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InfoBrief 2018-3



Nr. 2018-3

25. Juni 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, chers amis,


mit diesem dritten Info-Brief möchten wir Ihnen das Programm für das zweite Halbjahr 2018 vorstellen sowie auf die Veranstaltungen zurück schauen, die Ihnen seit April angeboten wurden.

Rückschau

Am 12. April 2018 luden wir zu einem Vortrag von Laurence Campa über Guillaume Apollinaire in das Institut Francais ein. Sie schilderte sehr lebendig das kurze Leben des Dichters, von seiner unehelichen Geburt in Rom, bis zu seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg, seiner Kopfverletzung und seinem Tod an den Folgen seiner Verletzung oder an der Grippeepidemie kurz vor dem Waffenstillstand im November 1918. Es gelang ihr glänzend die vielen Paradoxe zu analysieren, die sein Leben begleitet haben. Er war zugleich Avantgardist und sehr bürgerlich, wurde gefeiert als Erneuerer der französischen Literatur und zugleich für seine starke Bindung an die Form kritisiert. Begleitend las Sylvie Tyralla bekannte und weniger bekannte Gedichte und Prosastücke vor.

 

Am 18. April trafen wir uns zur Ordentlichen Mitgliederversammlung 2018. Vorstand und Schatzmeister wurden einstimmig entlastet.

 

Am 4./5.Mai 2018 fuhren wir auf den Spuren der Hugenotten nach Bad Karlshafen und Kassel.

Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir am Freitagmorgen früh um 7.45 von Godesberg mit dem Bus in Richtung Bad Karlshafen. In Karlshafen aßen wir im Hessischen Hof sehr gediegen im Licht durchfluteten Wintergarten zu Mittag. Anschließend bekamen wir eine Führung durch die 1699 vom Landgraf Karl von Hessen an der Mündung der Diemel in die Weser gegründete Stadt Sieburg. Die Stadt diente der Ansiedlung der nach dem Edikt von Fontainebleau 1685 aus Frankreich geflohenen Hugenotten. Landgraf Karl ordnete den Aufbau einer Fabrik-und Handelsstadt an und verfolgte den ehrgeizigen Plan eines Kanals zwischen Karlshafen und Kassel, um die in Hannoversch Münden erhobenen Zölle zu vermeiden. Diese Pläne konnten jedoch nur teilweise realisiert werden. Im Jahre 1717 wurde die Stadt zu Ehren des Landgrafen, von dem hugenottischen Hofbaumeister Paul du Ry, der die Pläne für die Stadt erstellte, in Carlshaven umbenannt. Der hugenottische Arzt und Apotheker Jacques Galland war der erste, der 1730 den Wert der Sole-Vorkommen in der Stadt erkannte und den Grundstein legte zum Solebad Karlshafen.

Man ist heute dabei, das barocke Stadtbild wiederherzustellen. Die meist nur zweigeschossigen Häuser sind weiß gestrichen, die alten Schriftzüge auf den Fassaden sorgfältig nachgemalt. Unter den Häusern sticht das Hotel des Invalides, das Invalidenhaus hervor, das für verletzte und ausgeschiedene hessische Soldaten vorgesehen war. Die alten Ladenschilder und Laternen werden erhalten. Der Weserhafen wird für die Sportschifffahrt wieder zugänglich gemacht.

Im Hugenotten-Museum fanden wir neben Dokumentationen über die Glaubenskriege auch Exponate aus dem Alltagsleben der Hugenotten. Besonders schön sind die Keramikteller und Gefäße des hugenottischen Töpfers und Philosophen Bernard Palissy. Ein Strumpfwerkstuhl, Werkzeuge zur Handschuhfabrikation und zur Tabakverarbeitung sind ausgestellt als Beispiele für Erzeugnisse des hugenottischen Handwerks.

