gemeinnützig vom FA St. Augustin anerkannt

Steuernummer 222/5733/0775.

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de

Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvie Tyralla-Noel; E-Mail: tyralla-noel@web.de

Layout: Klausdieter Hübschmann

 

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Die Deutsch-Französische Gesellschaft ist Mitglied der Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften für Europa (VDFG)