Auf dem Weg in unser Quartier in Hofgeismar hielten wir in Carlsdorf, einer Hugenottensiedlung von 1686. Die evangelische Fachwerkkirche, wurde zwischen 1701 und 1704 von Paul du Ry erbaut. Sie ist der einzige Querbau unter den Hugenottenkirchen in Hessen. Die französische Inschrift über dem reich geschnitzten und farbigen Portal rühmt die großherzige Aufnahme der Hugenotten durch den Landgrafen Karl. Wir bekamen von dem Schriftführer eines Hugenottenverbandes sehr ausführliche Informationen über das Leben der Glaubensflüchtlinge in den umliegenden Dörfern, über die Probleme zwischen Zugewanderten und Einheimischen – nicht zuletzt auf Grund von Sprachbarrieren- und zum Bau der Kirche selbst.

Die um Hofgeismar ansässigen Hugenotten kamen vor allem aus dem Queyras, einer Landschaft im Département Hautes Alpes. Für die in Kriegen gefallenen Nachkommen des Jean-Pierre Martin aus Abriès im Queyras befindet sich in der Kirche eine Gedenktafel.

Erfüllt von unseren vielfältigen Eindrücken fuhren wir schließlich in unser Quartier in Hofgeismar. Die evangelische Tagungsstätte, bestehend aus historischen Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert des ehemaligen Bades Gesundbrunnen, liegt überaus idyllisch eingebettet in eine englische Parklandlandschaft, die uns mit ihrem hellen Frühlingsgrün und blühenden Kastanien bezauberte.

Am nächsten Morgen fiel uns der Abschied vom lieblichen Gesundbrunnen schwer. Nach einem letzten Blick auf das hinter einem See gelegene Schlösschen fuhren wir nach Kassel. Zunächst bekamen wir im Stadtmuseum an Hand eines Modells einen Einblick in die Hugenottensiedlung in der Kasseler Oberneustadt, die 1689 von Landgraf Karl von Hessen außerhalb der Stadtmauern angelegt worden war, um dort die Glaubensflüchtlinge anzusiedeln. Die den Hugenotten gewährten Privilegien (kein Zunftzwang, Recht auf französische Schulen und Gotteshäuser) hatten innerhalb der Altstadt zu Spannungen zwischen Einheimischen und Immigranten geführt, so dass die planmäßige Neuanlage eine gute Lösung war. 1706 wurde dort die oktogonale Karlskirche von Paul du Ry erbaut.

Hier predigte man bis 1850 in französischer Sprache. Dank unseres Stadtführers konnten wir die im Umbau befindliche Kirche betreten und die klare Architektur und die schlichten einfarbigen Glasfenster bewundern. Auch hier wurde wie schon in Carlsdorf darauf hingewiesen, dass es in reformierten Kirchen in Ablehnung der römisch-katholischen Opfertheologie keinen Altar gibt, sondern nur schlichte hölzerne Abendmahlstische.

Über die oberhalb der herrlich grünen Karlsaue gelegenen einstigen Prachtstraße Bellevue -heute Schöne Aussicht- wanderten wir zu unserem Restaurant im Renthof. Vorher warfen wir allerdings noch einen Blick in die Nummer 9 der Straße. Hier wohnten einst die Brüder Grimm, die Schriftstellerin Malwida von Meysenbug, der Maler Tischbein und der Komponist Louis Spohr.

Unser letzter Programmpunkt war die Grimmwelt. Das 2015 eröffnete Museum, ist architektonisch sehr gelungen und bietet mit seiner Dachterrasse herrliche Ausblicke in die umliegende hügelige Landschaft bis zum Herkules in Wilhelmshöhe.

Der thematische Bezug zu den Hugenotten ist im Museum kaum gegeben, es sei denn durch Dorothea Viehmann, eine Märchenerzählerin hugenottischer Abstammung, die den Brüdern Grimm einige Märchen überlieferte. Aber wir waren ja inzwischen schon Hugenotten- experten und so war dieser Abstecher in die Grimmwelt, in der es nicht nur um Märchen, sondern vor allem auch um das Grimmsche Wörterbuch ging, mit zum Teil amüsanten Ideen der Museumspädagogen ein kurzweiliger Schlusspunkt unserer Reise.

Jutta Menzel

 

Am 14. Mai 2018 haben wir gemeinsam mit dem Institut Francais und der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP) zu einer Podiumsdiskussion über „Ein Jahr Macron – Hoffnungsträger für Frankreich und Europa?“ geladen.

Das Podium war kompetent und prominent besetzt. Frédéric Petit, Abgeordneter (MoDem) der Auslandsfranzosen in Deutschland und Mitteleuropa in der französischen Nationalversammlung und die deutsch-französische Schriftstellerin Gila Lustiger teilten ihre Einschätzungen ebenso wie Dr. Claire Demesmay, die das Frankreich-Programm der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin leitet und Dr. Sascha Lehnartz, bis 2014 Frankreich-Korrespondent der WELT und jetzt Chefkorrespondent von WELTN24. Ein Jahr Macron, betrachtet unter verschiedenen Blickwinkeln.

Den Ton freilich setzte der französische Generalkonsul in Düsseldorf, Vincent Muller. Macron, sagt er, hat die Politik neu erfunden. In Anspielung auf das Reformationsjahr 1517 fragt er gar, ob Emmanuel Macron, als er 2017 gewählt wurde, nicht vielleicht der Martin Luther der 5. Republik sei. Der große Reformator. Immerhin sei Europa seit einem Jahr wieder „in“. In Bürgerforen wolle er die Herzen der Bürger für Europa zurückgewinnen, die EU reformieren – die Deutschen auch? Das ist eine ernsthafte Frage. Wenn die EU nicht reformiert werde, werde es ihr gehen wie einst dem Deutschen Bund, der an der Reformunwilligkeit der deutschen Staaten im „Vormärz“ 1848 scheiterte. Die deutsch-französische Partnerschaft müsse neu erfunden werden, deshalb brauche es einen neuen Elysee-Vertrag.

Die Herausforderungen sind riesengroß, wie auch die Podiumsteilnehmer ausführen. Auch für Emmanuel Macron, der von Anfang an seine wichtigsten Punkte für eine EU-Reform und für Reformen in Frankreich genannt und sie zum Thema seines Wahlkampfes gemacht hat. Beide Reformen, die nationale und die europäische, hängen aufs engste miteinander zusammen; sie bilden ein Ganzes. Dabei, stellen die Diskutanten fest, ist Macron zu einem Hoffnungsträger geworden, weil er tut, was er sagt – dabei auch der Gefahr ausgesetzt ist, Politik auf populistische Art zu machen. Aber er redet dem „Volk“ nicht nach dem Munde, sondern setzt auf schnelle Umsetzung seiner verschiedenen Reformen. So kann eine Konvergenz der Widerstände kaum entstehen. Gleichzeitig aber wartet er auf Deutschland, zu dessen Unterstützung es keine Alternative gibt. Außer Deutschland hat er keine potenten Partner dafür; er hat keinen Plan B. Umso dringender werden mutige Antworten aus Berlin erwartet, die, zum Leidwesen der Diskutanten, immer noch auf sich warten lassen.

Detlef Puhl

 

Am 19.Mai 2018 sind wir auf Apollinaires Spuren gewandert. Der Weg ging über den Rodderberg und den Rolandsbogen nach Rolandseck. Unterwegs wurden manche Gedichte vorgetragen und schließlich auf der Terrasse des Restaurants im Bahnhof die Rheinbilder, die Apollinaire bevorzugte, beim Kaffeetrinken thematisiert.

 

Am 4. Juni 2018 trafen wir uns zu einer Diskussion zum Thema „Das schwache Geschlecht und die Französinnen – Zur Sexismusdebatte in Frankreich und in Polen“, da wir neben Suzanne Krause die Politikstudentin Sylvia Sabrath, z.Z. in Breslau, von der Deutsch-Polnischen Gesellschaft gewinnen konnten. Sehr kenntnisreich musste Suzanne Krause feststellen, dass #Me too in Frankreich keine große Welle des Mitgefühls hervorbrachte, wie in den Vereinigten Staaten oder England: Wahrscheinlich weil die Frauen in Frankreich seit längerem mehr persönliche Rechte haben und seit der Affäre um Dominique Strauss-Kahn viel selbstbewusster auftreten. Nicht dass in allen Bereichen Gleichstellung herrsche, aber die Diskriminierung, die Frauen in Deutschland noch erleben, ist längst passé. Der Feminismus ist seit langem gesellschaftsfähig. Suzanne Krause zeigte kein Verständnis für den Le Monde-Beitrag von Catherine Deneuve und Catherine Millet. Vielleicht ist in Frankreich die Angst vor einem moralischen Totalitarismus größer als in Deutschland!

#Me too fand kaum Resonanz in Polen. Dort ist die Situation immer noch von den traditionellen Geschlechtsbeziehungen geprägt. Man kann zwei Lagen beobachten, einerseits die politische Rechte, die mit der katholischen Kirche sehr eng verbunden ist und nichts bewegen wird, andrerseits die linke Opposition, die sich liberalen Ideen (Rollenverteilung, Gleichstellung, Abtreibung) öffnen möchte und gegen die Macht der Kirche kämpft. Es gibt bis jetzt in Polen keine Definition von sexueller Belästigung, keine Frauenbewegung. Sylvia Sabrath sprach sich dafür aus, daß gegenseitige Wertschätzung Basis der Beziehung zwischen Mann und Frau sein solle..

Wir danken Rudolf Herrmann für seine einfühlsame Moderation.

 

Am 6. Juni 2018 luden Françoise Linckelmann und Sylvie Tyralla-Noel zu einem Vortrag über Sophie Comtesse de Ségur ein, die mit ihren Romanen mehrere Generationen von Kindern bezauberte. Die beiden Referentinnen stellten weniger bekannte Aspekte des Werkes vor, u.a. die Beschäftigung der Schriftstellerin mit der Sozialthematik ihrer Zeit, Kapitalismus und Pauperismus, und mit damals aktuellen politischen Themen: Napoleons III. Kriege in Russland und Italien, der Aufstand in Warschau und die Eroberung Algeriens.

 

Vorschau

Geplant für September: Autorenlesung mit Olivier Le Guez: „La Disparition de Josef Mengele“. Im Kooperation mit dem Institut Français und dem Literaturhaus Bonn. Das Datum ist noch offen.

 

Von Freitag, 14. bis Sonntag, 16. September 2018 unternehmen wir eine Busfahrt zum Historial de la Grande Guerre in Péronne. Im Programm haben wir auch eine Besichtigung von Amiens und Compiègne. Siehe Sondereinladung.

 

Am Dienstag, 18. September 2018 laden wir zu einem Vortrag von Privatdozent Dr. Dr. Guido Braun (Universität Bonn) zum Thema „Frankreich und die Westfälische Friedensordnung – Was lernen wir aus dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, der vor 400 Jahren begann?“ein, in Kooperation mit dem Zentrum für Historische Friedensforschung der Universität Bonn und dem Colloqium Humanum.

Der Frieden aus französischer Sicht: Frankreich erhielt die Bistümer und Städte Metz, Toul und Verdun, die sogenannten Trois-Évêchés, welche es tatsächlich schon seit 1552 besaß. Ferner trat der Kaiser alle Rechte, die sowohl das Haus Österreich als auch das Reich bisher auf die Stadt Breisach, die Landgrafschaften Ober- und Unterelsass, den Sundgau und die Landvogtei der zehn vereinigten Reichsstädte im Elsass gehabt hatten, der Krone Frankreich auf ewig ab!

Die Veranstaltung findet im Hauptgebäude der Universität Bonn statt und beginnt um 18.30 Uhr. Die Nummer des Hörsaals können wir erst später bekannt geben.

 

Am Donnerstag, 4. Oktober 2018 treffen wir uns zu einem weiteren Salon Littéraire. Jutta Menzel und Marie Kindler werden den Roman „L’Art de perdre“ von Alice Zeniter in französischer Sprache vorstellen.

L’Algérie dont est originaire sa famille n’a pas longtemps été pour Naïma qu’une toile de fond sans grand intérêt. Pourtant, dans une société française traversée par les questions identitaires, tout semble vouloir la renvoyer à ses origines. Mais quel lien pourrait-elle avoir avec une histoire familiale qui ne lui a jamais été racontée ?

Son grand-père Ali, un montagnard kabyle, est mort avant qu’elle ait pu lui demander pourquoi l’histoire avait fait de lui un « harki ». Yema, sa grand-mère, pourrait peut-être répondre mais pas dans une langue que Naïma comprenne. Quant à Hamid, son père, arrivé en France à l’été 1962 dans les camps de transit hâtivement mis en place, il ne parle plus de l’Algérie de son enfance. Comment faire ressurgir un pays du silence ?

Für ihren Roman hat Alice Zeniter den „Prix Goncourt des Lycéens“ erhalten.

Die Veranstaltung findet im Hause Menzel, Mecklenburger Str. 3 in 53173 Bonn um 19 Uhr. Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 28.September bei Herrn Detlef Puhl unter info@dfg-bonnrheinsieg.de

 

Von Donnerstag, 18. bis Sonntag, 21. Oktober 2018 findet der 63. Kongress der VDFG und FAFA in Colmar (Haut-Rhin/Alsace). statt. Thema in etwa :Jugend und Europa von morgen.

 

Am Dienstag, 30. Oktober 2018 besichtigen wir die Ausstellung „Das Auge der Stadt – Der Flaneur vom Impressionismus bis zur Gegenwart“ im Kunstmuseum Bonn. Die Ausstellung stellt den ersten umfassend angelegten Versuch dar, das literarisch entwickelte Phänomen des Flaneurs für den Bereich der Bildenden Kunst fruchtbar zu machen. Die Figur des Flaneurs und die Entwicklung der urbanen Metropolen sind eng miteinander verschränkt. Der Flaneur ist das Auge der Stadt, das auf die Stadt schaut und durch das die Stadt auf sich schaut. Das fließende, schweifende und immer auch distanzierte Sehen des Flaneurs, der ziellos über Straßen und Plätze streift und Eindrücke sammelt, kann nicht nur für das 19. Jahrhundert, sondern gerade für unsere heutige komplexe, urban geprägte Wirklichkeit als adäquate und ästhetisch produktive Wahrnehmungsform begriffen werden. Entsprechend verfolgt die Schau ihr Thema nicht nur aus einer historischen Perspektive, sondern entwickelt es mit zahlreichen Beispielen bis in die Gegenwart.

Wir treffen uns um 10.45 Uhr im Foyer, die Führung beginnt um 11 Uhr. Kosten: 3€ für die Führung + 5,60 € Eintritt pro Person. Wenn Sie eine ARTCARD haben, ist der Eintritt frei. Es besteht die Möglichkeit nach der Führung ein gemeinsames Mittagessen im Restaurant der Kunsthalle zu sich zu nehmen. Sagen Sie uns Bescheid. Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 24. Oktober bei Herrn Detlef Puhl unter info@dfg-bonnrheinsieg.de und Überweisung auf das Konto der DFG.

 

Vom 9. bis 10. November 2018 fahren wir mit Schüler/innen zum 20. Deutsch-Französischen Forum in Strassburg. Ihre Anmeldung erbitten wir bis zum 8.10.2018 bei Herrn Ingo Radcke (dfg-Radcke@t-online.de).

 

Am Mittwoch, 14. November 2018 laden wir zu einem Vortrag unseres Mitglieds Herrn Henri Sieber zum Thema „Geschichte der Juden in Bonn und in Rheinland“ ein. Henri Sieber wird die Grundzüge der jüdischen Religion darstellen und aktuelle Fragen wie die des Antisemitismus in Frankreich thematisieren. Wir treffen uns um 15 Uhr an der Bonner Synagoge, Tempelstraße 2-4.

Ihre Anmeldung bis zum 10. November bei Herrn Detlef Puhl unter info@dfg-bonnrheinsieg.de ist aus Sicherheitsgründen erforderlich.

Bringen Sie bitte Ihren Personalausweis mit.

 

Am Freitag, 23. November 2018 treffen wir uns zu einer neuen Weinprobe. Thema des Abends wird die Region Jura sein.

Die in Ostfrankreich zwischen Burgund und der Schweiz gelegene Weinbauregion Jura im Département Jura war lange Zeit von anderen Anbaugebieten isoliert. Sie hat sich bis heute ihre jahrhundertealte Weinbautradition mit eigenen Rebsorten (Poulsard, Trousseau, Savagnin, Béclan), anachronistischen Ausbauarten und Weinspezialitäten wie Vin Jaune und Vin de Paille bewahrt. Die wichtigsten Appellationen sind Arbois, Château-Chalon, Côtes du Jura, Crémant du Jura und L'Étoile.

Die Weinprobe findet, wie letztes Jahr, im Heimatmuseum Lengsdorf, Lengsdorfer Hauptstraße 16, in 53127 Bonn statt und beginnt um 18 Uhr. Sie erreichen das Heimatmuseum mit den Bussen 604 und 605 bis Haltestelle Bonn-Lengsdorf-Kirche; von dort noch drei Minuten Fußweg auf der Hauptstraße bis zur Nummer 16.

Wir bitten um Ihre Anmeldung bei Herrn Detlef Puhl unter info@dfg-bonnrheinsieg.de bis zum 20. November und die Überweisung des Kostenbeitrags von 24 €.

 

Am Samstag, 8. Dezember 2018 besichtigen wir die Confiserie Coppeneur et Compagnon, Gewerbepark Dachsberg, 53604 Bad Honnef (Ägidienberg)

Wir treffen uns um 14.30 Uhr in Ägidienberg, besichtigen die Manufaktur und lassen uns dort mit Kuchen und Kaffee oder eher einer heißen Schokolade verwöhnen!

Wir bitten um Ihre Anmeldung bei Herrn Detlef Puhl unter info@dfg-bonnrheinsieg.de bis zum 3. Dezember 2018 und Überweisung des Kostbeitrags von 15,90 €.

 

Coin Littéraire

« Harassé, tendant le cou comme un cheval qui monte une côte, Demachy suivait le braconnier. Quand la file s’arrêtait, il allait buter dans son sac, et attendait, engourdi, que cela reparte. Sa fatigue même avait disparu : il était une chose exténuée, sans volonté, qu’on pousse. Les yeux tournés vers les premières lignes, il cherchait cependant à voir les fusées, entre deux murs. C’était pour lui une déception, cette première vision de la guerre. Il aurait voulu être ému, éprouver quelque chose, et il regardait obstinément vers les tranchées, pour se donner une émotion, pour frissonner un peu.

Mais il se répétait. « C’est la guerre… Je vois la guerre » sans parvenir à s’émouvoir. Il ne ressentait rien, qu’un peu de surprise. Cela lui semblait tout drôle et déplacé, cette féerie électrique au milieu des champs muets. Les quelques coups de fusil qui claquaient avaient un air inoffensif. Même ce village dévasté ne le troublait pas : cela ressemblait trop à un décor. C’était trop ce qu’on pouvait imaginer. Il eût fallu des cris, du tumulte, une fusillade, pour animer tout cela, donner une âme aux choses : mais cette nuit, ce grand silence, ce n’était pas la guerre…

Et c’était bien elle pourtant : une rude et triste veille plutôt qu’une bataille. »

(Roland Dorgelès : Les Croix de Bois, chapitre III)

 

« La marche éreintante dans la tranchée et les boyaux où l’on ne voit goutte, où l’on ne peut se servir de sa lampe électrique, où l’on met le pied dans des trous, où l’on titube d’une paroi à l’autre, où l’on se cogne dans les gradés de service, où l’on patine sur le sol toujours humide. »

(Marcel Etévé, cité dans « Tous unis dans les tranchées » de Nicolas Mariot, 2013)

 

« Une nuit d’encre ! Si noire que je ne voyais absolument rien. Et je m’enfonçais dans la boue jusqu’au-dessus des cheville, avec la menace, à chaque pas, d’une glissade ou même d’un faux pas dans un trou d’obus, c’est-à-dire dans une cuvette où je me serais enfoncé dans l’eau et la boue jusqu’à la poitrine. Je me suis confié à l’un de mes agents de liaison et m’accrochant à la courroie de son sac, je me fis conduire comme un aveugle, tendre la main pour sauter rigoles et fossés et tranchées. »

(Benjamin Simonet, cité dans « Tous unis dans les tranchées » de Nicolas Mariot, 2013)

 

« Par exemple marcher dans l’obscurité, tu ne te doutes pas comme cela devient vite intolérable lorsque naturellement tu quittes une grande route, tu ne peux plus agir sans lumière longtemps. J’ai vu préférer de ne pas manger que de bouffer dans l’obscurité avec de l’eau qui me dégringole dans le cou. »

(Fernand Léger, 8 nov. 1914, lettre à un ami, cité dans « Tous unis dans les tranchées » de Nicolas Mariot, 2013)

 

« Tu peux être tranquille, j’ouvre l’œil et le bon, et depuis le temps, l’expérience commence à être grande. Nous sommes habitués à comprendre et à analyser les bruits de la nuit, ce qui n’était pas le cas au début où on s’effarouchait d’un rien. »

(Lucien Durosoir, 12 avr. 1915, lettre à sa mère, cité dans « Tous unis dans les tranchées » de Nicolas Mariot, 2013)

 

A vos casseroles

Terrine de saumon et avocat

 

Ingrédients pour 6 personnes

250 g de saumon frais

150 g de saumon fumé

100 g de crème fraîche épaisse

3 feuilles de gélatine

2 cuillers à soupe de crème liquide

2 cuillers à café d’aneth

Le jus d’un demi-citron

1 avocat

Graines germées

Tomates cerise

Sel et poivre

 

 

Faire cuire le saumon à la vapeur 15 minutes. Laisser refroidir et mixer avec le saumon fumé et la crème fraîche.

Mettre les feuilles de gélatine à ramollir, les presser entre les doigts et les faire fondre dans un peu de crème liquide. Incorporer au saumon. Ajouter l’aneth, la moitié du jus de citron, saler et poivrer si nécessaire.

Couper l’avocat en lamelles, l’arroser du jus de citron restant.

Placer un film alimentaire dans une terrine, remplir de la préparation au saumon et intercaler des lamelles d’avocat. Lisser la surface et la couvrir d’un film alimentaire. Placer au frais pendant 6 heures.

Démouler au moment de servir, garnir de graines germées, de brins d’aneth et de tomates cerise coupées en 4.

 

Ich hoffe, dass das Programm für das zweite Halbjahr 2018 Ihre Zustimmung findet, und freue mich, Sie auf der einen oder anderen Veranstaltung zu treffen!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer!

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Sylvie Tyralla‐Noel

 

 

Impressum:

Mit dem INFO-BRIEF unterrichtet der Vorstand die Mitglieder über das Leben in der Gesellschaft. Der Info - Brief erscheint nach Bedarf.

Anschrift: Deutsch-Französische Gesellschaft Bonn und Rhein-Sieg e.V., Andreasstraße 51, 53179 Bonn

Tel. : 0228 947 761 50.

Die Gesellschaft ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nr. 3999 eingetragen und als gemeinnützig vom FA St. Augustin anerkannt, Steuernummer 222/5733/0775.

E-Mail: info@dfg-bonnrheinsieg.de Internet: www.dfg-bonnrheinsieg.de

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvie Tyralla-Noel, E-Mail: tyralla-noel@web.de